Sonntag, 25. Mai 2008

Ankunft in Palu – Wieder daheim

Es ist wie eine Rückkehr in eine fremde Heimat. Die Tasche welche mein Handgepäck darstellt über der Schulter, den Lederhut auf dem Kopf steige ich aus dem Flugzeug. Auch Palu ist drückend heiß, doch die Luft ist um weites besser als der Smog Jakartas. Langsam schlendere ich über das Rollfeld, lasse alles auf mich wirken. Die Luft, die Landschaf, sich sinnlos beeilenden Indonesier, die unbedingt als Erste am Gepäckband warten wollen.

Schon von weiten kann ich auf der Besucherempore mir winkende Gestallten ausmachen. Ein Lächeln schleicht sich in mein Gesicht. Man hat mich nicht vergessen. Ich werde abgeholt!

Heiner (mein Mitbewohner), sein Assistent und mein Freund Dudin, sowie der Fahrer Pak Alex fallen mir nacheinander in die Arme. Gleich darauf helfen sie mir meine Tasche, den schweren Rucksack, sowie 4 Pakete mit Labormaterial ins Auto zu hieven. Wir fahren in unser Haus…nach Hause.

Noch im Auto setze ich eine SMS an meinen Assistenten ab, dass ich morgen gerne mein heißgeliebtes Moppet, welches sich in seiner Verwahrung befindet, wieder hätte. Aber es ist gar nicht nötig. Es wartet schon samt Assistenten an der Haustür. Er hat die SMS noch nicht einmal bekommen. Ich stelle nur meine Sachen ins Haus. Es ist mir so vertraut und wir begrüßen uns. Ich verteile an meine Freunde kleine Geschenke.

Dann habe ich Hunger. Der Flug war wie immer stark verspätet und ich habe den ganzen Tag außer dem Frühstück nichts gegessen.

Mein Führerschein ist zwar abgelaufen, aber Tidak apa apa (das macht nichts). Mein Herz klopft als ich den Anlasser drücke. Sie springt an und schnurrt. Ich lächle zufrieden.

Heiner und ich fahren durch das nächtliche Palu in ein Rumah makan. Es ist der schönste Moment seit langem.