<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363</id><updated>2011-09-20T14:31:31.798+01:00</updated><category term='Filme'/><title type='text'>Einmal Indonesien und wieder zurück...</title><subtitle type='html'>Gedanken von Unterwegs</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>56</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-8243869742928035502</id><published>2008-10-24T04:01:00.003+01:00</published><updated>2008-10-24T04:35:09.863+01:00</updated><title type='text'>Traveller</title><content type='html'>Es ist schon einige Zeit her, da traf ich im Prince John Tauchresort einen seltsamen jungen Deutschen. Er sprach von sich selber nur als Traveler und er travelte schon ein ganze Weile. Drüben auf Java oder Lombok gäbe es auch jede Menge coole Traveler mit denen man cool chillen könne, das ganze natürlich in Backpackers. Er brachte förmlich keinen Satz heraus ohne einen absolut eloquent klingenden Anglizismus einzufügen. Den Vogel schoss er aber ab, als er sich an den Strand legte und die Sonnenuntergansidylle mit der lautstarken Beschallung seines Handys verzierte, womit er sich ganz in das Herz der „normalen“ Urlauber dort schloss.&lt;br /&gt;Wer glaubt dies sei ein Einzelfall, der irrt. In dem Black Marlin Tauchresort auf den Togean Islands durfte ich nun, mehrere Exemplare dieser seltenen Gattung von&lt;br /&gt;Touristen erleben. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SQFBNO4TRrI/AAAAAAAAAXI/B7MptacLQBE/s1600-h/CIMG3692.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SQFBNO4TRrI/AAAAAAAAAXI/B7MptacLQBE/s200/CIMG3692.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5260557535333795506" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daraus ergab sich folgende Verhaltensstudie:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der typische Traveler unterscheidet sich vom herkömmlichen Reisenden in der Reisedauer, den Reiserouten, dem Kommentkampf, der Adaption an örtliche Gegebenheiten sowie vor allem dem Willen, sich von üblichen Reisenden zu unterscheiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während der normal Tourist (sagen wir einmal Tauchtourist) nur zwei bis vier Wochen bleibt, reist der Traveler einen bis 12 Monate. Am deutlichsten unterscheiden sich hierbei die Einmonatstraveller von den Vierwochentouristen. Fragt man ein beliebiges Exemplar, ob es hier fern von der Heimat auf Urlaub ist, wird dies stolz verneint. Man betreibt „Traveling“. Dieses ist jene faszinierende Sportart, bei der man so schnell wie möglich alle Gegenden die im Lonly Planet beschrieben wurden gesehen haben muss, um sich allabendlich in den im Lonly Planet empfohlenen Resorts zu treffen. Hier kann man auf die lästigen Einheimischen verzichten und man findet Gleichgesinnte. Zusammen bei jeder Menge Bier uns Musik ist man unter sich. So ist es ja schließlich doch am Schönsten.&lt;br /&gt;Bei diesen Aggregationen verschiedener Individuen, tauscht man zumeist die Reise….äh…Travelingstorys. Jene Traveler, die die meisten Orte besichtigt haben und von überall was erzählen können (hierbei hilft es auch den Lonly Planet geschickterweise auswendig zu lernen) genießen das größte Ansehen unter den Artgenossen. Dabei scheint es absolut unerheblich, wie lange man diese Orte besichtigt hat. Fünf Minuten und ein Bild aus dem Bus reichen genau so viel wie 5 Wochen. Schließlich ist man ja unterwegs und will reisen…..äh…traveln. Wichtig dabei ist, sich immer an die Vorschläge des Reiseführers zu halten, schließlich will man ja die ganzen Geheimtipps kennen. Ab und an kommt ein Traveler vom Weg ab und gerät unvorhergesehen unter die Einheimischen. Hier fühlt er sich zwar nicht sonderlich wohl, aber er kommt zurecht. Schließlich hat er ja eine ganze Packung Laryam (Malariavorsorge) gegessen, trinkt kein Wasser (wozu gibt es Bier?) und isst kein Gemüse. Findet er später wieder zurück in die vertrauten Gefilde eines Travelertings, genießt er doppelt hohes Ansehen, da er die Wildnis erlebt hat. Und schon bald werden sich ganze Gruppen geschlossen aufmachen um dieses von Entbehrungen geprägte Abenteuer, allein da draußen, auch zu erleben.&lt;br /&gt;Wichtig für die soziale Rangordnung unter den Travelern ist auch der Sprachwettbewerb. Dieser tritt auf, wenn sich mehrere Traveller mit gleich großen Aktionsradius aufeinander treffen. Kann der Traveller seinen Kontrahenten nicht mit der Aufzählung  gesehnen Reisezielen beeindrucken, so greift er zu seinen Sprachkenntnissen. Als Sieger geht hier derjenige hervor, der von den meisten Sprachen ein paar Brocken beherrscht. Am Wichtigsten sind hier die essenziellen Worte „ja“, „nein“, „danke“ und „Bier“. Diese bringt man in dem Resort auch großzügig zum Einsatz. Verschönert wird die ganz Atmosphäre dann noch durch europäische Musik, welche aus den unentbehrlichen iPods (natürlich das neuste Modell) oder den Mac-Notebooks dröhnen, welche auch in keiner Travellerausrüstung fehlen sollten. (Vor allem in ärmeren Ländern haben sich diese bewährt, um vor den Augen der Eingeborenen ein gewisses Niveau zu halten.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit:&lt;br /&gt;Der typische Traveller ist ein wandelndes Paradoxon. Er sucht er die Abenteuer, weitab von der Zivilisation, geht aber nur dorthin, wo er entweder andere Traveller trifft, oder er geht gleich in grossen Gruppen los.  Die technisierte Welt, die er eigentlich verlassen will schleppt er sie immer und überall mit sich herum und schafft sich ein Umfeld wie zu Hause (dort ist es ja auch am Schönsten). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbstreflektion:&lt;br /&gt;Glücklicher Weise lege ich großen Wert darauf mich von den normalen Travellern zu unterscheiden. Andererseits bin ich auch kein Tourist, sondern eher ein Angepasster Emmigrant. Da ich die Zusammenrottung von Travellern und Touristen so wenig leiden mag, suche ich sie regelmäßig auf, trinke Bier und übertrumpfe noch jeden Traveller mit meinen Geschichten, mit dem indonesischen Personal rede dabei ich ausschließlich in der Landessprache auch wenn es englisch oder deutsch vesteht. So kann ich Indonesier wie auch Traveler beindrucken. Letztendlich habe ich ja einen Ruf zu verlieren. In meinen Haus mag ich auf den meisten europäischen Luxus nicht verzichten…..man macht es sich eben so schön wie zu Hause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt nur die Frage:&lt;br /&gt;Was mache ich, wenn ich in einer Woche meine Zelte abbreche und nach Deutschland zurück fahre? Ich weiß…..dann wird ich einfach Traveller!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-8243869742928035502?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/8243869742928035502/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=8243869742928035502&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8243869742928035502'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8243869742928035502'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/10/traveller.html' title='Traveller'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SQFBNO4TRrI/AAAAAAAAAXI/B7MptacLQBE/s72-c/CIMG3692.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-7701730975631135200</id><published>2008-10-15T07:07:00.005+01:00</published><updated>2008-10-29T06:02:29.244+01:00</updated><title type='text'>Airlines</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SPWL9K50JgI/AAAAAAAAAWw/kOwmklO5Pn4/s1600-h/Ja+genau.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; 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Die derzeit einzige Flugverbindung geht mit der Airline „Garuda“ nach Makassar. Von dort wollten wir mit „Wings“ weiter nach Palu. Normalerweise bereitet die Airline „Wings“, die immer noch alte Maschinen von Douglas fliegen („Werden die immer noch gebaut?“ Zitat: Firefly (Joss Wedon)) das größer Unbehagen. Runtergekommen sind sie bisher alle!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Garuda hingegen steht im Ruf die größte und Zuverlässigste Airline zu sein. Sie flog bis vor kurzen sogar nach Frankfurt, bis dort die Sicherheitsbestimmungen für ausländische Airlines verstärkt wurden. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Garuda ist ein Name mit Tradition, besonders für eine Airline beeindruckend. Der Name entstammt ursprünglich der Ramayanasage.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SPWS1XVAhJI/AAAAAAAAAW4/hUwJbKDqdm4/s1600-h/CIMG3513.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 135px; height: 186px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SPWS1XVAhJI/AAAAAAAAAW4/hUwJbKDqdm4/s200/CIMG3513.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5257269585517773970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Hier die Kurzfassung: &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ramayanas junge Geliebte wurde vom Oberbösen gekidnapt. Die dumme Gans den sicheren Schutzkreis verlassen um das zuckersüße Kitz (der verwandelte Bösewicht) zu streicheln. Ramayana will nun sein Mädel unbedingt wieder haben. (Ich frage mich zu diesem Zeitpunkt immer, wie sich sein Volk evolutionär entwickelt hätte, wenn er hier beschlossen hätte eine klügere Frau zu nehmen?) Da er den Oberbösen nicht besiegen kann ruft er Garuda. Nach kurzen hin und her bringt dieser auf seinem Rücken den weißen Affenkönig, der in bester Actionfilmmanier die Bösen besiegt, die Tussi rettet und den Palast des bösen Abfackelt. Happy End!&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dieses Stück wurde auch auf der Bühne vor dem Swimmingpool in unserem überteuerten Tagungshotel aufgeführt. Garuda hatte einen beeindruckenden Auftritt. Er flog förmlich über die Bühne. Kritische Stimmen aus dem Publikum meinten jedoch, dass er eigentlich jetzt ins Wasser stürzen und 200 Passagiere mit in den Tod reißen müsste. Aber es war wohl eher doch kein Kabarett und d&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;er Schauspieler war zuverlässiger als die Airline.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zurück zum Flieger, in welchem Bernhard und ich saßen. Wir standen schon auf dem Rollfeld, als mir auffiel, dass mein Taschenmesser mit der 10 cm Springklinge sich versehentlich noch im Handgepäck befindet. (Ich muss an den zwei Kontrollen einfach Glück gehabt haben.) Was solls? Mental bereiteten wir uns gerade auf den Start vor, als…nichts dergleichen passierte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Kurz darauf folgte die Ansage, es gäbe technische Probleme und wir müssten einfach etwas warten. Also stiegen wir aus und gammelten im Flughafengebäude herum. „In zehn Minuten ist sicher alles repariert, hier haben sie zwei Essensgutscheine, kommen sie nachher wieder.“ N&lt;/p&gt; &lt;p class="MsoNormal"&gt;ach einer Stunde (die insgesamt drei mal 10 Minuten dauerte), gestand man uns endlich, dass der Flug nicht vor 13 Uhr abheben würde. Damit war es Unmöglich unseren Anschlussflug in Makassar zu bekommen. Also gingen wir spontan ins Management von Garuda und fragten nach. Wir boten an in Dempasar zu bleiben und erst später, wenn wir eine neue Verbindung hätten wieder im Flughafen aufzutauchen (Ich hatte mich erfolgreich am Surfen versucht und sogleich meine erste große Welle gestanden. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich sowieso jedem der sie nicht hören will erzählen werde.), aber davo&lt;/p&gt; &lt;p class="MsoNormal"&gt;n wollte man nichts wissen. Alles kein Problem. Wir könnten einfach die nächste Verbindung nehmen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Mit etwas Unbehagen und nachdem mein Taschenmesser und ich die Sicherheitskontrollen sieben weitere Male passiert hatten, stiegen wir ins Flugzeug. In diesen Momenten hoffe ich immer, dass sie nicht nur Kaugummi zum Reparieren genommen haben. Das Sicherheitsballet, der hübschen Stewardessen beruhigte mich kein Bisschen. Mal ehrlich, von wie vielen erfolgreichen Notwasserungen haben Sie bisher gehört? Und wie viele davon fanden auf Festland statt?&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nach einer Stunde Flug landeten wir erfolgreich in Makassar. Ich war drauf und dran dem Piloten dafür zu applaudieren, konnte mich aber im letzen Moment &lt;/p&gt; &lt;p class="MsoNormal"&gt;noch zusammenreißen. In dem niegelnagelneuen internationalen Terminal schlief uns erstmal das Gesicht ein. Wir hätten es besser wissen müssen. Der Flug war weg und der nächste voll Ausgebucht. Also warteten wir ein paar Stunden und hofften das Personal sucht eine Lösung. Aber alles was sie herausfanden war, dass es keine Plätze mehr für die nächsten drei Tage gebe. Wir könnten aber im Standby auf dem Flughafen bleiben und vielleicht nachrutschen. Das war der Moment, wo uns endgültig der Kragen platzte. Unverzüglich stellten wir, ein Ultimatum auf den Erhalt eines Tickets für den morgigen Tag bis 17 Uhr, oder sie würden uns den Rückflug nach Denpasar um 17.30 Uhr bezahlen müssen. Der Wechsel uns&lt;/p&gt; &lt;p class="MsoNormal"&gt;erer Verhandlungspolitik zeigte schlagartig Erfolge. Irgendwie schaffte es ein Angestellter der Fluglinie zwei Tickets aufzutreiben und die beiden Bullehs (Bleichgesichter) waren beruhigt. Jedenfalls solange bis wir um 19 Uhr immer noch im Flughafen standen und sich niemand um ein Hotel kümmerte. Wir wurden wie schon den ganzen Tag auf nachher vertröstet. Inzwischen hatte eine indonesische Kollegin, der wir von unseren Erfahrungen berichtet hatten, auch mit der Faust auf den Tisch gehauen und war Minuten später in Besitz eines Tickets. Alle anderen Passagiere mit dem gleichen Schicksal warteten immer noch geduldig. Warum muss man immer erst wütend werden?&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Um 20 Uhr betraten wir endlich ein Hotel. Die meisten Indonesier beeilten sich und drängelten sich nach typisch indonesischer Art vor. Zum Glück. Ich hatte das Gebäude kaum betreten, da war mir schon klar, Hier bleib ich nicht! Nach kurzer Diskussion mit dem Fluggesellschaftmitarbeiter, wurden wir, sowie unsere indonesischer Kollegin wieder an den Flughafen gefahren, wo wir eine weitere halbe Stunde warteten. Kurz nach 21 Uhr wurden wir dann im neusten und teuersten fünf Sterne Hotel der Stadt eingecheckt, bekamen ein Abendessen und Frühstückgutscheine. Na bitte es geht doch. Warum muss man immer erst wütend werden?&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Als ich, nach einer entspannenden heißen Dusche, im Aufzug zum Abendessen hinab fuhr, traf ich dort ein paar andere europäische Touristen. Sie waren mit mir im verspäteten Flieger gewesen. Was machten sie schon hier? Nach einem kurzen Gespräch fand ich heraus, dass sie schon seit 3 Uhr da waren und man hatte ihnen auch ihre Tickets für den Weiterflug gebracht.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Verdammt!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Warum kann ich immer meine Klappe nicht halten? &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SPWYadO9_cI/AAAAAAAAAXA/tKUOBgiwGl4/s1600-h/Das+h%C3%A4lt+man+von+Vorschl%C3%A4gen.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SPWYadO9_cI/AAAAAAAAAXA/tKUOBgiwGl4/s200/Das+h%C3%A4lt+man+von+Vorschl%C3%A4gen.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5257275720316353986" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-7701730975631135200?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/7701730975631135200/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=7701730975631135200&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7701730975631135200'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7701730975631135200'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/10/airlines.html' title='Airlines'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SPWL9K50JgI/AAAAAAAAAWw/kOwmklO5Pn4/s72-c/Ja+genau.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-8334647162348229167</id><published>2008-10-12T10:51:00.002+01:00</published><updated>2008-10-14T04:17:31.837+01:00</updated><title type='text'>Bali - Fortsetzung</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SPQPNx_jy9I/AAAAAAAAAWo/oEpfARWMbeI/s1600-h/CIMG3509.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SPQPNx_jy9I/AAAAAAAAAWo/oEpfARWMbeI/s320/CIMG3509.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5256843394480851922" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;Bali ist voller Kultur und voller Touristen. Zu vermuten, dass hier eine Korrelation besteht, ist, als würde man noch an den Weihnachtsmann glauben. Die Touristen kommen nach Bali wegen den Stränden und den Wellen. Zumindest von den Surfern kann man das behaupten. Einige bleiben als Aussteiger. Doch das Business im Kampf um die Touristen ist hart und schon bald stellen die Aussteiger fest, dass sie sich eben jenen Touristen anbiedern müssen, aus deren System sie aussteigen wollten. Nur wenige schaffen es. Die Zwänge und Netzwerke die man hier pflegen muss, will man denn Geld verdienen sind um ein vielfaches höher als in Deutschland. Nicht das das Leben in Bali nicht angenehm wäre. Solange man Geld hat und nicht arbeiten muss, ist es so. Hat man nun alles Geld dort gelassen, sollte man besser wieder gehen. It´s all about the money.&lt;br /&gt;Doch kehren wir zum ursprünglichen Thema zurück. Weswegen kommen die Touristen nach Bali? Die Antwort ist: Ausspannen, Leberintoxikation und Sex. In Bali wird vermutlich mehr Alkohol vernichtet als im restlichen Indonesien und Sex kann man hier in allen Formen erhalten. Klappst halt aufgrund körperlicher Unzulänglichkeiten nicht mit der hübschen Touristin, so stehen dutzende Balinesierinnen gerne zu Diensten. Die meisten verlangen Geld. Bei vielen reichen aber auch schon Versprechungen. Wer würde nicht alles tun wenn das güldene Leben im reichen Europa lockt?&lt;br /&gt;Oder soll es ein Knabe sein? Kein Problem! Hier trifft man alles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-8334647162348229167?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/8334647162348229167/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=8334647162348229167&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8334647162348229167'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8334647162348229167'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/10/bali-fortsetzung.html' title='Bali - Fortsetzung'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SPQPNx_jy9I/AAAAAAAAAWo/oEpfARWMbeI/s72-c/CIMG3509.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-2270444741461717982</id><published>2008-10-07T09:08:00.002+01:00</published><updated>2008-10-14T04:01:52.529+01:00</updated><title type='text'>Bali</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SPQKyW3hDQI/AAAAAAAAAWg/Zpm2Iqdhc30/s1600-h/CIMG3486.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SPQKyW3hDQI/AAAAAAAAAWg/Zpm2Iqdhc30/s320/CIMG3486.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5256838525296381186" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es ist wie ein Heimkehren auf altbekannten Wegen. Nach dem Stress der vergangen Tage, jener welcher einem auf Dauer die Haare ausfallen lässt, lande ich endlich wieder in Indonesien. Schlagartig senkt sich die indonesische Gelassenheit über mich hherüger und bildet einen Schutzschild der Seele.&lt;br /&gt;Während es in Deutschland hieß: Termine und Zeitdruck leiden, bis zu: Das muss noch fertig werden  egal wie, heißt es in Indonesien: pelan pelan (langsam). Sich dagegen wehren zu wollen, ist vom Anfang an zum Scheitern verurteilt und macht sowieso keinen Sinn. Also passt man sich einfach an und erkennt die heilsame Wirkung dieser beiden kleinen Worte. Denn sie bedeuten nichts anders als: Einfach mal Durchatmen!&lt;br /&gt;Das war noch in Denpasar am Flughafen. Ein Taxifahrer bietet mir sein Handy an und fährt mich, vollkommen ohne mich um den Fahrpreis zu bescheißen zu dem Hotel, welches ich über sein Handy von Oliver erfrage. Es ist Idul Fitri – höchster islamischer Feiertag. Das heißt Mohammeds Heerscharen auf Urlaub. Wie Treiberameisen fallen sie über die von den einheimischen Deutschen besiedelten Hotels her, vertreiben die ureingeborenen Australier von den Stränden und überfüllen in kürze die ganze Stadt. Oliver hat Stunden gebraucht dieses kleine aber niedliche Hotel zu finden. Da ich Indonesien kenne, fühle ich mich sofort wohl. Vermutlich würden deutsche Touristen hier nicht einziehen, was vermutlich zu diesem Wohlbefinden beiträgt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...to be continued&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-2270444741461717982?