Mittwoch, 21. Mai 2008

Los gehts

Es geht also wieder los, oder es ist schon losgegangen. Kurz nach Pfingsten, einer Zeit in der Leipzig immer mit vielen interessanten Menschen belebt wird, habe ich meine sieben Sachen zusammen gepackt und war wieder unterwegs. Es waren wirklich nur Sieben, oder sagen wir einfach Sieben auf die es mir ankommt: Flugticket, Reisepass, Kreditkarte müssen dabei sein. Auch mein Lederhut bewährt sich in dem Moment, als ich in Bogor aus dem Bus steige und Badewannen voll Wasser aus den Wolken fallen. Aber da sind wir noch nicht! Wir sind bei meiner Liste. Die letzten drei Dinge sind die Kamera, der Laptop und eine Wechselgarnitur. Das ist auch schon fast alles. Ansonsten besteht mein Gepäck aus Reagenzgläsern, Glasröhrchen, Luftfiltern, Nährlösungen und anderem Labormaterial, welches eben so wichtig ist wie ein paar Kleinigkeiten um meine Indonesischen Freunde und Assistenten zu erfreuen. Sie bestehen aus Schokolade, einer Stirnlampe, einer batterielosen Akkulampe, wichtigen Medikamenten und anderem Krimskrams.

Mit meinen sieben Sachen steige ich also in Erwartung einer ereignislosen, aber schlafreichen Fahrt in den ICE zum Flughafen nach Frankfurt. Leider wurde es kam es wie es kommen musste, schlaflos dafür ereignisreich. Ein pöbelnder Neunazi mit östereicher Akzent, welcher wohl gerade gefrustet vom WGT (Wave-Gothik-Treffen kam versuchte sich an einer Diskussion über Niveau, mit einem sich sehr gewählt ausdrückenden Deutschen fremdländiger Herkunft, indem er ein erstaunliches Repertoire an Pöbel und Schimpfwörtern auftischte. Die Aufforderung doch mal richtiges Deutsch zu lernen konnte ich postwendend zurückgeben. So macht Reisen jedenfalls Spaß (Vorsicht! Der Autor bedient sich der Ironie.)