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/2270444741461717982/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=2270444741461717982&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2270444741461717982'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2270444741461717982'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/10/bali.html' title='Bali'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SPQKyW3hDQI/AAAAAAAAAWg/Zpm2Iqdhc30/s72-c/CIMG3486.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-4718476619435340192</id><published>2008-06-30T10:57:00.002+01:00</published><updated>2008-06-30T10:58:29.582+01:00</updated><title type='text'>Unterwegs</title><content type='html'>Damit ihr mal einen Eindruck davon bekommt im Regenwald unterwegs zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;script type="text/javascript" src="http://de.sevenload.com/pl/0TQLpWb/500x408"&gt;&lt;/script&gt;&lt;p&gt;Link: &lt;a href="http://de.sevenload.com/videos/0TQLpWb-Motorradstory-I" title="Motorradstory I"&gt;sevenload.com&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-4718476619435340192?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/4718476619435340192/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=4718476619435340192&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/4718476619435340192'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/4718476619435340192'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/06/unterwegs.html' title='Unterwegs'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-7387525994653435207</id><published>2008-06-20T09:06:00.001+01:00</published><updated>2008-06-20T09:08:16.367+01:00</updated><title type='text'>Aufschwung Palu – Globalisierungserfolge</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Es ist erstaunlich, wie schnell sich eine Stadt verändern kann. Das Palu, das ich kannte existiert bald nicht mehr. Die Stadt schraubt sich in mit Schwindel erregender Geschwindigkeit nach oben in der Spirale unserer globalisierten Welt. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Als ich wieder kam konnte ich ganze Straßenzüge nur schwer wieder erkennen. Gestrichene Häuserfassaden, neue Geschäfte mit Luxusartikeln und jede Menge Hotelrohbaue erwarteten mich. Selbst auf dem Weg in die entlegenen Dörfer wurde ich überrascht. Alle Hauptstraßen die aus Palu führen werden mit Mittelmarkierungen versehen. Eine gewaltige Investition, für ein Land in dem diese Markierungen nur kosmetischen Effekt haben.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Alle spüren den Druck der Globalisierung, alle Produkte des täglichen Bedarfs werden teuerer. Am härtesten trifft die einfachen Indonesier, die Erhöhung der wichtigsten beiden Grundbedürfnisse Reis und Benzin. Trotz immenser Subventionen mussten auch hier die Preise von 4.500 Rp. auf 6.000 Rp. pro Liter angehoben werden.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Trotz das sich alle Indonesier aufgrund dieser Erhöhungen beklagen, haben viele mehr Geld für Luxusartikel in der Tasche. Und hat man es nicht, so hilft sich der Mittelstand mit der Aufnahme eines Kleinkredits. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und wofür gibt man das Geld letztendlich aus? Ganz einfach: teuere Handys, Computer und sportliche und vor allem große Motorräder. Nicht, dass ich gerade letzteres nicht verstehen könnte, so staune ich wie sich das Straßenbild in den letzten Jahren so ändern konnte, dass einstige „Luxusmotorräder“ jetzt normal verbreitete Mittelklasse sind. Die Oberklasse fährt Luxuskarossen, die auch in Deutschland ab 50.000€ aufwärts kosten. Ich habe sogar eine BMW-Niederlassung in Palu finden können. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ja, so seltsam ist die Welt. Auf der einen Seite denken unsere Assistenten wir sind reich, aber auf der anderen Seite beeindrucken sie mich wirklich mit ihren Handys, die durchweg, ein Vielfaches von meinem gekostet haben. Und ich weiß was sie verdienen, schließlich bezahle ich sie. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das Silae Beach, ein Restaurant von durchaus europäischen Standart, der sich vor allem in den Preisen bemerkbar macht, baut schon seit einem Jahr an einem Hotel, welches nun fast fertig gestellt ist. Eine Suite umfasste eine halbe Etage, mit voll verglaster Fassade für sich allein. Dies Garantiert einen Panoramablick auf den blauen Pool und die braune Bucht von Palu. Eine gigantische Klimaanlage garantiert, dass sich die Sonne bei so einer Fensterfläche nicht negativ auswirkt. Ich habe gefragt. Die Preise für eine Nacht in diesem Hotel sollen bei 1 Mio. Rp. pro Nacht liegen. Dem Monatsgehalt meines Assistenten. Palu bereitet sich anscheinend auf den Tourismus vor. Unweit vom Silea Beach habe ich einen neuen Jetskiverleih gefunden, welcher bestimmt ein Renner für die benachbarte Apotheke werden wird, wenn sie Antibiotika an die ins braune Wasser gefallenen Touristen verkauft. Eine weitere Attraktion ist ein Verleih von Crossmotorrädern für die hiesige durchaus anspruchsvolle Crossstrecke, welche sich manchmal jedoch nur durch die nicht vorhandene weiße Markierung von einer normalen Straße unterscheidet. Aber auch daran wird gebaut. Überall stopft man Schlaglöcher mit Teer, Steinen oder einer kleinen Fahne die in die Mitte gesteckt wird. Die Straßen werden sicherer. In den Bergen gräbt man mit schwerem Gerät den Hang ab, um sich vor Erdrutschen zu schützen. Leider wird die Arbeit von andauernden Erdrutschen behindert. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ein weiter durchaus nicht unangenehmer Effekt des Booms sind die vielen Englischkurse die überall angeboten werden. Leider bieten diese Kurse gleichzeitig nicht genügend dressierte Ausländer mit denen man sich auf Englisch unterhalten kann, weswegen gerne in den Straßen nach offensichtlichen Touristen Ausschau gehalten wird. Leider verrät mich trotz ausgiebiger Bräune mein Hautton. Oder ist es mein Bart? Auch meine vielen Beteuerungen auf Indonesisch retten mich nicht. Ich bin gern gesehenes Übungsobjekt. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Aufschwung Palu – und jeder will dabei sein. Eine allgemeine Motivation geht durch die Stadt. Auch mich packt es. Morgen kaufe ich mir einen Topf weiße Farbe und male mir dann eine Mittelmarkierung auf meine Einfahrt. Genau.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-7387525994653435207?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/7387525994653435207/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=7387525994653435207&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7387525994653435207'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7387525994653435207'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/06/aufschwung-palu-globalisierungserfolge.html' title='Aufschwung Palu – Globalisierungserfolge'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-3903166806594406876</id><published>2008-06-15T16:55:00.010+01:00</published><updated>2008-06-16T12:11:14.974+01:00</updated><title type='text'>Bilder sagen mehr als Worte</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFZHncJF99I/AAAAAAAAAQk/dLZDKuiENLs/s1600-h/Palu.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFZHncJF99I/AAAAAAAAAQk/dLZDKuiENLs/s200/Palu.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5212432361622730706" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Palu von oben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFZD6Kz746I/AAAAAAAAAQc/cRyA9kLHSVE/s1600-h/Palolo+Eddis+Garten.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFZD6Kz746I/AAAAAAAAAQc/cRyA9kLHSVE/s200/Palolo+Eddis+Garten.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5212428285341590434" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Palolotal&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFZBIf507wI/AAAAAAAAAQU/Ylto0wy-iT4/s1600-h/Pak+Jasman.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFZBIf507wI/AAAAAAAAAQU/Ylto0wy-iT4/s200/Pak+Jasman.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5212425232986730242" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;mitten im Regenwald&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFY-VyU9UEI/AAAAAAAAAQM/3Y7rrnIhmAQ/s1600-h/Pak+Fiktor.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFY-VyU9UEI/AAAAAAAAAQM/3Y7rrnIhmAQ/s200/Pak+Fiktor.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5212422162735779906" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;ein Bachlauf&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a style="color: rgb(0, 0, 0);" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFYzuew4YmI/AAAAAAAAAP8/vDYcCdQ9FeU/s1600-h/Palolo.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFYzuew4YmI/AAAAAAAAAP8/vDYcCdQ9FeU/s200/Palolo.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5212410492353012322" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Morgennebel im Palolotal&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-3903166806594406876?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/3903166806594406876/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=3903166806594406876&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/3903166806594406876'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/3903166806594406876'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/06/bilder-sagen-mehr-als-worte.html' title='Bilder sagen mehr als Worte'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFZHncJF99I/AAAAAAAAAQk/dLZDKuiENLs/s72-c/Palu.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-2223935498391360787</id><published>2008-06-15T15:48:00.004+01:00</published><updated>2008-06-15T16:54:25.442+01:00</updated><title type='text'>Arbeitstage</title><content type='html'>Zentral Sulawesi 18 Uhr: Kakaoplantage mitten im Lore Lindu National Park.&lt;br /&gt;Regen.&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFUv7US9OwI/AAAAAAAAAPM/i4n8YZu1hRg/s1600-h/CIMG2737.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFUv7US9OwI/AAAAAAAAAPM/i4n8YZu1hRg/s320/CIMG2737.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5212124839858223874" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Warum tue ich mir das Alles nur an?“ Ein fingerstarker Rinnsaal ergießt sich konstant von meiner Hutkrempe. Egal. Ich bin nass bin in die Unterhose; trotz Regenkleidung. „Warum konnte ich auch nicht wo anders auf der Welt Arbeiten? In Afrika zum Beispiel. Da ist es warm! Aber nein es musste Regenwald sein!“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Es ist mal wieder einer dieser Tage. Arul, mein Assistent, schnauft gequält auf; der Edding, mit dem er die Proben, welche ich ihm reiche, markieren will, hat längst seinen Dienst quittiert. Ich weiß ja; ich habe vorhin darauf gedrängt, die zwei entlegensten Plantagen im Gebirge heute Abend noch zu besuchen, obwohl der Regen als wir 16 Uhr in unserem Quartier ankamen schon absehbar war. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dunkel und nass. Das ist es jetzt. Im Finsteren rutschen wir unseren Weg mehr als das wir ihn gehen zurück ins Tal. Das es mir ins Gesicht regnet ist mir nun auch egal, als ich auf das Motorrad steige und zurück zu unserer Unterkunft fahre. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ein kaltes Bad und einen heißen Kaffe später versuche ich für den Rest des Abends zu verdrängen, dass weder die Stiefel noch die Kleidung über die Nacht trocknen werden.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Nach einer indonesischen Nacht, was in diesem Falle bedeutet, viel zu kurz, eine Lampe im Gesicht und auf einer immer noch viel zu harten Kokosmatratze, zeigt sich, dass ich recht behalten werde. Aber Kopi dulu (erstmal ein Kaffee). Und die Sachen werden nachher auch am Körper trocknen. Spätestens wenn es in der Mittagssonne heiß wird oder wir die schlammigen Pfade die Bergrücken raufkeuchen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Viel haben wir heute noch vor. Alle Proben wollen in den 21 Kakaoplantagen (ok…nur noch 19 seit gestern Nacht) abgesammelt und innerhalb der nächsten zwei Tage im Labor bearbeitet werden, sonst verderben sie.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFUzgTmWDWI/AAAAAAAAAPU/JlgzA9XhfNM/s1600-h/CIMG2777.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFUzgTmWDWI/AAAAAAAAAPU/JlgzA9XhfNM/s320/CIMG2777.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5212128773861150050" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;12 Uhr Mittag: Wir liegen aber durch unsere Vorarbeit gut in der Zeit. Wenn es nur nicht regnet! Sieben Plantagen sind schon geschafft mit den zwei von Gestern sind es neun. Also noch 10 to go. Das Mittagessen fällt aus, oder sagen wir es fällt uns vom Baum in den Schoß. In Form einer leckeren Jeruk (Zitrusfrucht), welche Arul mit einer Bambusstange vom Ast schlägt. Wir hocken uns indonesisch nebeneinander und teilen sie auf. Sie ist süß und saftig. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nach sechs weiteren Plantagen geht die Uhr auf die 4 zu und ich kann, mag oder will eigentlich nicht mehr. Die letzen sechs Plantagen liegen auf der unteren Seite des Tales, an unserem Quartier vorbei. Aber noch es regnet nicht. Die feuchten Klamotten haben als wir an der Hütte ankommen längst das Regenwasser durch Schweiß ersetzt sonst hat sich an ihrem Zustand nichts geändert. Wir deponieren die bisherigen Proben und brechen zum Erstaunen der Wirte wieder auf. 6 to go. Und es regnet noch nicht. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Es geht wieder bergauf durch den Regenwald. Die Moppets haben wir vor dem Bach zurückgelassen. Ich filme den Aufstieg. Glücklicher Weise sieht man so nur meinen Assistenten und nicht mich. Mit jeder geschafften Plantage steigt der Grad der Erschöpfung umgekehrt proportional zur Motivation. Aber noch ist Licht am Horizont. Oder sagen wir: es verschwindet dahinter. Arul grinst mich an. Noch zwei Untersuchungsflächen abzugrasen und es regnet immer noch nicht. Wir können es schaffen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;In der nächsten Plantage fahren wir mit den Moppets ein und arbeiten im Licht unserer Scheinwerfer und einer Notfalltaschenlampe. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wo ein Weg ist, ist auch ein Moppet. Die Sonne ist längst untergegangen, als wir die letzte Plantage beenden. Es hat nicht geregnet. Also zurück zur Unterkunft!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ein kaltes Bad und einen heißen Kaffee später, packen wir unsere Sachen. Die Wirte haben sich an das Staunen längst gewöhnt. Schließlich arbeiten, wir bei Regen und bis in die Nacht. Warum sollen wir nicht jetzt auch noch nach Palu zurückfahren. Wir sind erschöpft aber erfolgreich. Alle Plantagen innerhalb von 24 Stunden!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;10 Uhr Nachts: Ankunft in Palu:&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Warum tue ich mir das Alles nur an?“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;--------&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;„Weil ich mich ärgern würde es nicht zu tun! Wir sind die Größten!"&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-2223935498391360787?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/2223935498391360787/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=2223935498391360787&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2223935498391360787'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2223935498391360787'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/06/arbeitstage.html' title='Arbeitstage'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFUv7US9OwI/AAAAAAAAAPM/i4n8YZu1hRg/s72-c/CIMG2737.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-8268258624013496084</id><published>2008-06-04T08:23:00.003+01:00</published><updated>2008-06-15T16:53:23.420+01:00</updated><title type='text'>Die Welt der Gerüche – Nasalfetischismus</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFU3Nu9G6bI/AAAAAAAAAPc/1fdilafE6ME/s1600-h/CIMG2510.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFU3Nu9G6bI/AAAAAAAAAPc/1fdilafE6ME/s200/CIMG2510.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5212132852833380786" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es ist beeindruckend wie unsere Erlebniswelt mit Geruchseindrücken verknüpft ist. So hat Palu für mich, seinen ganz eigenen Geruch. Die Drückende Hitze vereint ein Gemisch aus Zigaretten, Motorradabgasen, Staub, verbrennenden Müll sowie einer Note gammligen Fisch aus der offenen Kanalisation. Das ist eindeutig Palu. Nur manchmal, in der Duriansaison, mischt sich diese Komposition noch mit dem Geruch dieser Aromatischen Frucht, welche umgangssprachlich liebevoll Stinkfrucht genannt wird, weil deren Geruch zu Recht mit den Ausdünstungen faulender Socken verglichen werden kann.   &lt;p class="MsoNormal"&gt;In Katmandu kann man die Armut beispielsweise ähnlich riechen, wobei dort eher Räucherstäbchen über Nelkenzigaretten dominieren. Es fiel mir zum ersten Male auf, als ich mit dem Moppet durch die Stadt rauschte. Bis hier hin hatte die Reise meine Nase also geführt. Und sie würde mich noch weiter führen, in eine Welt voller Gerüche und damit verknüpfter Erinnerungen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wenige Tage später, saß ich mit meinem gerade erneuerten Führerschein auf meinem voll beladenen Moppet und rauschte in die Berge. Feldarbeit stand an. Ich musste Untersuchungsflächen besuchen, Minigewächshäuser errichten, Pflanzen kaufen und anziehen. Also Goodbye Zivilisation! Hier gibt es noch eine Welt ohne Handys, ohne Internet, (manchmal) ohne Strom. Wahrscheinlich können sich das viele heute gar nicht mehr vorstellen…&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ich bin noch fern von meinem Zieldorf Toro, da rieche ich schon den Regenwald. Feuchter frisch rottender Boden, in einer kühlen Briese die nach frischem Chlorophyll riecht. Ich müsste die Augen gar nicht öffnen und würde wissen: Das ist Regenwald. Leider geben die Straßenverhältnisse diesen Experimentalversuch nicht her. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zwischen drin wie schmerzhafte Wunden auf den Schleimhäuten, Brandrodungen gefolgt vom Geruch nasser Erde. Das sind Erdrutsche, die wieder einmal die gesamte Straße hinwegrafften. &lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Weiter oben mischt sich der Geruch warmen Asphalts mit den Moppetabgasen und der leicht säuerlichen Note fermentierenden Kakaos. Man könnte jetzt denken das sei ekelig, aber für viele hier ist es der Geruch des Geldes. Welches vor jedem Haus entlang der Straße in der Sonne liegt um zu trocknen. Es ist Haupterntezeit!&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFU6oK8TBaI/AAAAAAAAAPk/o-OrojRLk00/s1600-h/CIMG2484.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFU6oK8TBaI/AAAAAAAAAPk/o-OrojRLk00/s320/CIMG2484.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5212136605557654946" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Für mich ist es der Geruch der indonesischen Berge. Nur hier wo die klimatischen Verhältnisse für Kakao so optimal sind, dass die Kakaobauern dicht an dicht wohnen, findet man dieses Aroma in Indonesien. In Palu dagegen begegnet einen dieser Duft hingegen nur selten. Meist, wenn man einem voll mit Kakao beladenem LKW hinterher fährt, welcher den Kakao weiter in Containerschiffe verfrachtet. Schließt man dann die Augen, auch das sollte man hinter einem LKW in Palu nicht oft tun, fühlt man sich in die hiesigen Berge versetzt. Folgt man dem LKW weiter in Richtung Hafen, so mischt sich der paluer Duft mit dem Geruch des Salzwassers. Es gibt nichts schöneres als die Promenade am Meer entlang zu fahren und Palu zu verlassen damit man die Natur bewundern kann, während die gut asphaltierte Straße unter einem entlang gleitet und die salzhaltige Luft die Schleimhäute befreit. Das Meer hat einen ganz eigenen wohltuenden Geruch. Es macht glücklich.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-8268258624013496084?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/8268258624013496084/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=8268258624013496084&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8268258624013496084'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8268258624013496084'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/06/die-welt-der-gerche-nasalfetischismus.html' title='Die Welt der Gerüche – Nasalfetischismus'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SFU3Nu9G6bI/AAAAAAAAAPc/1fdilafE6ME/s72-c/CIMG2510.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-4652316943208002412</id><published>2008-05-25T05:53:00.001+01:00</published><updated>2008-05-25T06:08:45.939+01:00</updated><title type='text'>Ankunft in Palu – Wieder daheim</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Es ist wie eine Rückkehr in eine fremde Heimat. Die Tasche welche mein Handgepäck darstellt über der Schulter, den Lederhut auf dem Kopf steige ich aus dem Flugzeug. Auch Palu ist drückend heiß, doch die Luft ist um weites besser als der Smog Jakartas. Langsam schlendere ich über das Rollfeld, lasse alles auf mich wirken. Die Luft, die Landschaf, sich sinnlos beeilenden Indonesier, die unbedingt als Erste am Gepäckband warten wollen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Schon von weiten kann ich auf der Besucherempore mir winkende Gestallten ausmachen. Ein Lächeln schleicht sich in mein Gesicht. Man hat mich nicht vergessen. Ich werde abgeholt!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Heiner (mein Mitbewohner), sein Assistent und mein Freund Dudin, sowie der Fahrer Pak Alex fallen mir nacheinander in die Arme. Gleich darauf helfen sie mir meine Tasche, den schweren Rucksack, sowie&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;4 Pakete mit Labormaterial ins Auto zu hieven. Wir fahren in unser Haus…nach Hause.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Noch im Auto setze ich eine SMS an meinen Assistenten ab, dass ich morgen gerne mein heißgeliebtes Moppet, welches sich in seiner Verwahrung befindet, wieder hätte. Aber es ist gar nicht nötig. Es wartet schon samt Assistenten an der Haustür. Er hat die SMS noch nicht einmal bekommen. Ich stelle nur meine Sachen ins Haus. Es ist mir so vertraut und wir begrüßen uns. Ich verteile an meine Freunde kleine Geschenke. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dann habe ich Hunger. Der Flug war wie immer stark verspätet und ich habe den ganzen Tag außer dem Frühstück nichts gegessen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Mein Führerschein ist zwar abgelaufen, aber Tidak apa apa (das macht nichts). Mein Herz klopft als ich den Anlasser drücke. Sie springt an und schnurrt. Ich lächle zufrieden. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Heiner und ich fahren durch das nächtliche Palu in ein Rumah makan. Es ist der schönste Moment seit langem.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SDj0L901x_I/AAAAAAAAAPE/jU4Iq4zujbM/s1600-h/CIMG2213.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SDj0L901x_I/AAAAAAAAAPE/jU4Iq4zujbM/s320/CIMG2213.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5204177855838537714" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-4652316943208002412?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/4652316943208002412/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=4652316943208002412&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/4652316943208002412'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/4652316943208002412'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/05/ankunft-in-palu-wieder-daheim.html' title='Ankunft in Palu – Wieder daheim'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/SDj0L901x_I/AAAAAAAAAPE/jU4Iq4zujbM/s72-c/CIMG2213.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-5593138346132060084</id><published>2008-05-21T15:08:00.001+01:00</published><updated>2008-05-21T15:10:35.272+01:00</updated><title type='text'>Jakarta - lagi</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Als erstes schlägt mir die feuchte Hitze entgegen. Ein wahrer Segen für meine von den Klimaanlagen vertrockneten Schleimhäute. Süßlich steigt der schwere Dunst unzähliger Nelkenzigaretten der im ganzen Flughafen hängt in meine Nase und ein lächeln schleicht sich in mein Gesicht. Gerüche erinnern meist viel besser an Orte als nur Bilder. Das ist Indonesien! Langsam gehe ich an den leeren Raucherinseln vorbei, es wird ohnehin überall anders geraucht. Ob in der Schlange, auf der Wartebank, im Taxi, im Bus und vor aber nicht in der Raucherinsel. Ich habe sogar mal einen Raucher beim Aufstellen eines Rauchverbotsschildes gesehen. Es ist halt des Indonesiers liebstes Hobby und verbieten kann man es ihm nicht. Selbst wenn man es ihm verbietet. Indonesien ohne Nelkenzigaretten, das wäre wie Deutschland ohne Fußball. Man liebt es oder man hasst es, aber es gehört nun mal dazu. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Im Bus beginne ich meine ersten zaghaften Kontaktversuche mit der einheimischen Bevölkerung. Eigentlich hat der arme Mann mir nur eine einfache Frage auf Indonesisch gestellt, was mich nicht daran gehindert hat ihm ein Ohr abzukauen. Auf seine Frage wo ich denn herkomme, gab ich ihm nicht nur die Antwort auf diese, sondern auch schon die Antworten auf die Nächsten fünf Fragen. Ich komme aus Deutschland und will gerade nach Bogor dann weiter nach Palu, bin aber schon länger hier gewesen, spreche deshalb die Sprache. Des weitern sei ich nicht verheiratet, habe aber eine Freundin in Deutschland, aber prinzipiell nichts gegen die sehr hübschen Indonesierinnen. Eine solche Freundin könne ich mir vorstellen, sollte aber doch erstmal nur eine haben. Die ist ja schließlich auch genug. Nein sie würde es sicher auch nicht gut finden, wenn ich ihr nichts davon erzähle. Eine ist genug. Ansonsten bin ich noch Buddhist obwohl diese in Deutschland eine Minderheit sind (ich bediene mich noch immer gerne dieses Tricks um nicht als Kommunist zu gelten). Ich wollte ihm gerade noch weitere Details aus meiner Familie erzählen, da winkte er plötzlich ab und tat ganz unbeteiligt. Vermutlich hätte ich ihn erst seine zweite Frage stellen lassen sollen. So war tat er beleidigt und wollte nicht mehr.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-5593138346132060084?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/5593138346132060084/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=5593138346132060084&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/5593138346132060084'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/5593138346132060084'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/05/jakarta-lagi.html' title='Jakarta - lagi'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-7349302013584311238</id><published>2008-05-21T15:06:00.000+01:00</published><updated>2008-05-21T15:08:06.737+01:00</updated><title type='text'>Los gehts</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Es geht also wieder los, oder es ist schon losgegangen. Kurz nach Pfingsten, einer Zeit in der Leipzig immer mit vielen interessanten Menschen belebt wird, habe ich meine sieben Sachen zusammen gepackt und war wieder unterwegs. Es waren wirklich nur Sieben, oder sagen wir einfach Sieben auf die es mir ankommt: Flugticket, Reisepass, Kreditkarte müssen dabei sein. Auch mein Lederhut bewährt sich in dem Moment, als ich in Bogor aus dem Bus steige und Badewannen voll Wasser aus den Wolken fallen. Aber da sind wir noch nicht! Wir sind bei meiner Liste. Die letzten drei Dinge sind die Kamera, der Laptop und eine Wechselgarnitur. Das ist auch schon fast alles. Ansonsten besteht mein Gepäck aus Reagenzgläsern, Glasröhrchen, Luftfiltern, Nährlösungen und anderem Labormaterial, welches eben so wichtig ist wie ein paar Kleinigkeiten um meine Indonesischen Freunde und Assistenten zu erfreuen. Sie bestehen aus Schokolade, einer Stirnlampe, einer batterielosen Akkulampe, wichtigen Medikamenten und anderem Krimskrams. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Mit meinen sieben Sachen steige ich also in Erwartung einer ereignislosen, aber schlafreichen Fahrt in den ICE zum Flughafen nach Frankfurt. Leider wurde es kam es wie es kommen musste, schlaflos dafür ereignisreich. Ein pöbelnder Neunazi mit östereicher Akzent, welcher wohl gerade gefrustet vom WGT (Wave-Gothik-Treffen kam versuchte sich an einer Diskussion über Niveau, mit einem sich sehr gewählt ausdrückenden Deutschen fremdländiger Herkunft, indem er ein erstaunliches Repertoire an Pöbel und Schimpfwörtern auftischte. Die Aufforderung doch mal richtiges Deutsch zu lernen konnte ich postwendend zurückgeben. So macht Reisen jedenfalls Spaß (Vorsicht! Der Autor bedient sich der Ironie.)&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-7349302013584311238?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/7349302013584311238/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=7349302013584311238&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7349302013584311238'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7349302013584311238'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/05/los-gehts.html' title='Los gehts'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-7361648645618067151</id><published>2008-02-28T08:20:00.001+01:00</published><updated>2008-02-28T08:23:09.355+01:00</updated><title type='text'>Fernweh</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Als erstes, wenn man nach so langer Zeit wieder nach Hause kommt, macht man die Dinge, auf die man so lange hat verzichten müssen. Hier eine warme Dusche, da ein ordentliches Essen – nie wieder Reis! Das Leben könnte nicht schöner sein. Doch bald fallen einem die Kulturunterschiede wieder auf. Keiner interessiert sich mehr für einen. Dabei könnte man so schöne Geschichten erzählen. Und die paar die es am Ende doch interessiert hat haben die immer blumig werdenden Anekdoten spätestens nach dem dritten Mal satt. Spöttischere Zeitgenossen neigen nach der vierten Erzählung dazu, die Veränderung des dramaturgischen Verlaufes in Abhängigkeit von der Zeit die inzwischen vergangen ist, zu betrachten und versauen einem genau im Höhepunkt der Erzählung die Pointe, indem sie einen zurück auf den Teppich holen. Danke Freunde! Danke!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Irgendwann sitzt man dann da und blättert durch die alten Bilder. Und dabei geschieht etwas. Eine kleine Flamme erwächst tief in einem drinnen und nährt sich von den Erinnerungen die diese Bilder wachrufen. Dann schließt man die Augen, hört auf seinen Herzschlag und schon ist man wieder da. Auf dem Motorrad, links und rechts fließt der Regenwald an einem vorbei, der Geruch des feuchten Waldes steigt einem in die Nase. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dann öffnet man die Augen, hat Wehmut im Blick und verspürt auf einmal das Verlangen zur nächsten Mahlzeit Reis zu essen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das Fernweh ist geboren!&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-7361648645618067151?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/7361648645618067151/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=7361648645618067151&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7361648645618067151'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7361648645618067151'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2008/02/fernweh.html' title='Fernweh'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-680203468890213311</id><published>2007-07-05T15:16:00.000+01:00</published><updated>2007-07-05T15:21:38.493+01:00</updated><title type='text'>Herzlich Willkommen</title><content type='html'>Zwei Wochen ist es nun her, dass mich Deutschland Dienstagnacht wieder in seine Arme geschlossen hat. „Willkommen zu Hause!“ Sagte der Zöllner, nach einem kurzen Blick in meinen Pass. Ich musste unwillkürlich lächeln. Ja! Zu Hause.   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Endlich war ich wieder ganz normal. Ein normaler Reisender, voll bepackt mit einem Rucksack, einer Tasche, zwei Kühlboxen und einem Strohhut. Ganz normal eben. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Mühsam schleppte ich mein Gepäck in eine Gaststube. Ich war so aufgeregt, darüber, dass mich niemand beachtete, dass ich sofort der Kellnerin ein Gespräch aufdrücken musste. Schließlich sollte sie alles erfahren. Und bis zum Nachtzug nach Leipzig war noch ausreichend Zeit. Ich aß einen Wurstsalat und trank ein Bier. Einfach Herrlich! Endlich mal ein Bier. Etwas Abwechslung zu dem ganzen Rotwein und Whisky den ich während des Fluges vernichtet hatte. Mit jeder Minute die verging wurde das selige Lächeln auf meinem Gesicht etwas breiter. Zu Hause.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das bedeutet Stunden auf den Anschlusszug warten, welcher dann noch einmal unendlich länger auf dem Hauptbahnhof wartete, weil wiederum ein anderer Zug noch mehr Verspätung hatte. Dann stundenlanges Warten auf die Ankunft in Leipzig. Eine weitere Mitfahrerin, die mit den Worten „Ich habe aber hier reserviert! Sie sitzen auf meinem Platz!“ Das Abteil stürmt. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wie sagen die Plakate? „Das ist Deutschland!“ Sie lässt mich dann trotzdem sitzen, da das Abteil weitestgehend lehr ist. Nicht aber ohne ihre Handtasche in Sicherheit unter dem Arm geklemmt zu verwahren. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;In Leipzig kommt der Zug viel zu früh an. Unglaublich aber wahr. Er schafft es nicht einmal, trotz Schritttempo auf den letzten Kilometern, die aufgeholte Zeit zu verbummeln. Und wie ich mich so mit meiner Gepäcksammlung durch die engen Bahntüren zwänge und ins freie trete. Rempelt mich von hinten ein Türke an und rennt mich fast über den Haufen. Voll verschlafen hebe ich beide Hände beschwichtigend und sage lächeln: „Vorsicht! Vorsicht!“ „Hey pass doch auf Mann!“ Sein Kumpel ist aus dem Wagen gestiegen. „Hey sorry, aber der pennt noch halb. Warte mal ich helfe dir schnell!“ Sagt es und schnappt sich meine Kühlboxen. Die haben immerhin 15kg in Form meiner ganzen Pilzproben drin. Da bin ich nicht sauer. Wir laufen nebeneinander und unterhalten uns ein wenig. Auch das ist Deutschland! „Herzlich willkommen!“ sage ich mir. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Noch auf dem Bahnhof, während ich auf mein Privattaxi warte, mache ich einen Indonesier glücklich, indem ich ihn auf verdacht in Indonesisch anrede. Es entwickelt sich schnell ein ausgelassenes Gespräch. Lächelnd bedankt er sich und gesteht wie sehr es ihn freut fern von der Heimat in der Muttersprache angeredet zu werden. Ich kann ihn gut verstehen. Er ist auch gerade erst angekommen. „Herzlich willkommen in Deutschland!“&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-680203468890213311?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/680203468890213311/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=680203468890213311&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/680203468890213311'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/680203468890213311'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/07/herzlich-willkommen.html' title='Herzlich Willkommen'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-3202555300004417209</id><published>2007-06-13T11:02:00.000+01:00</published><updated>2007-06-13T12:03:32.990+01:00</updated><title type='text'>Abschiede</title><content type='html'>Ein letztes Mal bin ich auf der Straße nach Toro unterwegs. Ein letztes Mal werde ich die Versuchsfläche von Marena mitten in einer Kakaoplantag im Herzen Zentralsulawesis besuchen. Es ist ein seltsames Gefühl. Der Regenwald rauscht links und rechts an meinen Ohren vorbei, während ich mich mit dem Motorrad die Serpentinen hinauf zum Pass schraube. Das alles wird auch wenn es mir als das natürlichste auf der Welt erscheint, in einer Woche in die weiteste Ferne gerückt sein. Unvorstellbar, dass ich endlich heimkehre.&lt;br /&gt;Zu viele Gedanken lenken mich ab vom Geschehen. Die Straße fordert meine gesamte Aufmerksamkeit. Noch immer sind die Spuren der Erdrutsche, welche die starken Regenfälle der letzten Monate begleiteten zu sehen. Die Straße ist von dem hinab laufenden Wasser aufgerissen. Wo sich sonst immer ein dünner Rinnsaal seinen Weg über den Asphalt sucht, ist heute ein Bachbett. Aber solange man hier nicht auf die Idee kommt ein Wasserableitsystem zu graben, stopft man mit stoischer Gelassenheit immer wieder neue Steine in die Schlaglöcher. Das ist aber keine indonesische Besonderheit, dieses Verhalten lässt sich auch bei den Straßenreparaturen in manchen deutschen Gemeinden beobachten. Hier ist es halt ein wenig drastischer. Die Straße ist durch, die Erdrutsche halb weg gebrochen und wird um weiter fahren zu können tiefer in den Hang eingegraben. Asphalt findet man hier schon lange nicht mehr. Man ist froh, wenn man überhaupt irgendeinen Grund in der dickflüssigen braunen Schlammmasse findet, welche den Straßenverlauf markiert.&lt;br /&gt;Sobald ich den Pass erreicht habe, wird die Luft erheblich besser. Es ist frische Bergregenwaldluft. Immer wieder ein Genuss. Wenn ich genauer darüber nachdenke, muss ein Jahr in einer indonesischen Großstadt zu leben in etwa so gesundheitschädlich sein wie 5 Jahre zu rauchen. Den meisten Indonesiern ist das egal, sie machen beides.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rm_OBD9eEKI/AAAAAAAAAO8/FkwM4yz0JUY/s1600-h/CIMG1882.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rm_OBD9eEKI/AAAAAAAAAO8/FkwM4yz0JUY/s320/CIMG1882.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5075501822708158626" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kaum bin ich zusammen mit meinem Assistenten Arul in Toro angekommen und steige gerade die Treppe zur Terrasse empor, fragt mich Rajab, der Toro-STORMA-Koch: „Mau minum Kopi?“ (Willst du einen Kaffee trinken?) Natürlich bejahe ich und natürlich bekomme ich, noch bevor ich es aussprechen kann einen großen Kaffeepot auf die Terrasse gestellt.&lt;br /&gt;Es sind jede Menge indonesische Assistenten da und es bildet sich schnell eine nette Gesprächsrunde. Ich schnappe mir Man und bestelle bei ihm einen Kanister Sanguer (Palmwein ähnlich Federweißer) für den Abend. Bei Rajab bestelle ich mein Lieblingschili aus Manado. Es ist mit frischen Tomaten, süßen roten Zwiebelchen, Limette und natürlich Chili und schmeckt richtig zubereitet einfach herrlich. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rm_FvD9eEII/AAAAAAAAAOs/SS-YHfAbW5Y/s1600-h/CIMG1864.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rm_FvD9eEII/AAAAAAAAAOs/SS-YHfAbW5Y/s400/CIMG1864.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5075492717377491074" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Aber noch ist es nicht Abend. Arul ist eben so ein begeisterter Bergsteiger wie ich und so habe ich ihm versprochen, wir wandern noch etwas. So laufen wir ins Ponotal und folgen dort dem Ponofluss bergauf. Auf dem Weg begegnen uns ein paar seltenere Tiere, wie beispielsweise ein wandelndes Blatt. Arul hat noch nie eines in seinem Leben gesehen und hört interessiert meinem spontanem Vortrag über diese Tiergruppe. Insgesamt ist er sehr an der Natur interessiert. Ich erkläre ihm gerne alles was ich weiß, aber insgeheim bin ich wieder einmal über den hiesigen Baccalorabschluss entsetzt. Arul hat einen in Agrawissenschaften. Wir sehen schöne Landschaften und ich bin froh, dass ich einen Kompass dabei habe, denn hier oben war ich noch nie und es wird schnell dunkel im Regenwald. Wir kehren erst um als der Fluss als einzig verbleibender Weg so tief ist, dass er uns bis zur Hüfte reicht.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rm_KjT9eEJI/AAAAAAAAAO0/rkUtpg64YZ8/s1600-h/CIMG1833.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rm_KjT9eEJI/AAAAAAAAAO0/rkUtpg64YZ8/s320/CIMG1833.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5075498013072167058" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder in Toro angekommen freue ich mich auf den ersten heißen Kaffee. Nicht dass mir kalt wäre. Der Rückweg war ebenso heiß und anstrengend wie der Hinweg. Da ändert so ein bisschen Bachwasser nichts.&lt;br /&gt;Dann bemerke ich, dass Opa mein Motorrad repariert hat. Opa heißt eigentlich Ronald und ist als Ersatztechniker für den erkrankten Thomas eingestellt worden. Da er indonesischer wie auch niederländischer Herkunft ist, spricht Ronald fließend Indonesisch, Englisch, Deutsch und was weiß ich noch alles. Das tut aber nichts zur Sache. Er ist 4 Jahre älter als mein Mitbewohner Heiner und hat ihm damit den Senjorenrang abgelaufen. Dies äußerte sich darin dass die indonesischen Assistenten anfinge Ronald Opa zu nennen. Er ärgerte sich anfangs furchtbar darüber, da aber die Anrede durch und durch respektvoll ist, hat er sich inzwischen daran gewöhnt. Er hat ja auch schon weiße Haar, einen weißen Bart und wie er selber zugegeben hat, auch schon eine Enkelin. Nun kommt er nicht mehr drum herum. Er ist halt unser aller Opa. Er hat noch eine weitere äußerst liebenswerte Eigenschaft. Den Helferkomplex. Opa ist einfach ein guter Mensch. Er erkennt wenn jemand ein Problem hat und löst es, ob man ihn fragt oder nicht. Fragt man ihn, so sagt er nie nein.&lt;br /&gt;Ich hatte ihn gefragt ob er nach meinem Motorrad sehen könnte und er hat es gleich repariert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer viel zu kurzen Nacht, in Toro haben immer die Hähne das letzte Wort, nahmen Arul und ich in Marena die letzten Daten. Wir sammelten Kakaoblätter von bestimmten vorher ausgewählten Bäumen ein. Da es sich bei diesen Bäumen um die Untersuchungsbäume meines Kollegen Micha handelt, half mir dabei Michas Assistent Masrih. Er überwacht für seinen Boss weiterhin die Saftflussmessungen und da ich Blätter abgenommen habe war er mir um den Baum so wenig wie möglich zu verletzen behilflich. Masrih ist ein witziger Kerl. Es gibt eine Menge tolle Geschichten über ihn zu erzählen, bis hin zu der Hochzeit, welche Micha für seinen Assistenten arrangierte. Aber das sind Michas Geschichten, soll er sie erzählen. Mich begeisterte Masrih immer wieder mit seinem Fremdwortschatz, wie beispielsweise Nachbar oder Listerklemme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Probennahme fuhren wir direkt zur Bearbeitung ins Labor. Also wieder 3 Stunden auf dem Motorrad durch den Regenwald. Da bleibt genug Zeit um das ein oder andere Foto zu machen oder in einem kleinen Warung zu halten und das hiesige Nationalgericht Kaledo zu essen. Köstlich. Danach verabschiedete mich der Regenwald auf seine ganz eigene typische Art und Weise. Regenwal hat Regen halt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-3202555300004417209?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/3202555300004417209/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=3202555300004417209&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/3202555300004417209'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/3202555300004417209'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/06/abschiede.html' title='Abschiede'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rm_OBD9eEKI/AAAAAAAAAO8/FkwM4yz0JUY/s72-c/CIMG1882.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-7835407128319010891</id><published>2007-06-07T10:12:00.000+01:00</published><updated>2007-06-07T10:16:39.246+01:00</updated><title type='text'>Die Abenteuer der Endophytenspore Manfred</title><content type='html'>Es war einmal eine kleine Pilzspore Namens Manfred. Wir wissen heute natürlich, dass dies gar nicht wahr ist, aber Geschichten müssen nun einmal so anfangen. Also heißt die Pilzspore Manfred. Manfred lebte glücklich in dem Blatt eines Kakaobaumes. Das es wirklich ein Kakaobaum war, wusste er natürlich nicht, aber da Kakao gut schmeckt stellte er sich einfach vor es sei ein Kakaobaum. Sein ganzes Leben hatte er in diesem Blatt gelebt und er war glücklich gewesen. Denn alle seine Freunde lebten hier. Und so unterschiedlich die auch waren sie waren alles kleine Pilze. Da hält man zusammen. Manchmal wenn sie zusammen aus der Pilzschule kamen, wo man das richtige Wachsen und Sporulieren lernt, wurden die Bakterien der Nachbarklasse aufmüpfig. Sie wuchsen schneller als die Pilze und dachten sie könnten sich alles erlauben nur weil sie größer waren. Aber da hatten sie sich geschnitten. Die ganzen keinen Pilzsporen hielten zusammen und konnten sich immer gegen die Bakterien erwehren.&lt;br /&gt;So lebte Manfred glücklich und zufrieden.&lt;br /&gt;Doch manchmal, wenn ihm langweilig war ging er bis zum Rande des Blattes, was ihm die Mutterspore verboten hatte. Dort unterhielt er sich dann mit den Blattpilzen die außen auf dem Blatt lebten. Ihre Sprach ähnelte Manfreds Sprache im Entferntesten, so dass er sie nur mit Mühe verstehen konnte. Aber Manfred liebte ihre seltsamen Geschichten. Sie sprachen von Nahrungsbergen, von riesigen Myzelen und vielen anderen seltsamen Dingen wie Wind die Manfred nicht kannte. Schließlich lebte er im Inneren eines Blattes. Und in ihm erwuchs die Sehnsucht nach dem Unbekannten, heute würde man es einfach Fernweh nennen, aber das wusste Manfred noch nicht, auch wenn er darunter litt. Er wollte hinaus in die Welt schauen und all das sehen wovon die Außenblättler sprachen. Als er es ihnen sagte lachten sie nur. „Wie willst du mitkommen Manfred? Du sitzt doch im inneren eines Blattes und siehst die Welt nur wie durch Papier hindurch.“ Der Außenpilz wusste natürlich nicht was Papier war, aber er hatte es von einem Sperling aufgeschnappt und bildete sich gehörig was auf sein neues Wissen ein.&lt;br /&gt;Da wurde Manfred traurig und lief weinend zu seiner Mutterspore. In ihren flauschig weichen Armen weinte er sich aus. Da seufzte die Mutterspore, sie hatte es vor raus gesehen als sie Manfred verbot sich dem Blattrand zu nähern. Sie versuchte ihn zu trösten und erzählte, dass sie auch, noch als kleine Spore, draußen umhergeirrt ist und nicht wusste wo sie hinsollte. Überall war die Welt hart und unfreundlich. Sie war so glücklich gewesen als sie damals ein junges weiches Blatt fand, in dessen inneren es sich angenehm und leicht leben ließe. Manfred sollte nicht traurig sein, es würde die Zeit komme da auch er sich ein neues zu Hause suchen dürfte. Dann habe er genügend Zeit sich draußen umzuschauen. Mit traurigen Augen drückte sie ihn etwas fester an sich heran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam wurde das Blatt in dem sie lebten älter und wandelte langsam seine Farbe und Manfred sah die Welt wie er sie noch nie gesehen hatte. Plätze die er bisher zu kennen glaubte erschienen neu in gelben und roten Licht. „Es ist der Vorbote zu einer großen Reise!“ sagte seine Mutterspore und sie sollte Recht behalten. &lt;br /&gt;Das Blatt löste sich eins Morgens kurz nach 8 Uhr leise vom Zweig und glitt wie einem Segelschiff gleich hinab ins Laub. Manfred wartete gespannt, Stund um Stund doch nichts geschah. &lt;br /&gt;Dort lag nun Manfred Heimatblatt traurig auf dem Boden und seine Ränder wellten sich. Langsam färbte es sich immer brauner. Es starb. Doch im innern des Blattes merkte man nichts von einer düsteren Stimmung. Die Pilze feierten ein Fest. Alles war anwesend und alles tanzte. Das bunte Licht, welches durch die Blattwände hinein schien gab dem ganzen die passende Beleuchtung. Es war das Fest der Jungsporen wie Manfred. Endlich überschritten sie die Grenze zum Erwachsenwerden. Und alle hatten sie mehr als lange darauf gewartet. Es war der Schritt in die Selbständigkeit, darüber freute sich Manfred so sehr, dass er gar nicht bemerkte, wie seine Mutterspore schwermütig wurde. Denn für sie war es auch ein Abschiedfest. Insgeheim wusste sie, sie würde das Blatt nicht mehr verlassen. &lt;br /&gt;Langsam näherte sich die Feierstimmung dem Höhepunkt und alle wussten, jetzt wurde es Zeit für den großen Sprung, bei dem die frischgebackenen Erwachsenensporen ganz hoch geworfen wurden so dass sie an die Blattdecke stießen. Manfred hatte sich derweilen so amüsiert, dass er ganz vergaß sich von seiner Mutterspore zu verabschieden. Er wusste auch gar nicht, dass es ein Abschied war. Aber sie wusste es und sah ihm traurig aber doch auch glücklich hinterher. Er war schon mitten in dem großen Sprung als sein Blick auf seine Mutterspore fiel und er sah wie ihr Gesicht ein wenig feucht wurde. Aber es war Zeit zu gehen und er wusste es. Er lachte sie aufmunternd an und winkte ihr zum Abschied zu. Dann traf er auf die mittlerweile rissig gewordene Blattdecke und durchdrang sie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Welt draußen war ganz anders als er sie sich vorgestellt hatte. Sie war so riesig. Wenn er heimlich durch die Spaltöffnungen gelinst hatte, hatte er sich immer vorgestellt wie hinter dem was er sah wieder eine große Wand kommt. Doch sie kam nicht. Der Wind der sonst sein Heimatblatt so sanft umsäuselt hatte, insgeheim glaubte man in seinem Blatt er habe eine Affäre mit diesem, hob ihn nun auf und trug ihn hoch in die Baumkronen zurück. Manfred jauchzte vor Glück. Er hatte noch nie in seinem Leben eine Achterbahnfahrt gemacht, aber so ungefähr stellte er sich das vor. Nach links, dann scharf nach rechts, Vorsicht Kopf einziehen, ein Blatt! Und dann knapp über den nächsten Zweig hüpfen. Fast hätte er vor lauter Verzückung nicht aufgepasst und wäre im Auge eines Vogels gelandet. Doch glücklicherweise schoss eine vor dem Vogel fliehende Fliege vorbei und er konnte sich gerade so auf deren Rücken festhalten. Und die Achterbahnfahrt ging weiter auf dem Rücken der Fliege verließ er den Wald und Manfred fühlte sich wie der heldenhafteste Fliegenreiter von dem die Welt je gehört hatte. &lt;br /&gt;Aber bald erhielt sein Glücksgefühl einen erheblichen Dämpfer. Denn die Fliege ließ sich vor Erschöpfung schnaufen auf einem großen feuchten braunen Haufen nieder. Nicht das Manfred eine empfindliche Nase hatte, so etwas liegt einer Pilzspore fern. Aber es kamen neue Sporen und vor allem jede Menge Bakterien der schlimmsten Sorte an Bord. Als diese sahen wie sehr er sich vor ihnen pikierte, machten sie sich einen Spaß daraus ihm auf die Pelle zu rücken und ihn zu pisaken. Zwei lange Stunden ertrug er sie tapfer, dann als die Fliege wieder in der Luft war entschloss er sich sein Glück lieber zu Fuß zu suchen, als in dieser Gesellschaft zu fliegen. Er fasste sich ein Herz und sprang einfach ab.&lt;br /&gt;Er erwachte weiß gebettet in wunderbare Düfte. „Ist das der Sporenhimmel?“ fragte er sich. Zumindest kam es ihm so vor. Aber als er sich genauer umsah, stellt er fest, dass er auf einer weißen Kaffeeblüte gelandet war. Und er war nicht allein. Je länger er sich umsah, umso mehr wunderschöne Sporenmädchen fielen ihm auf, die ihn still und leise beobachteten. Als sie sahen, dass er sich bewegte, steckten sie ihre Köpfe zusammen und fingen an zu tuscheln und zu kichern. „Hey, was ist so witzig? Habt ihr noch nie eine Kakaospore gesehen?“ fragte Manfred empört. Darauf kicherten sie erst recht.&lt;br /&gt;Manfred seufzte. Aber alles in allem gefiel es ihm hier recht gut. Es duftete angenehm, das Aroma war belebend und die Mädchen, wenn sie erst einmal zu kichern aufgehört hatten waren sehr nett. Sie umsorgten ihn und er verlebte eine sehr angenehme Zeit bei ihnen. Doch je länger diese Zeit wurde umso langweiliger wurde ihm. Alles was so angenehm war erfüllte doch nicht seine Wünsche. Er ertappte sich dabei wie er insgeheim von einem schönen jungen Kakaoblatt im zartesten Grün träumte. Er verschwieg seine Gedanken. Schließlich lebte er nicht schlecht. Doch die Träume kehrten Nacht für Nacht wieder und er konnte die ganzen angenehmen Dinge des Tages darüber gar nicht mehr genießen. &lt;br /&gt;Als sie ihn fragten warum er so traurig sei, fing er an zu erzählen. Er erzählte von dem saftigen Grün, von den weiten Leitbündeln und den Spaltöffnungen mit dem schönen Ausblick. Als er bei dem herrlichen Licht angekommen war, welches immer durch die Decke fiel, seufzte er. Sie kicherten nur. Beleidigt zog Manfred sich zurück. Er wollte allein sein und nachdenken. Das machte er immer am Besten allein.&lt;br /&gt;Nach einer Weile verrauchte sein Zorn. Sie konnten es nicht wissen was es bedeutet in einem Blatt zu wohnen. Sie verbrachten ihr Leben auf einer Blüte. Der Kulturunterschied (er hatte dieses Wort mal irgendwo aufgeschnappt und war sehr stolz es einmal anwenden zu können) war einfach zu groß. Wenn er es genau betrachtete wurde es vielleicht Zeit weiter zu ziehen. Er war schon lange hier, hatte aber keinen Gedanken daran verschwendet sich niederzulassen, während sich die Sporenmädchen immer weiter ausgebreitet hatten. Bald würde kein Platz mehr auf der Blüte sein. Und überhaupt; die Blüte fing an, an ihren Rändern zu erbräunen. Vielleicht sollte er weiterziehen?&lt;br /&gt;So wartete er 3 Tage bis sein Freund, der  leise Wind früh morgens von unten nach oben zog. Er flüsterte ein leises Lebewohl zu den Sporenmädchen, die noch immer schliefen und sprang zum zweiten Mal in seinem Leben ins Ungewisse. &lt;br /&gt;Der Wind trug ihn diesmal ganz nach oben und die Welt unter ihm wurde immer kleiner. Wenn er genau hinsah, drehte sie sich grün um ihn und da erkannte er auch das saftige Grün aus seinen Träumen. Nicht weit von seiner Kaffeeblüte standen kräftige Kakaobäume mit jungen Trieben. Und in ihnen tobte das Leben, so stellte er sich vor. Da wurde er wieder traurig und das Heimweh packte ihn. Also ruderte er kräftig mit den kleinen Sporenärmchen und versuchte in die Richtung zu driften. Dreimal verfehlte er einen Baum und er befürchtete schon wieder auf dem Boden zu landen. Doch der Wind hatte Mitleid mit Manfred und wirbelte ihn wieder nach oben. &lt;br /&gt;Fast hätte er diesmal ein sehr junges Bäumchen wieder verfehlt. Aber er erwischte gerade noch so den Blattrand und hielt sich mit einem Arm fest. „Nein, ich gebe nicht auf.“ dachte Manfred und kämpfte, denn sein Arm wurde langsam schwer. Er zappelte und strampelte mit den kurzen Beinchen und nach einer halben Ewigkeit bekam er mit der zweiten Hand eine Blattrippe zu fassen. Jetzt hatte er es fast geschafft. Wie ein Walross robbte er den Blattrand hinauf und blieb schwer schnaufend liegen. &lt;br /&gt;Als er wieder zu Atem gekommen war sah er sich um. Noch war er allein auf diesem jungen Blatt. Aber wie lange würde das noch so bleiben? Mühsam versuchte Manfred ins innere des Blattes zu kommen. Er wartete bis in die Nach und als sich die Spaltöffnungen öffneten versuchte er sich hindurchzuquetschen. Da geschah es! Er steckte fest. Niemand hatte ihm bisher gesagt wie er in ein neues Blatt hineinkommen würde. Also hatte er es einfach versucht. Aber das Loch war zu eng. Da würde er nie im Leben durchpassen. So sehr er auch versuchte sich hinein oder wieder hinauszuzwängen, die Öffnung wurde immer enger. Er war gefangen. Die Sonne des nächsten Tages wurde nahezu unerträglich. Heiß brannte die Sonne und Manfred war sich sicher er würde in seinem Gefängnis sterben. Als wäre das noch nicht schlimm genug trafen andere Sporen auf seinem Blatt ein. Teilweise Bekannte und teilweise unangenehme Raubeine. Diese fingen auch gleich an sich über ihn lustig zu machen. Als er sich darüber beschwerte fingen sie an den wehrlosen Manfred zu zwicken. Insgesamt benahmen sie sich wie Menschen. Sie ließen ihren Müll einfach dort fallen wo sie standen und ihr Lebensraum interessierte sie nicht die Bohne. „Schließlich kann man ohne Probleme zum nächsten Blatt wandern sagten sie. Und Blätter waren immer da und werden immer da sein.“ sagten sie. &lt;br /&gt;Sie hatten sich mittlerweile richtig auf dem Blatt breit gemacht und Manfred war sich nicht mehr ganz sicher ob er mit dieser Nachbarschaft im inneren des Blattes leben wollte. Aber er war ja gefangen und kam nicht weg. „Das wird toll!“ sagten die Rabaukensporen. „Da machen wir die ganze Zeit Party bis die Früchte schwarz werden. Es kümmert uns doch einen Scheiß was die Anderen dann machen. Hey du bist nur einmal jung.“&lt;br /&gt;Manfred dachte die Nacht lange darüber nach. Als die Rabaukensporen schon satt von all dem Feiern eingeschlafen waren. Er mochte den Kakaobaum und er mochte seine Früchte. Er wollte nicht, dass sie schwarz werden. Gelb sollten sie sein, gelb und prall. Die Blätter saftig grün, so träumte er. Und wie er so träumte, bemerkte er gar nicht, wie ein Regen einsetzte. Erst tröpfelte es nur, doch dann wurde der Regen immer stärker. Erst ärgerte Manfred sich, dass er hier im Regen feststeckte, doch dann merkte er wie die Spaltöffnung weiter wurde. Er schöpfte schlagartig Hoffnung und begann sich weiter hineinzuzwängen. Doch es half noch immer nichts. Und der Regen wurde stärker und stärker. Er fing an Manfred weh zu tun. Er glaubte nicht, dass er, wäre er nicht hier eingezwängt aufrecht stehen könnte, so sehr drückte es ihn zu Boden. Und als er schon dachte er würde es gar nicht mehr aushalten und ertrinken oder von Regen erschlage sterben, machte es Flupp.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als er am nächsten Morgen aufwachte, sah er alles um sich herum in einem saftig leuchtenden Grün. Er sah Blattwände und die schönsten Leitbahnen die er je gesehen hatte. Es war wie in einem Traum. Er zwickte sich extra in den Bauch um festzustellen ob es einer war. Doch es war Wirklichkeit. Und wie er sich so in seiner neuen Umgebung umsah, stellte er fest, dass er auch schon ein klein wenig gewachsen war. Er war zu Hause angekommen. Er lachte vor Glück und wie er nahe zur Blattwand wanderte winkte er den Rabaukensporen, die den Regen verschlafen hatte. Er selber war nicht unglücklich darüber und er mache sich sogleich daran einen schönen Platz für seine neue Wohnung zu suchen. Und wenn das Blatt nicht abgefallen ist, so wohnt er immer noch dort.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-7835407128319010891?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/7835407128319010891/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=7835407128319010891&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7835407128319010891'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7835407128319010891'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/06/die-abenteuer-der-endophytenspore.html' title='Die Abenteuer der Endophytenspore Manfred'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-8077024822753829114</id><published>2007-06-05T14:48:00.001+01:00</published><updated>2008-06-29T20:05:36.090+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Filme'/><title type='text'>Paluproduktionen</title><content type='html'>Schon lange versuchen die in Palu ansässigen Wissenschaftler mit allen Medien, verschiedene Kulturphänomene zu dokumentieren. Endlich ist es mir gelungen ein paar Zeugnisse dieser Arbeit online zu stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als erstes stelle ich einen Film meiner Kollegen Micha und Xenia vor, welche sich mit den Verhaltensweisen im Paluer Straßenverkehr bechäftigten und das ganze in Form einer Stadtrundfahrt festhielten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorher noch ein paar Vokabeln zum besseren Verständnis:&lt;br /&gt;Motor - Motorrad&lt;br /&gt;Win - Honda Win&lt;br /&gt;Lagi? - Nochmal?&lt;br /&gt;Bisa! - Das können wir!&lt;br /&gt;&lt;script type="text/javascript" src="http://de.sevenload.com/pl/zlcggYq/500x366"&gt;&lt;/script&gt;&lt;p&gt;Link: &lt;a href="http://de.sevenload.com/videos/zlcggYq-Ticket-to-Ride" title="Ticket to Ride"&gt;sevenload.com&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das weitere Kulturdokument stellt die Willkommenszeremonie des Dorfes Toro für den Universitätsdekan der Paluer Universität Tadulako anlässlich der Hauseinweihung der neuen STORMA-Forschungsbasis dar. Bemerkenswert ist die Pentatonmusik.&lt;br /&gt;&lt;object height="403" width="500"&gt;&lt;param name="FlashVars" value="slxml=de.sevenload.com"&gt;&lt;param name="movie" value="http://de.sevenload.com/pl/zVnGcmc/500x403/swf"&gt;&lt;embed src="http://de.sevenload.com/pl/zVnGcmc/500x403/swf" type="application/x-shockwave-flash" flashvars="slxml=de.sevenload.com" height="403" width="500"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Link: &lt;a href="http://de.sevenload.com/videos/zVnGcmc/Welcome-in-Toro"&gt;sevenload.com&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-8077024822753829114?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/8077024822753829114/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=8077024822753829114&amp;isPopup=true' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8077024822753829114'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8077024822753829114'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/06/paluproduktionen.html' title='Paluproduktionen'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-6583346916688428998</id><published>2007-05-20T12:26:00.000+01:00</published><updated>2007-05-21T07:36:40.013+01:00</updated><title type='text'>Himmelfahrt und andere Feste</title><content type='html'>Der Männertag heißt Männertag, weil der männlichen Bevölkerung an diesem Tag erlaubt ist was sonst auch erlaubt ist, aber vielleicht den Unfrieden der Ehefrau heraufbeschwört. Da ziehen die Männer also zusammen durch die Natur und Kneipen und beweisen ihre Männlichkeit im gnadenlosen Vernichten rauer Alkoholmengen.   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Auch in Indonesien ist der Männertag ein Feiertag, auch wenn er hier unter dem seltsamen Namen Himmelfahrt kursiert. Angenehmer Weise existieren im größten Teil muslimischen Indonesien auch christliche sowie Hindufeiertage. Darin ist der Staat Indonesien tolerant. Er schreibt nur vor, dass man eine Religion haben muss, aber nicht welche. Und dann sorgt er dafür, dass man alle wichtigen Feiertage der großen Weltreligionen auch bekommt. Also haben die Christen Himmelfahrt und für alle anderen ist ein normaler Feiertag. Eine gute Gelegenheit Hochzeiten, Babyfeiern und andere wichtige Ereignisse in die Gegend dieses Datums zu legen. Wobei mir ein paar Moslems hoch und heilig versichert haben, es hängt mit der Konstellation der Sterne zusammen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ich bin also zu einer Hochzeit und gleichzeitig zur Religionseinführung der gerade neu geborenen Tochter eingeladen. Das klingt im ersten Moment spannend und die Einladung ist eine Ehre für den Eingeladenen, das Erscheinen, dann wieder für den Gastgeber, aber die Hochzeiten werden schnell langweilig, da ihr Ablauf immer der selbe ist und die Zahl meiner erhaltenen Einladungen stetig zunimmt. Also ging ich frohgemut und interessiert zu dem muslimischen Äquivalent der Babytaufe. Bei der offiziellen Zeremonie konnte ich leider nicht dabei sein, mir wurde nur erzählt, dass dem Kind die Haare geschnitten wurden. Der Rest der Feier lief zu meiner Enttäuschung genau wie eine Hochzeit ab, nur dass ab und zu ein Baby statt des frischgebackenen Ehepaares herumgezeigt wurde.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Im Allgemeinen startet der traditionelle Ablauf einer Hochzeit am Vortag, wo ein riesiger Pavillon vor dem Haus auf der Straße aufgestellt wird. Für die Verkehrssicherheit sorgt ein selbst gepinseltes Verkehrsschild vor dem Pavillon oder ein an einen Ast gebundenes weißes Tuch, was auf die Straße hängt. Ist das alles nicht vorhanden begnügt man sich damit Bretter als Temposchwellen auf die Straße zu legen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nach dem Pavillon werden liebevoll Plastikstühle aufgereiht und Meterhohe Boxensysteme aufgebaut. Die Anlage wird, dass ist Vorschrift, des späten Abends oder morgens um halb 5 getestet, damit es auch jeder mitbekommt. Dazu werden mit vorliebe Gebetsgesänge verwendet. Dadurch kommt man auch der Informationspflicht nach und alle Nachbarn erfahren, dass es am nächsten Mittag lauter werden könnte.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Anschließend bleibt einem nur noch übrig auf den nächsten Tag um 10 oder 12 Uhr zu warten. Das sind die üblichen Zeiten die auf den tausend gedruckten und verteilten Einladungen stehen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Sind die Leute angekommen, werden sie begrüßt und ihnen werden ihre Plätze zugewiesen. Wir sind weiß und sitzen üblicherweise ganz vorne. Dieser Platz ist besonders beobachtet und es empfiehlt sich, um nicht underdresst zu erscheinen, seine besten Batiksachen aufzufahren.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Wird das Büffet eröffnet und das große Essen beginnt. Dies ist auch das wichtigste und hieran wird die Feier gemessen werden. War das Essen gut? War genügend für alle da? Wer hat was gegessen?&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Sind dann alle Beteiligten weitgehend gesättigt beginnt eine Rede die von einer Mitarbeiterin der angeheuerten Hochzeitorganisatoren routiniert vorgetragen wird. Oben auf der Tribüne sitzen das Ehepaar und deren Elter steif und mit verbitterter Miene, als wäre dies nicht der glücklichste Tag in ihrem Leben. Bei den Taufen wird natürlich das Ehepaar wahlweise durch das neugeborene Kind ersetzt.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Jetzt und das ist schwierig für uns unseren Einsatz nicht zu verpassen. Stehen die Gäste der Reihe nach auf und gratulieren, den Eltern zu der gelungen Hochzeit, dem Ehepaar zu allem was noch kommen möge und den Brauteltern zu der guten Unterbringung ihrer Tochter. Dann wirft man einen nicht frankierten Briefumschlag mit dem darin enthaltenen Hochzeitsgeschenk in eine Urne. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dann wird ein Hochzeitsfoto geschossen, welches auf allen Hochzeiten gleich aussieht. Das ist auch kein Wunder es sind ja auch die gleiche Dekoration, die gleichen Kleider, ja sogar der gleiche Gesichtsausdruck. Nur die Menschen in den Kleidern wechseln. Wahlweise müssen besonders wichtige Personen ein Foto mit dem Ehepaar machen. Und am Ende gibt es mehr Fotos von Weißen als vom Ehepaar. Dieses schaut mittlerweile schon etwas gestresst drein und harrt noch bis zu Hochzeitnacht, welches für beide ein spannender Moment darstellt. Für sie da in bestimmten Kreisen nur Jungfrauen geheiratet werden und für ihn wenn er es vorher nicht hat prüfen lassen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Aber das ist noch lange hin. Vorher versucht die Unterhalterin mühselig Gäste zur Karaoke zu überreden, wo wir meistens die nach vielen Ausreden die Flucht ergreifen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zu diesem Zeitpunkt hat die Hochzeit gut 2 Stunden gedauert und es ist noch genügend vom Tag übrig um zu arbeiten oder noch etwas anders zu machen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Also versuchte ich mir einen Bollerwagen zu besorgen, schließlich ist ja Männertag, was sich allerdings als ein schwieriges Unterfangen herausstellte in einem Land ist, wo alles mit dem Moppet transportiert wird. Gehstöcke konnte ich dagegen auftreiben, aber keine Fahrradklingel. Es liegt nicht am Mangeln von Fahrrädern, die gibt es vereinzelt. Doch was sollten deren Fahrer mit einer Klingel anfangen?&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Bei genaueren Überlegungen stellte ich fest, dass die Toleranz gegenüber besoffenen Weißen die mit offenem Alkohol durch die Gegend ziehen ungefähr so groß sein dürfte wie die von vielen Staaten der USA. Wenn man genau nachdenkt braucht es auch in Deutschland einen bestimmten Tag um solche Zustände öffentlichen Ärgernisses auf den Straßen zu dulden. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nach dieser Einsicht entschloss ich mich kurzerhand keine Pionierfunktion in dieser Hinsicht zu übernehmen. Ich habe mir auch in Deutschland nie viel aus dem Männertag gemacht. Und hier ist nun mal Himmelfahrt. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Also fahre ich zum Urlaub an den Strand und trinke dort gemütlich EIN Bier.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Prost!&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RlE9aOouipI/AAAAAAAAAOk/EU2641gm3DE/s400/Carsten_Pondok.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5066898576583330450" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RlE9aOouipI/AAAAAAAAAOk/EU2641gm3DE/s1600-h/Carsten_Pondok.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;p style="text-align: center;" class="MsoNormal"&gt;und morgen rette ich die Welt...oder zumindest ein Pondok&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-6583346916688428998?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/6583346916688428998/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=6583346916688428998&amp;isPopup=true' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6583346916688428998'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6583346916688428998'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/05/himmelfahrt-und-andere-feste.html' title='Himmelfahrt und andere Feste'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RlE9aOouipI/AAAAAAAAAOk/EU2641gm3DE/s72-c/Carsten_Pondok.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-2299470125082508839</id><published>2007-05-04T05:36:00.000+01:00</published><updated>2007-05-05T03:03:52.362+01:00</updated><title type='text'>Fotospielereien</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RjvluMlPr6I/AAAAAAAAAOc/EnR7F1i1u58/s1600-h/Pabn.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RjvluMlPr6I/AAAAAAAAAOc/EnR7F1i1u58/s400/Pabn.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5060891188095070114" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Indonesienpanorama&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rjq_Q8lPr1I/AAAAAAAAAN0/AiW5FY7tS3w/s1600-h/Danau+Lindu.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5060567429165330258" style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rjq_Q8lPr1I/AAAAAAAAAN0/AiW5FY7tS3w/s400/Danau+Lindu.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Danau Lindu&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rjq8CclPr0I/AAAAAAAAANs/FfSLV1gea2o/s1600-h/Strand+aus+der+H%C3%B6hle.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5060563881522343746" style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rjq8CclPr0I/AAAAAAAAANs/FfSLV1gea2o/s400/Strand+aus+der+H%C3%B6hle.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; am Meer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rjr678lPr2I/AAAAAAAAAN8/WFu6_M82gz4/s1600-h/Carstenlokal.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rjr678lPr2I/AAAAAAAAAN8/WFu6_M82gz4/s320/Carstenlokal.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5060633039085743970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;in der Tracht der Bewohner von Toro (das dazugehörige Hauseinweihungsvideo kommt, wenn ich eine Möglichkeit finde es hochzuladen nach)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rjr86MlPr4I/AAAAAAAAAOM/ijglo_rAE4U/s1600-h/Kuh+in+Scheiben.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rjr86MlPr4I/AAAAAAAAAOM/ijglo_rAE4U/s320/Kuh+in+Scheiben.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5060635208044228482" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;und das hier war das Festessen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rjr7u8lPr3I/AAAAAAAAAOE/uH8K0aF6D6k/s1600-h/Kuskus.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rjr7u8lPr3I/AAAAAAAAAOE/uH8K0aF6D6k/s320/Kuskus.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5060633915259072370" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;der vielgefürchtete Tanjung-karang-Kuskus (Vernichter tausender von Toastbroten)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-2299470125082508839?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/2299470125082508839/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=2299470125082508839&amp;isPopup=true' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2299470125082508839'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2299470125082508839'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/05/danau-lindu-am-meer.html' title='Fotospielereien'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RjvluMlPr6I/AAAAAAAAAOc/EnR7F1i1u58/s72-c/Pabn.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-905930556030674321</id><published>2007-04-20T08:14:00.000+01:00</published><updated>2007-04-20T08:35:16.188+01:00</updated><title type='text'>Narzissmus</title><content type='html'>Er war weg! Soviel konnte auch ich feststellen. Mein berüchtigter Tonfall. Mein Schreibstil, mit all seinen Blüten, wie den mich kennzeichnenden spöttischen Blick auf alles Nebensächliche, der Selbstironie und nicht zu vergessen den gewaltigen Überfluss an Narzissmus. Gut einige mögen behaupten ich hätte gar keinen Stil gehabt, aber vielleicht war es ja eben genau dieser. Doch alle Gedanken halfen mir hier nicht weiter, denn er war ja nicht da. Schreibblockade nennen es die jammernden Schriftsteller kurz bevor aus ihnen hungernde Schriftsteller werden. Aber da habe ich nichts zu befürchten. Ich habe seit dem ich nicht mehr so viel Sport mache Reserven. Andererseits muss ich ja auch nicht von meinem Geschreibsel leben und das ist auch gut so, denn dann wären die Reserven bestimmt schnell aufgebraucht.   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;“Mir fehlt es einfach an Input!“ sagte ich mir. „Ich erlebe zu wenig um etwas zu schreiben!“ Denn worüber soll ich man schreiben, wenn ich den ganzen Tag im Labor Pilze isoliere? Über die Abenteuer der Spore Manfred? Wohl kaum. Also stellte ich mir kurzerhand ein Assistententeam ein, welches fortan meiner statt in der Sterilbank sitzt und meine Arbeit macht. Das schafft Freiraum für wichtigere Dinge. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Endlich hatte ich Zeit. Sofort machte ich mich auf die Suche nach dem verlorenen Schreibstil. Ich bin in die Berge gefahren, auf kleinen schlammigen Pfaden mitten durch den Regenwald bis zum Lindusee (Danau Lindu). Vielleicht war er mir hier entwischt und tummelt sich nun zwischen all den Fischen im Wasser. Eine herrliche Gegend. Aber auch hier fand ich ihn nicht.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rihs0TJx1OI/AAAAAAAAANk/DZ5NNM9J5qQ/s1600-h/Regenwaldwege.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rihs0TJx1OI/AAAAAAAAANk/DZ5NNM9J5qQ/s320/Regenwaldwege.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5055410227473667298" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RihsQzJx1NI/AAAAAAAAANc/KfMtHB4XxQU/s1600-h/Yann+im+Wald.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RihsQzJx1NI/AAAAAAAAANc/KfMtHB4XxQU/s320/Yann+im+Wald.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5055409617588311250" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RihlAjJx1EI/AAAAAAAAAMU/cOLusXPO7-I/s1600-h/Danaulindu.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RihlAjJx1EI/AAAAAAAAAMU/cOLusXPO7-I/s320/Danaulindu.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5055401641834042434" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Also ging ich mit den Flüssen. In Tanjung karang angekommen sprang ich mit Jana und Yann, die sich mir kurzerhand als Weggefährten, anboten auf ein Boot und fuhren zu der weithin berühmten Schildkröteninsel. Dort tauchten wir mit Haien, Baracudas, Delphinen&lt;br /&gt;und natürlich mit Schildkröten.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Unter jede Koralle schauten wir und drehten jeden Stein um, aber meinen Schreibstil fanden wir nicht.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rihq2jJx1KI/AAAAAAAAANE/C1Q_v-PH-04/s1600-h/Boot.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rihq2jJx1KI/AAAAAAAAANE/C1Q_v-PH-04/s320/Boot.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5055408067105117346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rihr0zJx1MI/AAAAAAAAANU/rD3lrHigf5Q/s1600-h/ich.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RihrZDJx1LI/AAAAAAAAANM/uHYFNGNFGGk/s320/Delphine.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5055408659810604210" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rihr0zJx1MI/AAAAAAAAANU/rD3lrHigf5Q/s320/ich.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5055409136551974082" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Enttäuscht kehrte ich in mein Labor zurück. Arol (mein neuer Tagelöhner) hatte schon wieder fleißig weiter Pilze isoliert. Bisher haben wir ein zehntel der zu machenden Arbeit geschafft (78 von 702 Proben). Bei einem Tagessatz von 20 bearbeiteten Proben (bei zwei Mann) richte ich mich schon mal auf zwei weitere angenehme Monate in Indonesien ein. Alles nicht so schlimm. Ich habe einen Reiskocher, noch zweieinhalb Kilo Reis und auf die Exportgenehmigung muss ich sowieso noch warten.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da fand&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;ich ihn wieder meinen Stil. Er lag sich in einer Petrischale unter zwei Pilzen und einer Bakterienkolonie versteckt.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-905930556030674321?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/905930556030674321/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=905930556030674321&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/905930556030674321'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/905930556030674321'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/04/narzissmus.html' title='Narzissmus'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rihs0TJx1OI/AAAAAAAAANk/DZ5NNM9J5qQ/s72-c/Regenwaldwege.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-9174098397393854443</id><published>2007-04-03T11:58:00.000+01:00</published><updated>2007-04-07T10:37:35.323+01:00</updated><title type='text'>Alltag</title><content type='html'>Ich brauchte lange Zeit, bis ich mich im fernen Indonesien an die hiesigen Schlafgewohnheiten gewöhnt hatte. Interreligiöse Spannungen zwischen mir und der nahe gelegenen Moschee, besonders zu den Nachtzeiten hielten mich vom Schlafen ab. Und waren es nicht die Moscheen, so waren Hähne, hupende Frühaufsteher oder einfach die unerbärmliche Hitze.   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Jetzt schlafe ich aber seelig den Schlaf der Gerechten. Das ist nur gerecht, da mich meine Schulter viel zu lange und viel zu oft wach gehalten hat.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Die Moschee gegen vier Uhr morgens überschlafe ich einfach. Da ist noch genügend Zeit. Kritischer wird es dann, wenn gegen sechs das rhythmische Geräusch eines gegen eine Flasche schlagenden Schraubenschlüssels erklingt. Jetzt sind die ersten Händler auf Tour und bald muss ich raus. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Verschlafen stapfe ich im Sarung ins Wohnzimmer und lösche das Licht. Es muss die ganze Nacht im Eingangsbereich brennen. Das schreckt Einbrecher ab, so hofft man. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Mein Alltag beginnt seit neustem wieder mit etwas Frühsport. Ja Frühsport! Mit Entsetzen stellte ich kürzlich fest, dass die das was ich bisher noch für Bauchmuskeln gehalten hatte sich als Speck herausgestellt hat. Unverschämtheit; dabei bin ich doch so viel Motorrad gefahren. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nach einer gequälten Viertelstunde (man muss es ja auch nicht übertreiben) bin wenigstens wach. In der Küche stelle ich den Wasserdispenser für den Kaffe an und den Reiskocher fürs Frühstück. Seit Julia unbedingt Reis essen wollte, lagert die kleinste erhältliche Verpackungseinheit Reis bei uns im Schrank. Die fünf Kilo reichen nicht einmal für den Wochenbedarf eines Indonesiers. Da ich aber kein Indonesier bin und das Zeug innerhalb der nächsten drei Jahre alle werden muss, habe ich mir einen Reiskocher zugelegt. Und mal ehrlich das Ding ist gar nicht so schlecht. Denn nach einem fröstelnden Mandi (duschen) ist der Reis auch schon fertig. Genau das Richtige jetzt. Es ist schon wieder viel zu kalt hier für diese Jahreszeit. Nein. Es gibt doch keine Jahreszeiten. Egal. Jedenfalls ist es zu kalt und die erste Mandikelle mit Wasser wird zur Qual.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Während ich noch esse, krabbeln meine Mitbewohner aus ihren Kemenaten. Alle sehen verschlafen aus. Aber die Stimmung ist gut. Heiner liebt es wenn das Kaffeewasser schon heiß ist.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nach dem obligatorischem gemeinsamen Morgenkaffee und dem dazugehörigen Plausch schwingen wir uns auf die Motorräder Richtung Uni. Der Tag ist kurz und es gibt viel zu tun. Über 704 Kakaoblätter habe ich gesammelt (die von Julia lassen wir mal eben untern Tisch fallen) und in jedem wachsen zwischen 10 und 20 Pilzen, die isoliert und später einmal erkannt werden wollen. Also schmeiße ich in meinem Labor meine Cleanbench (steriler Arbeitsplatz) an und lege los.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RhdkxLk_I0I/AAAAAAAAAL0/9zpERrHg7h4/s1600-h/Blatt.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RhdkxLk_I0I/AAAAAAAAAL0/9zpERrHg7h4/s320/Blatt.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5050616303203590978" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Monotones Arbeiten; stundenlang. Aus dem Laptop dröhnt indonesische Rockmusik (Radja) zum Mitsingen. (Auch für die Karaoke muss trainiert werden). Dennoch muss ich hochkonzentriert sein, denn Pilze die ich schon einmal hatte müssen nicht mehr isoliert sondern nur noch in den Computer eingetragen werden. Aber dafür muss ich mir sicher sein. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die einzige Abwechslung wird die Mittagspause werden, wo sich meist alle in der Mensagaststätte (Darisa) treffen. Es wird bei kaltem Orangen- oder Advocadosaft über die Arbeit geplauscht und so keiner will so recht zurück an sie. Die Mittagshitze und der gefüllte Bauch drücken auf die Müdigkeitshormone.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rhdl07k_I2I/AAAAAAAAAME/HKtm78aRmm8/s1600-h/Fungi.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rhdl07k_I2I/AAAAAAAAAME/HKtm78aRmm8/s320/Fungi.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5050617467139728226" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nachmittag geht es dann weiter. Die meisten Studenten und Universitätsangestellte verlassen das Gelände. Man arbeitet nur vormittags hier. Bis auf die Deutschen natürlich. Die schaffen bis es nicht mehr geht. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;So rolle ich müde wieder nach Palu und hoffe, dass heute Abend noch irgendwer mit essen geht. Und seelig falle ich am Abend wieder in meinen Schlaf. Alltag macht müde.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-9174098397393854443?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/9174098397393854443/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=9174098397393854443&amp;isPopup=true' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/9174098397393854443'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/9174098397393854443'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/04/alltag.html' title='Alltag'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RhdkxLk_I0I/AAAAAAAAAL0/9zpERrHg7h4/s72-c/Blatt.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-4360172135772606800</id><published>2007-03-21T11:15:00.000+01:00</published><updated>2007-03-21T12:00:00.073+01:00</updated><title type='text'>Impressionen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgELwsZjkhI/AAAAAAAAAKw/w_ELtrNc73E/s1600-h/Regenwald.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgELwsZjkhI/AAAAAAAAAKw/w_ELtrNc73E/s320/Regenwald.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044325988811641362" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ein Dorf&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgELWMZjkgI/AAAAAAAAAKo/DNDL7_rIqP0/s1600-h/Regenwald2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgELWMZjkgI/AAAAAAAAAKo/DNDL7_rIqP0/s320/Regenwald2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044325533545107970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Regenwald&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEHvMZjkaI/AAAAAAAAAJ4/m--k13flbqA/s1600-h/Arbeiten+im+Regenwald.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEHvMZjkaI/AAAAAAAAAJ4/m--k13flbqA/s320/Arbeiten+im+Regenwald.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044321564995326370" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Darum heißt das ganze Ding Regenwald.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEJCsZjkcI/AAAAAAAAAKI/z8KspbwFb08/s1600-h/Fernblick.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEJCsZjkcI/AAAAAAAAAKI/z8KspbwFb08/s320/Fernblick.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044322999514403266" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Fernblicke&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEJiMZjkdI/AAAAAAAAAKQ/6w7mbOY-ntA/s1600-h/Entdecker.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEJiMZjkdI/AAAAAAAAAKQ/6w7mbOY-ntA/s320/Entdecker.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044323540680282578" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Julia die Entdeckerin&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEIWMZjkbI/AAAAAAAAAKA/1SWEbxSxJ6o/s1600-h/Arbeiten+auf+Leitern.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEIWMZjkbI/AAAAAAAAAKA/1SWEbxSxJ6o/s200/Arbeiten+auf+Leitern.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044322235010224562" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;echt gefährliche Leitern&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEM5cZjkjI/AAAAAAAAALA/HBnKOonrBAo/s1600-h/Schmutzfink.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEM5cZjkjI/AAAAAAAAALA/HBnKOonrBAo/s320/Schmutzfink.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044327238647124530" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;lustige schmutzbesudelte Weiße (das Auto war im Schlamm steckengeblieben)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEKbcZjkeI/AAAAAAAAAKY/pjVFDtVPnHE/s1600-h/Oase.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEKbcZjkeI/AAAAAAAAAKY/pjVFDtVPnHE/s200/Oase.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044324524227793378" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;eine Oase&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEMVMZjkiI/AAAAAAAAAK4/Gly6Zh4w6Ts/s1600-h/Rainforrest.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEMVMZjkiI/AAAAAAAAAK4/Gly6Zh4w6Ts/s200/Rainforrest.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044326615876866594" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;hohe Bäume&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEKwsZjkfI/AAAAAAAAAKg/sdysvGWcxQw/s1600-h/five.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEKwsZjkfI/AAAAAAAAAKg/sdysvGWcxQw/s320/five.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044324889300013554" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;gib mir Fünf&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgENm8ZjkkI/AAAAAAAAALI/0uwegTmqx9c/s1600-h/Kali.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgENm8ZjkkI/AAAAAAAAALI/0uwegTmqx9c/s200/Kali.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044328020331172418" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Kali (Monolit)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEN7MZjklI/AAAAAAAAALQ/gc5TZgVTnL8/s1600-h/double+xenia.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEN7MZjklI/AAAAAAAAALQ/gc5TZgVTnL8/s200/double+xenia.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044328368223523410" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;getrixt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEPGsZjkmI/AAAAAAAAALY/eBJriFz-gZ8/s1600-h/Ochse.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEPGsZjkmI/AAAAAAAAALY/eBJriFz-gZ8/s320/Ochse.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044329665303646818" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;der kommt immer durch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEPesZjknI/AAAAAAAAALg/140rtc-qUVA/s1600-h/offtheroad.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEPesZjknI/AAAAAAAAALg/140rtc-qUVA/s320/offtheroad.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044330077620507250" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;der auch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEP78ZjkoI/AAAAAAAAALo/SBpnoJmsyfg/s1600-h/Versuch.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgEP78ZjkoI/AAAAAAAAALo/SBpnoJmsyfg/s320/Versuch.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5044330580131680898" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;wir nicht immer, aber fast&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-4360172135772606800?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/4360172135772606800/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=4360172135772606800&amp;isPopup=true' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/4360172135772606800'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/4360172135772606800'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/03/impressionen.html' title='Impressionen'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RgELwsZjkhI/AAAAAAAAAKw/w_ELtrNc73E/s72-c/Regenwald.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-8270613219697003740</id><published>2007-03-15T11:58:00.000+01:00</published><updated>2007-03-20T13:44:03.594+01:00</updated><title type='text'>Verkehrsgewühl</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Kürzlich erreichte mich dieser Kommentar: &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Anonym Hat gesagt… &lt;/p&gt;  &lt;p style="margin-left: 36pt;"&gt;Hmm, ich glaub gern, daß da Erinnerungen wachwerden. Naja, muß man halt vorsichtiger fahren, was? Hier ist übrigens grad großer Frühlingsausbruch.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und wie es mit kritischen, ermahnenden und altklugen Kommentaren so ist. Erregten sie mein sonst so sanftes Gemüt. „Dann musst du halt vorsichtiger fahren!“ Wie oft hatte ich diesen Spruch in der letzten Zeit gehört. Mit diesem Gedanken stieg ich leicht verärgert aufs Motorrad, wo ich mich diesem Gedankengang weiter hingab. Was denkt dieser Herr Anonymus eigentlich, was ich hier mache. Na klar fahre ich vorsichtig. Schließlich kann man nicht immer rücksichtslos Gas geben. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die Straße war auch viel zu überfüllt für weitere Gedanken über Herrn Anonymus. An der folgenden Kreuzung bog ich rechts ab. Die Straße war wie immer zum Kotzen, was treiben sich auch so viele Motorrollerroller um diese Uhrzeit hier herum. Erst nach 800 Meter konnte ich auf die linke Fahrbahnseite wechseln. Und dieser dämliche Gegenverkehr gibt mir auch noch ständig eine Lichthupe. Als wenn das ein Problem wäre? Die Indonesier machen das immer so. Und ich weiß, dass ich weiß bin. Braucht man mir nicht ständig hinterher zu hupen und „Hallo Mister zu schreien!“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und Schopenhauer hatte sowieso Recht. Über Herrn Anonymus ist jeder Gedanke ein Verschwendeter Gedanke. Wenigstens hat die nächste Kreuzung an der Jalan (Straße) Kartini eine Ampel. Schnell schnipse ich vor dem Gegenverkehr rechts herum in die Jalan Monginsidi und Kritik von Kritikern die sich nicht getrauen zu ihrer Meinung zu stehen braucht man gar nicht wahrzunehmen. Schopenhauer behält auch Recht. Das ist schlecht für das Herz. Ich gebe lieber Gas und versuche drei Motorräder und einen Kleinbus im Kreisverkehr zu überholen. Wenn diese Idioten nicht alle nebeneinander fahren würden, hätte ich auch nicht vor Gefahr aus der Kurve zu fliegen bremsen müssen. Die sollten mal vorsichtiger fahren.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Bei dem Gedanken muss ich zum Entsetzen des entgegenkommenden Polizisten rechts rausschwenken, weil der schleichende Ojekfahrer (Motorradtaxi) vor mir sich schlagartig überlegt hat seinen Vordermann im Schneckentempo zu überholen, während ich an ihm vorbei will. Lichthupe, der Polizist bremst. Die sind es gewohnt. Fast knalle ich in eine Ritschafahrer, weil ich mich nach dem Polizisten umschaue. Das hat man nun davon, wenn man Rücksicht nimmt. Also Vollbremsung! Nein das hier ist eine Kreuzung und der LKW von Rechts hat Vorfahrt. Zumindest sagt das der Gesichtsausdruck von dem Fahrer. Also spontane Planänderung! Seitlich ausschlenkern den Bauchladenmann in den Straßengraben drängen und dann ab durch die Mitte. Und jetzt Gas! Weg einfach nur weg von diesen Verkehrsrowdies. Wenn man hier nicht aufpasst kann sonst was passieren. Die nächsten fünf Motorräder überhole ich zur Sicherheit auf der Linken Seite mit Höchstgeschwindigkeit, bevor ich wieder auf den meist sichereren Mittelstreifen wechsele. Glücklicherweise bin ich schnell genug und verhindere so, dass mich jemand unkontrolliert von Rechts überholt. Das erspart mir dann auch in den Rückspiegel zu sehen. Auch so ein Ding. Das machen die hier nie, während sie am Straßenrand dahin schleichen. Es muss ihnen doch klar werden, dass sie bei Tempo 30 von irgendjemandem überholt werden können. Aber nein, da wird kein Gedanke dran verschwendet und kein Blick in den Spiegel. Gut vielleicht um das Kopftuch zu richten.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Vor mir taucht ein LKW auf. Das hat mir gerade noch gefehlt! Hinter so einer wandelnden Gefahrenquelle aus zusammengetackerten Einzelteilen hinterher zu zuckeln ohne etwas zu sehen. Ohne mich! Das Auto aus der Gegenrichtung muss zwar bremsen, aber ich schaffe das wagehalsige Überholmanöver ohne Probleme. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dann auf der langen Geraden dämmert es mir. Wo wollte ich eigentlich hin? Keine Ahnung. Ich weiß nur noch, dass ich verdammt sauer war. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Also drehe ich an der nächsten Gelegenheit. Schon wieder Lichthupen. Was zum Teufel soll das. Schließlich ist das hier keine Einbahnstraße. Und wenn doch, wir sind hier schließlich in Indonesien. Langsam zuckle ich zurück. Auf dem Rückweg sehe ich vier Unfallorte und sechs weiter Motorräder geben mir Lichthupen oder Winke. Vielleicht war der Ratschlag des anonymen Kritikers doch nicht so verkehrt. Ich meine angesichts der katastrophalen medizinischen Versorgung, sollte man hier im Verkehr vorsichtig sein. Fast jeden Tag passieren Unfälle. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Vor meiner Haustür kommt ein letzter verdammt nervender Lichthupengeber. Fast wäre ich ausgerastet und hätte ihm meinen Helm ins Kreuz geworfen und ihn seine Lichthupe schlucken lassen. Er winkt mit der Hand und sagt: „Lampu Mister!“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Da fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren. Na klar doch. Mein Licht brennt noch. Ich sehe es als ich das Tor aufschließe. Hätten sie das nicht gleich sagen können?&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-8270613219697003740?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/8270613219697003740/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=8270613219697003740&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8270613219697003740'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8270613219697003740'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/03/krzlich-erreichte-mich-dieser-kommentar.html' title='Verkehrsgewühl'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-7178019161588243688</id><published>2007-03-07T16:01:00.000+01:00</published><updated>2007-03-07T16:46:10.340+01:00</updated><title type='text'>Am (Straßen-) Rande</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Re7UzQmicdI/AAAAAAAAAJY/HN3GBxQIxIw/s1600-h/Unfallort.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Re7UzQmicdI/AAAAAAAAAJY/HN3GBxQIxIw/s320/Unfallort.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5039199010169188818" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;der Ort des Geschehens (vor ein paar Tagen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Heute auf dem Heimweg, erfasste mich ein Schütteln. Nein, ich war nicht krank. Es lag vielmehr daran, dass ich unterwegs an einem Menschenhaufen vorbeifuhr. Genau an dieser Stelle, wo ich vor wenigen Monaten verunglückte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Seit her schüttelt es mich immer, wenn ich diesen Ort passiere. Als wenn Erinnerungen mir dort an der Straße auf lauern und mir hinten aufs Motorrad aufspringen. Heute war es jedoch anders. In der Menschentraube steckte ein Ankot (öffentliches Verkehrsmitte – Kleinbus) fest. Ein lebloser Körper wurde angehoben und in diesen hineingehievt. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Sofort war ich noch im Vorbeifahren in Sorge um meine Kollegen. Schließlich weiß ich wie sie teilweise rasen. Es ja noch nicht lange her, dass ich sie bei jedem Wettrennen geschlagen habe. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Aber heute habe ich Glück. Es ist ein brauner Körper, der da über die vielen Menschenhände ins Auto schwebt. Also fahre ich weiter. Hier kann ich sowieso nicht helfen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Aber die Erinnerungen kommen hoch. Und sie sind näher als sonst. Es schüttelt mich….&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Re7anQmiceI/AAAAAAAAAJg/cAyMEPe-crI/s1600-h/Mein+Fleck.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Re7anQmiceI/AAAAAAAAAJg/cAyMEPe-crI/s320/Mein+Fleck.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5039205401080525282" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;mein Öl- und Blutfleckgemisch ist immer noch zu sehen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-7178019161588243688?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/7178019161588243688/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=7178019161588243688&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7178019161588243688'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7178019161588243688'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/03/am-straen-rande.html' title='Am (Straßen-) Rande'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Re7UzQmicdI/AAAAAAAAAJY/HN3GBxQIxIw/s72-c/Unfallort.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-663062713411997021</id><published>2007-03-03T04:30:00.000+01:00</published><updated>2007-03-03T11:32:08.267+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Abenteuerlicher Alltag - Alltägliche Abenteuer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angefangen hat alles damit, dass ich nach langer Vorbereitungszeit endlich die Daten meiner Doktorarbeit im Feld sammeln wollte. Ich lebe nun schon einige Zeit in Indonesien und alles handeln strebte auf diese erwartungsvollen Tage zu. Also packte ich alles was ich habe in ein Auto und schickte es in die Berge. Ich selbst ritt derweil, nebst Julia (meiner treuen Praktikantin und Helferin in fast allen Dingen sowie die Personifizierung meines neuen schlechten Gewissens) auf dem Motorrad hinterdrein. So stellten wir auch schnell meinen Erwartungswert bezüglich der Bebekbenutzung in den Bergen unter Beweis. Julias Motorroller hatte noch auf der Hinfahrt zum Wohnquartier für die Nächste Woche einen Platten.&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Wir quartierten uns und unser Feldlabor in dem lauschigen Haus von Pak Paria, einem wunderbaren alten Moslem mit einem markanten langen Kinnbärtchen, ein. Na gut, ganz so lauschig war es vielleicht nicht, aber es war immerhin ein Haus aus Stein und das von seiner Frau geräumte Bett bestand aus einer ebenso harten Matratze. Aber damit hatte ich natürlich gerechnet, weshalb ich vorsorglich vor jeder Nacht eine Ibuprofen 600 einwarf. Damit schmerzt weder meine operierte Schulter noch die Stiche von Moskitos die sich durch das Netz geschlängelt haben. Also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ein guter Anfang, so kann es weitergehen. Ging es auch! Wir sammelten noch am ersten Tag drei meiner Untersuchungsgebiete ab. Voller Freude über die leicht von der Hand gehende Arbeit machten wir uns auch sogleich an die Weiterverarbeitung und wurden in unserem Enthusiasmus jäh gebremst. Der schon mitgebrachte und sterile Agar wollte sich einfach nicht an die Klimabedingungen im tropischen Regenwald anpassen. Oder sagen wir er passte sich an und verflüssigte sich. Aber nicht etwa einfach so. Nein er fand schnell heraus, dass es viel mehr Spaß macht seinen Aggregatzustand erst dann zu verändern, wenn wir schon versiegelt und unsere Proben in ihn eingebettet hatten. Wenn es uns entgegen aller Erwartungen doch gelang brachten wir die Proben ganz schnell in den von uns eigens mitgebrachten Kühlschrank.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RejvOLi8wUI/AAAAAAAAAIY/wwPJK_I5aaQ/s1600-h/Labor+2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RejvOLi8wUI/AAAAAAAAAIY/wwPJK_I5aaQ/s320/Labor+2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5037539210110484802" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;ein Feldlabor......&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RejxNbi8wWI/AAAAAAAAAIo/y8E0TCffWZg/s1600-h/voller+K%C3%BChlschrank.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RejxNbi8wWI/AAAAAAAAAIo/y8E0TCffWZg/s200/voller+K%C3%BChlschrank.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5037541396248838498" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ja, es gibt Elektrizität. Aber diese dient nur zum Betrieb eines Fernsehers, eines Reißkochers und unzähliger Glühbirnen, die die ganze Nacht brennen oder gerade dann zum Stromausfall neigen, wenn wir am Präparieren sind. Also wurde unser Kühlschrank in der Familie als Skurrilität mit wundersamen Augen bestaunt. Einen Nutzen konnte man sich darunter nicht vorstellen. Ist halt so ein wissenschaftlicher Kram (kein Wunder er war bis in die letzte Ecke mit Petrischalen voll gestopft). Und ich wurde zum ersten tropischen Grottenolm, da ich mich gezwungen sah, nach den andauernden Stromausfällen zuerst Nachtsicht zu evolvieren, diese aber durch die lange Nichtbenutzung der Augen immer mehr verkümmerte bis nur noch ausgetrocknete Beeren als Rudimente in den Augenhöhen zurückblieben.&lt;br /&gt;Als dann des Nachts das Licht unerwartet wieder an ging, war es eigentlich gar nicht mehr nötig, nein gar unerwünscht. Ich schlafe nämlich grundsätzlich im Dunkeln. Aber so konnte ich wenigstens noch eine andere Interessante Entdeckung machen. Der Hahn nämlich, der direkt neben unserem Bett, auf der anderen Seite der Wand zu wohnen schien, ging schlicht und ergreifend falsch. Und zwar krähte er immer dann, wenn die Moschee in der Nacht gerade mal für zwei Stunden Ruhe gegeben hat, so dass man wieder in Frieden auf dem Betonkissen eindösen konnte. Nun ja zumindest versuchte er zu Krähen, es klang als habe er ein paar Muttern verschluckt und versuche nun krampfhaft sie wieder los zu werden. Draußen war es aber noch stockfinster. Und mal ehrlich, keiner versuchte auch nur um diese Zeit aufzustehen. Nach einigen Nächten überlegte ich, ob man diesen gnadenlos vorgehenden Hahn nicht einfach nur neu aufziehen musste, so wie meinen alten Wecker. Einfach am Hals anfassen und gegen den Uhrzeigersinn… In diesen Gedanken schwelgte ich meist bis zu der Zeit wo wir wirklich aufstehen mussten und wir den ersten zuckersüßen Tee des Tages bekamen. Gleich danach gab es die erste Portion Reiß. Ich verstehe es nicht, wie Julia es schaffte bei den mindestens 3 Portionen Reis am Tag Durchfall zu bekommen. Aber das ist eines der Rätsel über die weibliche Anatomie, die ich wohl nie begreifen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rejt47i8wTI/AAAAAAAAAIQ/DSAy_a3DnAk/s1600-h/Carsten+beim+Samplen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rejt47i8wTI/AAAAAAAAAIQ/DSAy_a3DnAk/s320/Carsten+beim+Samplen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5037537745526636850" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Tagsüber entspannten wir unsere durch die Dunkelheit überanstrengten Augen im gleißenden Sonnenlicht. Es machte immer wieder Spaß zu zweit auf dem Motorrad durch den frischen Regenwald zu gleiten, mal eben kurz absteigen und ein paar Blätter einsammeln und dann weiter. Nur einmal wurde Julia strapazierte ich unser Freundschaftliches Verhältnis, als ich mich an den Weg zu einem Plot partou nicht erinnern konnte. Nicht dass ich einer dieser&lt;br /&gt;typischen Vertreter meines Geschlechts wäre, die sich zu fein wären zu fragen. Nein, ich habe gefragt, andauernd. Aber meine bäuerlichen Gesprächspartner schienen entweder eine andere Sprache zu sprechen als ich oder sie hätten mich auch zum Mond geschickt, wenn ich nur vorher darauf gezeigt hätte und gefragt, ob dies der richtige Weg zu Pak Yusaks Plantage ist. Einige Stunden und mehrere Steilanstiege später gab ich es lieber auf und kehrte um, bevor Julia entschied, dass der Aufwand mich zu erschlagen und sich ohne indonesische Sprachkenntnisse durch die Berge zu kämpfen geringer war, als mir weiterhin zu folgen.&lt;br /&gt;Am nächsten Tag organisierte ich mir einen Führer und wir fanden den Plot innerhalb von zehn Minuten. Ich ertrug die vorwurfsvollen Blicke mit Haltung, wusste ich doch dass an diesem Tag noch ein richtig Lange Bergtour zu einem sehr hochgelegenem Plot anstand. Als wir diesen dann auch in der Mittagshitze erledigen mussten, stellte ich fest, dass wir verfolgt wurden. Ein kleines braunes Tier erschien in meinem Augenwinkel. Aber zumeist verschwand es wieder bevor ich mich umsehen konnte, so dass ich dieses Phänomen der Sonne zuschrieb.&lt;br /&gt;Doch auch am nächsten Tag war es wieder da das Gefühl. Wir kämpften uns gerade einen Berg hinauf, als ich den Blick wieder im Nacken spürte. Diesmal fuhren wir aber Motorrad, so konnte ich dem keine Beachtung schenken. Nach den bergsteigerischen Misserfolgen der letzten Tage erschien es uns angenehmer den Weg zu fahren. Nicht das er zum Fahren gedacht gewesen wäre. Nein! Er begann hinter der einer Holzhütte an der Straße und schlängelte sich dann durch Kakaofelder und schließlich durch dichten Regenwald bis hinauf in einen kleinen Sattel. Er ist ungefähr einen Meter breit und zwei Meter hoch, es können keine zwei Menschen neben einander gehen. Ich bin den Weg vor vier Monaten schon einmal gelaufen. Wir haben ewig gebraucht und die Sonne hat uns fast das Hirn ausgebrannt. Deshalb fahren wir diesmal mit dem Motorrad. Da macht es gar nix, dass der Weg so schmal ist, wir sitzen schließlich hintereinander. Hoch geht immer noch, da kämpft sich die Maschine eben mit schleifender Kupplung durch den steilen Waldboden und man fährt Slalom um die Bäume. Vorsicht bei tief hängenden Ästen kann ich nur sagen.&lt;br /&gt;Doch anschließend mussten wir ja auch wieder runter. In diesem Moment bedauerte ich es aufrichtig keinen Helm dabei gehabt zu haben. Als echter Abenteurer hatte ich ihn zu Gunsten meines Lederschlapphutes im Haus gelassen. Ja, ich weiß! Aber ein cooler Hut muss einfach sein, da greift man eben zur Not, so wie in der bekannten Filmszene nochmals unter der zufallenden Tür hindurch und rettet ihn der letzten Sekunde.&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Wir schlitterten also den Pfad, beide am Motorrad festgeklammert wieder hinunter und überlegten uns was wohl unsere Eltern machen würden, wenn sie uns jetzt sehen könnten. Julia war sich sicher, dass ihre glatt den nach Nepal gebuchten Urlaub bis nach Indonesien umleiten würden, nur um sie abzuholen. Ich war mir nicht sicher was meine Eltern tun würden. Es wäre sicher nicht nett, aber nichts im Vergleich zu dem was ich von meiner  Physiotherapeutin zu erwarten hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rejv4bi8wVI/AAAAAAAAAIg/9u1OhNb-4fk/s1600-h/Julia+und+Helmut.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rejv4bi8wVI/AAAAAAAAAIg/9u1OhNb-4fk/s320/Julia+und+Helmut.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5037539935959957842" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;...ein Erdferkel (Nein! Das ist Julia...daneben.)....&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Aber ich weiche ab vom Thema, denn dort oben sahen wir es. Das kleine brauen Erdferkel tümmelte sich in seinem natürlichen Lebensraum und lugte hinter Brettwurzeln von Urwaldriesen hervor. Kurzerhand schloss es mit Julia Freundschaft und wurde von ihr adoptiert. Durch seine Hilfe und Ortskenntnis konnten wir die Arbeit viel schneller als geplant erledigen. (Am Besten lest ihr das in ihrem Blog nach) Als wir wieder im Tal ankamen war gerade mal eine Stunde vergangen. Das schrie gerade mal nach einem guten Tag.&lt;br /&gt;Einen Tag später hatte ich eine Begegnung der anderen Art. Wir waren gerade auf der Suche nach einem Plot und hatten in einem Dorf nachgefragt. Der Plot war wohl um die Ecke und man konnte hin laufen. Ein Dorfbewohner zeigte Julia den Weg. Meinereiner wollte das Motorrad noch in den Schatten stellen (um spätere Verbrennungen im Gesäßbereich zu vermeiden) und wollte drum herum fahren. Ein anderer Dorfbewohner bot mir an mich zu führen und setzte sich hinten aufs Motorrad. Dass er sich an meinen Oberschenkeln festhielt fand ich schon etwas befremdlich. Es ist normal hier, aber mussten es die Innenseiten der Oberschenkel sein? Als er mir dann in den Schritt fast und mir dabei ins Ohr säuselte, dass es dies ist was er mag, wurde es mir zuviel. Es ist nur meiner glänzenden Selbstbeherrschung und der sich in diesem Moment zu Wort meldenden Schulterplatte, die mich daran erinnerte, dass ein Motorradunfall genug ist, zu verdanken, dass er keine Begegnung mit meinem Ellenbogen machte, sondern nur eine boshafte Schimpftirade über sich ergehen lassen musste, bevor ich ihn vom Motorrad schmiss. Was erleiden wir Forscher nicht alles für die Wissenschaft.&lt;br /&gt;Die restliche Woche verlief ohne weitere Zwischenfälle. Glücklich und erschöpft packten wir am Freitag unsere Sachen und machten uns auf den Weg nach Palu. Unterwegs mussten wir anhalten und neue Muttern kaufen. Julias Nummernschild war abgefallen. Dieser verflixte Gockel….&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rejx8ri8wXI/AAAAAAAAAIw/FI2PNUxxmZw/s1600-h/neugieriger+Helmut.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rejx8ri8wXI/AAAAAAAAAIw/FI2PNUxxmZw/s320/neugieriger+Helmut.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5037542207997657458" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;...ein neugieriger Gast...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RejzBLi8wYI/AAAAAAAAAI4/SVRqqSPBnjQ/s1600-h/Julia+und+Pak+Risman.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RejzBLi8wYI/AAAAAAAAAI4/SVRqqSPBnjQ/s320/Julia+und+Pak+Risman.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5037543384818696578" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Julia und Bapak Risman&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-663062713411997021?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/663062713411997021/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=663062713411997021&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/663062713411997021'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/663062713411997021'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/03/abenteuerlicher-alltag-alltgliche.html' title=''/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RejvOLi8wUI/AAAAAAAAAIY/wwPJK_I5aaQ/s72-c/Labor+2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-5209169609112930392</id><published>2007-02-18T07:42:00.000+01:00</published><updated>2007-02-18T08:27:00.318+01:00</updated><title type='text'>Abenteuer in den Bergen</title><content type='html'>Geburtstage fern von daheim sind immer etwas Besonderes. Deshalb wird jedes Mal, wenn bei einem STORMA Mitglied in Indonesien der nächste Jahresabschluss bevorsteht, geplant getuschelt und organisiert. Diesmal war Oliver der Schuldige, aber auch das Opfer zugleich. Unser Quotenkanadier ging zielstrebig auf die Dreißig zu. Also was tun?&lt;br /&gt;Kurzerhand entschloss er sich etwas Neues zu wagen. Es sollte in die Berge zu dem Dorf Bariri gehen und von dort weiter in den Wald bis zu den Klimatürmen unserer Meterologen. Dort steht eine kleine Bambushütte verlassen, abseits der Zivilisation. Dies sollte unser Ziel sein.&lt;br /&gt;Gepäck und Personen wurden soweit es ging in ein Geländegängiges Fahrzeug gestopft, wer nicht mehr reinpasste, musste Moppet fahren oder zurückbleiben. Und zurückbleiben wollte keiner.&lt;br /&gt;Die Fahrt durch ging durch tiefe Täler hinein in die Berge, an deren Straßen sich Wohnsiedlungen sammeln, als sei es ihr Lebensfaden. Man sieht kleine Läden am Straßenrand, Kinder die auf der Straße spielen, Hund die auf dem Asphalt schlafen und Bauern, die Mais und Kakao auf der Straße trocknen. Die Kinder winken, die Hunde heben müde die Köpfe, manchmal bewegen sie sich auch mühsam hinfort. Manchmal fahren wir Slalom um sie herum. Einen prächtigen Hahn kann Oliver in letzter Sekunde überzeugen, dass er mit dem Motorrad stärker ist. Er hatte sich aufgeplustert und die Straße als eigenes Revier konfisziert. Er kam nur knapp mit dem Leben davon.&lt;br /&gt;Wir kämpften uns weiter durch Regen über unglaublich steile Serpentinen erst hinauf und später wieder hinab.&lt;br /&gt;Rasch holten wir auch das vorgefahrene Auto ein, verplemperten aber so viel Zeit mit Fotos und Filmchen machen, dass die Anderen bald wieder vor uns waren. Nach stundenlanger Fahrt erreichten wir Bariri, wo wir unseren Koch Aco aufsammelten um die letzten zehn Kilometer mit ihm zusammen querfeldein in Richtung der Hütte zu fahren.&lt;br /&gt;Da plötzlich geschah es; Regen setzte ein. Und mit ihm die Dunkelheit. Nun kein Wunder im Regenwald, aber durchaus ärgerlich. Die Wiesen verwandelten sich in Pfützen und Schlammlöcher und die Bäche in reißende Ströme. So scheiterten wir nach 3 Kilometern im Schlamm, wo sich unsere Maschinen festgefressen hatten an einem hüfthohen Bach. Wir schoben ein Motorrad hindurch, aber es war zwecklos. Es war schon abgesoffen und ließ sich auch mit aller Liebe nicht zum Anspringen überreden. Da standen wir nun im Regen, klitschnass bis auf die Haut mit randgefüllten Gummistiefeln. Was nun?&lt;br /&gt;Alle Alternativen schienen irgendwie unangenehm, vor wie zurück. Also entschlossen wir uns für vor. So brachen wir zu viert klatschnass, ohne Lampen, ohne Essen, ohne irgendetwas auf um im stockfinsteren Regen den Pfad durch den Wald in die Hütte zu suchen. Wir sangen, wir fluchten, redeten miteinander um nicht verloren zu gehen. Aber alles im Laufen.&lt;br /&gt;Ich weiß nicht wann wir ankamen, aber irgendwann zwischen Abend und Morgen stolperten wir in die Hütte. Wo ein warmes Essen auf uns wartete. Dann kam das Finale: Mitten im Dschungel, Stunden von der Zivilisation entfernt wurde Oliver mit einem Geburtstagskuchen samt 30 Kerzen beschert. Das ist wahrer Luxus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="425" height="350"&gt;&lt;param name="FlashVars" value="slxml=de.sevenload.com"/&gt;&lt;param name="movie" value="http://de.sevenload.com/pl/rgepIdA/425x350/swf" /&gt;&lt;embed src="http://de.sevenload.com/pl/rgepIdA/425x350/swf" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" FlashVars="slxml=de.sevenload.com"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag stürzten wir uns in den Regenwald, wo wir uns umschauten, mit Lianen kämpften und sofort die Türme unserer Klimatologen enterten. Es war ein toller Aufstieg bis wir auf der 70m hohen Platform über dem Regenwald standen. Wahre Weite! Da es unbeschreiblich ist und ich in keiner Weise die richtigen Wörter finden würde, werde ich es mir nicht anmaßen es in Worte fassen zu wollen.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rdf5qBs5BvI/AAAAAAAAAHw/LqXDKOuRChc/s1600-h/Tower.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rdf5qBs5BvI/AAAAAAAAAHw/LqXDKOuRChc/s320/Tower.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5032765609016362738" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Der Turm&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rdf5HRs5BuI/AAAAAAAAAHo/On8mHEse0A8/s1600-h/obenauf.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rdf5HRs5BuI/AAAAAAAAAHo/On8mHEse0A8/s320/obenauf.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5032765012015908578" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;oben auf&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschluss unserer Sightseeingtour besuchten wir noch die heiligen und Uralten Monoliten, welche so heilig und uralt sind, dass keiner mehr weiß, wo sie eigentlich herkamen. Aber manchmal ist so etwas eben gar nicht so wichtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rdf2Nhs5BtI/AAAAAAAAAHg/2xO9v93uBO8/s1600-h/Regenwald+schl%C3%A4gt+zur%C3%BCck.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rdf2Nhs5BtI/AAAAAAAAAHg/2xO9v93uBO8/s320/Regenwald+schl%C3%A4gt+zur%C3%BCck.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5032761820855207634" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Der Regenwald schlägt zurück&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rdf6fBs5BwI/AAAAAAAAAH4/k72-X2OZ8_s/s1600-h/Transport.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rdf6fBs5BwI/AAAAAAAAAH4/k72-X2OZ8_s/s320/Transport.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5032766519549429506" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Aufgebockt&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-5209169609112930392?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/5209169609112930392/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=5209169609112930392&amp;isPopup=true' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/5209169609112930392'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/5209169609112930392'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/02/abenteuer-in-den-bergen.html' title='Abenteuer in den Bergen'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rdf5qBs5BvI/AAAAAAAAAHw/LqXDKOuRChc/s72-c/Tower.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-2186681917374431930</id><published>2007-02-18T05:14:00.000+01:00</published><updated>2007-02-18T05:32:12.806+01:00</updated><title type='text'>Support</title><content type='html'>Sich um andere zu kümmern kostet immer Zeit, Nerven und Energie. Schon die Brutpflege der Mütter ist mit einem hohen energetischen und essenziellen (von Essenz) Aufwand verbunden. Nein; keine Angst ich bin weder Schwanger, noch habe ich anderen Personen in diese Position verholfen. Aber meine lang erwartete Praktikantin Julia ist endlich eingetroffen. &lt;br /&gt;Und Frauen kosten in erster Linie nun mal Zeit und Geld. Nicht das ich mich beschwere, ich helfe ihr gern sich in diesem Land zurechtzufinden. Da sind viele administrative Dinge zu erledigen und überall im Alltag liegen kleine Stolperfallen, über welche man sich den ein oder anderen Zeh stoßen kann. Also helfe ich hinüber und sorge ganz uneigennützig, dass sie sich zurechtfindet. &lt;br /&gt;Gut ihr habt ja Recht. Ihr kennt mich einfach zu gut. Es ist nicht ganz uneigennützig, aber vielleicht doch ein kleines Bisschen, nur um den Anschein zu bewahren. Aber schließlich ist die Brutpflege ja ebenso eine Investition für die Zukunft. Und auch in Deutschland ist es bald wieder soweit, dass Kinder die Beste Altersvorsorge sind, genau so wie hier in Indonesien, aber das merken wir sicher erst, wenn wir keine mehr haben. Kinder meine ich, nicht Indonesier. &lt;br /&gt;Zurück zu Julia! So gesehen sind die deutschen Assistenten, Praktikanten und Arbeitsklaven, gegenüber den hiesigen mit einem wesentlich höheren Arbeitsaufwand, sowie vorzustreckenden Exportkosten und Zöllen behaftet, aber ich hoffe, dass sich der Aufwand lohnt und sie (Julia) ihn mir in barer Münze, in Form einer guten Bachelorarbeit wieder einbringt. Aber so weit ist es noch nicht.&lt;br /&gt;Vorerst üben wir noch Motorradfahren und bereiten uns vor, in die Berge zu gehen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RdfWYxs5BsI/AAAAAAAAAHU/sr8SA9WkWO0/s1600-h/Juli+Mortorroller%C3%BCben.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RdfWYxs5BsI/AAAAAAAAAHU/sr8SA9WkWO0/s320/Juli+Mortorroller%C3%BCben.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5032726829756647106" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Julia beim Motorrollern. Schließlich muss man üben bevor man den Führerschein kauft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-2186681917374431930?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/2186681917374431930/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=2186681917374431930&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2186681917374431930'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2186681917374431930'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/02/support.html' title='Support'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RdfWYxs5BsI/AAAAAAAAAHU/sr8SA9WkWO0/s72-c/Juli+Mortorroller%C3%BCben.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-5332916298834996582</id><published>2007-02-05T13:02:00.000+01:00</published><updated>2007-02-06T10:22:10.299+01:00</updated><title type='text'>Delay</title><content type='html'>Das Typische am typischen Indonesier ist, der er sich ungern typisieren lässt. Dennoch gibt es in diesem Schmelztiegel der Kulturen und Religionen Eigenheiten, welche jedem der noch s verschiedenen hier ansässigen Menschen zu Eigen sind. Ganz alltägliche Alltagssituationen in denen man sich sagt: „Man, dass war gerade typisch indonesisch!“&lt;br /&gt;Beispielsweise wartet man manchmal tagelang darauf, dass der feste Termin, den man zuvor vereinbart hat tatsächlich eintrifft. Aber es sind ja, Gott sei Dank, nicht alle Indonesier so und auch ich bin dagegen nicht gefeit. Erst letztlich plante ich eine Woche ins Untersuchungsgebiet zu fahren, als mich dann in der Vorbereitungszeit ein äußerst heimtückischer Magen-Darm-Virus danieder streckte.  &lt;br /&gt;Da quält man sich auf dem Abort herum und stellt in der Nacht fest, dass man auch in den warmen Tropen eine Wärmflasche gebrauchen könnte, welche man natürlich vorausschauend zu Hause gelassen hat, oder man stellt mit sofortiger Wirkung das Essen ein, um Unmengen des hier nicht erhältlichen Kamillentees zu vernichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Laborarbeit unterdes bleibt natürlich liegen. Die Panik weicht dann langsam der Resignation, wenn man zusieht wie sich das Zeitfenster, welches man für die Durchführung der Feldarbeiten zur Verfügung hat, sich langsam bis zum nächsten Fixtermin schließt. Mist! Also umplanen.&lt;br /&gt;Wenigstens kann ich die Behauptung, dass diese Verzögerung an mir und meiner zunehmenden Adaptivmentalität lag, weit von mir weisen, denn es lag alles eindeutig an dem Virus. Und der war eindeutig indonesisch, der Hund!&lt;br /&gt;;-P&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RccdObr8teI/AAAAAAAAAG8/HRq1-7v-drY/s1600-h/Laborarbeit.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RccdObr8teI/AAAAAAAAAG8/HRq1-7v-drY/s320/Laborarbeit.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5028019642769913314" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-5332916298834996582?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/5332916298834996582/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=5332916298834996582&amp;isPopup=true' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/5332916298834996582'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/5332916298834996582'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/02/delay.html' title='Delay'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RccdObr8teI/AAAAAAAAAG8/HRq1-7v-drY/s72-c/Laborarbeit.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-8192540961006473210</id><published>2007-01-30T15:36:00.000+01:00</published><updated>2007-02-01T20:39:15.902+01:00</updated><title type='text'>Regen, Regen nichts als Regen</title><content type='html'>Seit dem ich mich wieder in Sulawesi-Indonesien befinde herrscht hier offiziell Regenzeit. Jeden Tag oder auch in der Nacht regnet es. Sogar in so regenarmen Gebieten wie Palu. Hier hat der Regen es sich zum Hobby gemacht, genau dann einzusetzen, wenn ich gerade meine frische Wäsche zum Trocknen auf gehangen habe. Nicht dass es ihm reichen würde, mich meiner fast trockenen Kleidung zu berauben. Nein, er trommelt auch noch die ganze Nacht auf das Dach meines Hauses. &lt;br /&gt;Am nächsten Morgen musste ich gar nicht aufstehen um zu wissen, es lohnt keinen Schritt vor die Tür zu gehen. Und meine Wäsche ist immer noch nass. Vermutlich sogar nasser als ich sie gestern aufgehängt hatte. Also umdrehen, das Kopfkissen über die Ohren ziehen und einfach liegen bleiben. Wenig später war es dann da: Das schlechte Gewissen. Also doch aufstehen. Verschlafen rapple ich mich auf, schlurfe in die Küche um den Wasserdispenser für heißen Kaffee anzustellen, greif mir ein umliegendes Handtuch und begebe mich ins Mandi. Br…schlagartig bin ich munter. Seit der Regenzeit ist die erste Kelle Wasser am Morgen eine Qual. Wie soll man da vernünftig wach werden. Bald fange ich an mich noch im Bett vor diesem allmorgendlichen Ritual zu fürchten. &lt;br /&gt;Wir lernen also in der Regenzeit kühlt es selbst am Äquator ab. Nach dem Kaffee regnet es immer noch. Die Straßen und meine Auffahrt füllen sich langsam mit Wasser. Na ja, wenigstens muss ich nicht gießen. Immer positiv denken. Ich beschließe erst einmal zu Hause zu arbeiten und setze mich an meinen Computer. &lt;br /&gt;Als es gegen Mittag immer noch regnet will ich dann doch in die Uni fahren. Wichtig Vorbereitungen für meinen Feldaufenthalt nächste Woche wollen getan werden. Also ziehe ich lange Kleidung an und streife meine Regenjacke über. Motorrad fahren im Regen ist echt bescheiden. Es dauert 100 Meter bis zur ersten Kurve und ich bin nass bis auf die Knochen. Regenjacke hin oder her. Wasser spritzt von allen Seiten. Von oben kommt es so kalt, dass ich tatsächlich friere. Von unten spritz es warm durch meine Sandalen in die Hosenbeine hinein. Ein seltsames Gefühl, aber immerhin, es könnte ja auch kaltes Wasser sein. Dann doch lieber warm. In der Uni angekommen lerne ich eine neue Lektion für das Arbeiten im Regenwaldgebiet zur Regensaison. Wechselklamotten. Ich stehe wie ein begossener Pudel und es bildet sich eine Pfütze um meine Beine. Ich habe die Wechselklamotten vergessen. &lt;br /&gt;Es dauert eine Weile die ich vor dem Wärmetauscher der Klimaanlage stehen muss bis ich trocken bin. Genug Zeit um das nächste Mal an Wechselsachen zu denken, vorausgesetzt es hört irgendwann mal auf zu regnen, damit sie auf der Leine trocknen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber der Regen hat auch gute Seiten. Mein Basilikum entwickelt sich prächtig. Schon zwei Tage nach der Saat keimte er auf. Leider gilt selbiges auch für das Unkraut. Es wächst schneller als ich es in meinem Garten entfernen kann. Nach zwei Tagen Gartenarbeit hat sich an dem verwuchertem Zustand noch nicht viel geändert. Aber meine Schulter tut mir jetzt weh. Also werde ich wohl doch jemanden anheuern müssen, dass er das Grundstück auf Vordermann bringt. Ich werde mich gleich morgen darum kümmern, sobald es aufgehört hat mit regnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RcDwuLr8tYI/AAAAAAAAAF0/P6Z1W9gUyEU/s1600-h/Regen.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RcDwuLr8tYI/AAAAAAAAAF0/P6Z1W9gUyEU/s320/Regen.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5026281860347245954" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;So sieht Regen aus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RcDxV7r8tZI/AAAAAAAAAF8/BxW6uzQinX4/s1600-h/Palu+Motorrad.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RcDxV7r8tZI/AAAAAAAAAF8/BxW6uzQinX4/s320/Palu+Motorrad.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5026282543247046034" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Da bin ich extra für gefahren.... (unten am Ende der Bucht sieht man Palu)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RcD2gbr8tdI/AAAAAAAAAGw/OIipuBiH684/s1600-h/Berge2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RcD2gbr8tdI/AAAAAAAAAGw/OIipuBiH684/s320/Berge2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5026288221193811410" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wo der Regenwald weg ist, ist nur noch Wiese.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RcDy3rr8tbI/AAAAAAAAAGM/08tfV8dmKOA/s1600-h/Regenfass.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RcDy3rr8tbI/AAAAAAAAAGM/08tfV8dmKOA/s200/Regenfass.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5026284222579258802" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Noch ein Versuch den Regen zu Fotographieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RcDz5rr8tcI/AAAAAAAAAGU/bu5VK-E17G8/s1600-h/Basilikum.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RcDz5rr8tcI/AAAAAAAAAGU/bu5VK-E17G8/s200/Basilikum.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5026285356450624962" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mein Basilikum ;-P&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-8192540961006473210?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/8192540961006473210/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=8192540961006473210&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8192540961006473210'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8192540961006473210'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/01/regen-regen-nichts-als-regen.html' title='Regen, Regen nichts als Regen'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/RcDwuLr8tYI/AAAAAAAAAF0/P6Z1W9gUyEU/s72-c/Regen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-5044882135450919798</id><published>2007-01-24T10:31:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T11:56:20.409+01:00</updated><title type='text'>Zurück in der fremden Heimat</title><content type='html'>Ich kann es kaum wagen, dass ich mein Leben diesen indonesischen Seelenverkäufern anvertraut habe. Vor wenigen Wochen war es in allen Zeitungen der Welt nachzulesen gewesen, dass eine Boing der Fluglinie Adam Air kurz vor Sulawesi von der Landkarte verschwand. Es gab keine Spur. Sie war einfach weg. Erst Tage später wurden Frackteile samt Leichen an Land gespült. Es gab unzählige Tote. Keiner hatte überlebt.&lt;br /&gt;Adam Air muss sich dafür derzeit vor Gericht verantworten und ich? Ich musste nach Palu in Zentralsulawesi. Natürlich habe ich in weiser Voraussicht nicht Adam Air gebucht. Die fliegen auch überhaupt nicht nach Sulawesi. Da hatte ich also noch mal Glück. Stattdessen nahm ich den Flug von Batavia Airlines über Bolapapu auf Kalimantan nach Palu. Aber das will erstmal nichts heißen. &lt;br /&gt;Als ich das Flugzeug betrat fühlte ich mich zugleich sehr indonesisch. Die Maschinen sind alle nicht mehr die Jüngsten und hier und da fallen sie schon mal auseinander. Kaputte Tische und die sich für einen Wasserfall haltende Klimaanlage sind da schon mal die Dinge die für einen Passagier direkt ersichtlich sind. Aber sobald an drin sitzt ist es zu spät und man denkt besser nicht mehr darüber nach. Bisher bin ich ja auch immer angekommen. &lt;br /&gt;Der Flug ist etwas unruhig aber nicht schlimm. Durch meine chronische Übermüdung döse ich vor mich hin und bin nur halb anwesen. Mein Sitznachbar liest in einem Magazin.&lt;br /&gt;Da passiert es! Das Flugzeug stürzt in ein gewaltiges Luftloch und wird böse durchgeschüttelt. Mein Nachbar schaut mich entsetzt an, er hat die Seite mit einem Bericht über Adam Air aufgeschlagen. Rings umher beginnen murmelnde Gebete zu verschiedenen Göttern. Da geschieht es noch einmal. Mein Sitznachbar schlägt bleich die Zeitung zusammen und wir beschließen, dass es wohl besser ist, das jetzt nicht zu lesen. &lt;br /&gt;Fünf Minuten später ist alles wieder gut. Der Flug ist wieder normal unruhig. Es ist eben Regenzeit und überall hängen wasserschwere Wolken. Aber der Schreck sitzt tief.&lt;br /&gt;In Balipapu wechsele ich den Flieger aber nicht die Qualität. Im Gegenteil. Und nach kurzen 40 Minuten landen wir glücklich im feuchtwarmen Klima Palus, wo mich unser Laborleiter Stefan, samt meines Namensvettern abholt. &lt;br /&gt;Endlich angekommen! Was will man mehr als Freunde die einen erwarten? Das Leben ist schön. &lt;br /&gt;Ich setze mich mit Geschenken beladen auf mein geliebtes Motorrad und fahre bei den anderen Freunden vorbei. Es ist wie Weihnachten. Es gibt ein großes Hallo, Geschichten, Leckerein, Whisky. So sinke ich spät, spät abends in kurzen Schlaf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute wache ich um 11 Uhr auf. Mist, Jetlag, viel zu spät. Kurz darauf melde ich mich im Projektbüro als wieder anwesen an und da sonst niemand da ist, fahre ich wieder Heim. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rbc637scnbI/AAAAAAAAAA0/7PbA87N0KHY/s1600-h/Blog-rambutan3.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rbc637scnbI/AAAAAAAAAA0/7PbA87N0KHY/s320/Blog-rambutan3.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5023548641946410418" /&gt;&lt;/a&gt;Auf dem Rückweg kaufe ich mir ein paar Früchte zum Mittag. Herrlich, es ist wieder Rambutansaison. So süß und lecker. Wie, ihr wisst nicht was Rambutan ist? Ihr Armen!&lt;br /&gt;In meinem Haus wartet jede Menge Arbeit auf mich. Viele Eltern kennen es, wenn man nach dem erholsamen Urlaub, endlich nach Hause kommt und das Haus von den Kindern verwüstet vorfindet. (Hierbei einen lieben Gruß an meine Eltern und ein dickes „Sorry“ für all die Jahre.) Nun ich habe keine Kinder, aber einen Italiener. Daniele war einige Zeit allein zu Hause, da Heiner für 2 Monate zurück nach Deutschland reiste. Daniele ist nun als Botaniker oft und lange im Feld um auf Untersuchungsflächen Unkraut zu identifizieren. Leider hat er eben auch begonnen es in meinem Garten zu domestizieren. Meterhoch stand das Unkraut in unserer Einfahrt. Ok, die Papayas sind dafür auch kräftig gewachsen. &lt;br /&gt;Im Haus sah es so aus als sei Wochenlang nicht geputzt worden. Wahrscheinlich entspricht das sogar der Wahrheit, da Daniele gerade für 3 Wochen am Stück im entferntesten Untersuchungswald hockt. &lt;br /&gt;Was bleibt nun zu tun? Heute habe ich das Haus auf Vordermann gebracht. Morgen nehme ich mir den Garten vor. Dann lege ich auch ein Basilikumfeld an. Und wenn Daniele das dann nicht pflegt, erkenne ich ihm die Staatsbürgerschaft ab. Genau!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-5044882135450919798?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/5044882135450919798/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=5044882135450919798&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/5044882135450919798'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/5044882135450919798'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/01/zurck-in-der-fremden-heimat.html' title='Zurück in der fremden Heimat'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_WTUkqxO_OT0/Rbc637scnbI/AAAAAAAAAA0/7PbA87N0KHY/s72-c/Blog-rambutan3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-7357532402879844702</id><published>2007-01-22T17:17:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T11:52:14.827+01:00</updated><title type='text'>Jeder Abschied ist ein kleiner Tod, doch heute starb ich tausend Tode als ich ging. (Zugfahrt)</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbc3f7scnXI/AAAAAAAAAAM/gTFIJmXgRWk/s1600-h/Blog+-Abfahrt.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbc3f7scnXI/AAAAAAAAAAM/gTFIJmXgRWk/s320/Blog+-Abfahrt.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5023544931094666610" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wir kommen und wir gehen ganz allein singt Reinhard Mey. Daran musste ich denken als ich heute Morgen um 6 Uhr in den Zug stieg. Durch den Winter ist alles noch dunkel draußen. So gleitet der fast Menschenleere Zug einsam durch die Nacht. Mittendrin sitze ich und denke. Verdammt ich denke zuviel. Da hilft auch der Kopfhörer nicht über den die Herr der Ringe Symphonie in meine Gedanken schallt. Abschiede, wie ich sie hasse. Eigentlich bin ich ein Freund des viel geschätzten Kurz-und-Schmerzlosprinzips. Es ist ganz einfach. Wenn der Zeitpunkt zum Abschied gekommen ist, dreht man sich einfach um und geht. Wichtig dabei ist, dass man nicht zurückschaut. Klingt hart, aber es hat sich bewährt. Probiert es aus! &lt;br /&gt;Doch diesmal will es mir nicht so recht gelingen. Zu viele Gedanken in meinem Kopf und zu viele unerfüllte Wünsche in meiner Brust. Der Haken an der Sache ist glaube ich jener: Ich will gar nicht gehen. Zu sehr habe ich meine Freunde, Hobbys und Geborgenheit vermisst. All dies wurde mir während des Intermezzo in Deutschland umso mehr bewusst, als dass ich mich gar nicht davon Sattleben konnte. &lt;br /&gt;Das ist das Problem. Der mit dem Abschied einhergehende Verlust. Wenn er nicht wäre, dann wäre der Abschied kein Problem. Einfach ein kurzes Nicken und man geht, so wie man täglich seinen Arbeitsplatz verlässt. Und da haben wir die Krux. Mein Arbeitsplatz.&lt;br /&gt;Mein Arbeitsplatz beinhaltet einen ausgsprochen langen Hin- und Rückweg. Soweit muss ich mir das Verlustgefühl wohl verzeihen, sollte mir aber aufhören so viele Gedanken zu machen. Stattdessen lieber ein bisschen schlafen. Im Schlaf sind wir alle unschuldig, heißt es. Vielleicht hilft das….&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...einen Tag später in Jakarta sehen die Dinge schon anders aus. Die mir entgegenschlagenden 37°C, welche sich in den Abgaswolken der sich rythmisch verstopfenden Straßen durch die Betonhäuserschluchten noch verstärken, wird mir bewußt, daß sich Jakarta nicht verändert hat. Super!&lt;br /&gt;Das ich nicht weiterfliegen kann ist allerdings weniger toll. Also nehme ich mir ein Hotell dessen Preiß mir eine Leistung vorgaukelt, die in indonesichen Augen vielleicht sogar erreicht wird. Von den verfallenen Fluren im 11. Stock mal ganz abgesehen, ist er erst einmal sauber. Zumindest konnte ich bei meiner Begehung keinerlei Mitbewohner ausmachen. Die Einrichtung ist einfach aber Hightech. Wobei ich aber auf die mit Bewegungsmelder anspringenden Lichschalter hätte verzichten können. Da sitzt man im Bad im Dunkeln und im Bett geht dauernd das Licht an. Aber so ist Indonesien, man zeigt was man hat. Nach einer Stunde schaffte ich es sogar die Automatik zu überlisten, indem ich sie vom Strohm nahm. So gelang es mir ein wenig zu schlafen. &lt;br /&gt;Jetzt warte ich hier auf mein Ticket. Insgesamt bin ich also noch nicht angekommen, habe meine Freunde und Kollegen noch nicht getroffen und kann mich nur noch an die schöne Zeit zu Hause erinnern (das Krankenhaus wird hier bewußt ausgeklammert). Es war schön zu Hause zu sein und wir sehen uns bald wieder...&lt;br /&gt;carsten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbc6FbscnaI/AAAAAAAAAAo/amwYd2xvA7k/s1600-h/Blog+Jakarta.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbc6FbscnaI/AAAAAAAAAAo/amwYd2xvA7k/s320/Blog+Jakarta.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5023547774363016610" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-7357532402879844702?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/7357532402879844702/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=7357532402879844702&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7357532402879844702'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7357532402879844702'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/01/jeder-abschied-ist-ein-kleiner-tod-doch.html' title='Jeder Abschied ist ein kleiner Tod, doch heute starb ich tausend Tode als ich ging. (Zugfahrt)'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbc3f7scnXI/AAAAAAAAAAM/gTFIJmXgRWk/s72-c/Blog+-Abfahrt.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-607418491170622039</id><published>2006-11-29T16:51:00.000+01:00</published><updated>2007-01-26T12:03:58.671+01:00</updated><title type='text'>Die Ruhe vor dem Sturm</title><content type='html'>Es sind diese stillen Momente im Leben, an denen man noch etwas nachsinnt und in sich geht. Die Momente der Ruhe vor dem Aufbruch, vor der Entscheidung, vor dem Spiel. Manche bekommen in solchen Momenten Lampenfieber und werden ganz aufgeregt. Andere wiederum gehen in sich und sinnieren über sich und das Kommende, das Unbekannte. Ich gehe üblicherweise Tauchen. &lt;br /&gt;Nein das nur teilweise richtig. Ich bin dieses Mal (und auch zum ersten Mal) tauchen gegangen. Aber ich kann mir gut vorstellen, diese Art der Beruhigung als kleines Ritual beizubehalten. Während ich diese Zeilen schreibe sitze ich in meinem Lieblingstauchresort. Es sind 35°C und es ist um 18,30 Uhr schon dunkel auf der Terrasse meines Bungalows. Nur kleine Boote schippern mit Licht über die Korallenbänke um einige Fische ins Netz zu bekommen. Mir wird kalt bei dem Gedanken an daheim, da ist es gerade 11,30 Uhr und die Menschen frieren im Spätnovember. Aber wenigstens schwitzen sie nicht. Dafür können sie aber auch nicht tauchen. Nun ja, da schwitze ich doch lieber. &lt;br /&gt;Aber meine Pause ist in ihrer Dauer eng begrenzt. Meine Vorexperimente laufen gut, ich konnte das endgültige Experimentdesign verbessern und die letzte meiner Bestellungen wird im verlauf der Woche eintreffen. Alles ist gut. Warum liege ich aber nun in der Hängematte anstatt zu arbeiten? Ganz einfach! Weil ich es kann. Nächste Woche läuft mein Hauptexperiment an, ab dann ist mein Leben nicht mehr unter meiner Kontrolle. Das Experiment kontrolliert mich. Da sind Arbeiten die jeden Tag getan werden müssen bevor es Dunkel wird. Da gibt es keine Pause, keinen Schlaf und auch kein Wochenende, wenn die Versuchsobjekte (ich arbeite mit Pilzen) es nicht zulassen. Also die Ruhe vor dem Sturm. &lt;br /&gt;Wenn ich Glück habe muss ich Weihnachten nicht arbeiten. Da ist Feiertrag und die Universität ist zu, aber das interessiert meine Pilze wenig. &lt;br /&gt;Also nutze ich die Zeit, die ich habe, denn Zeit kann man nicht sparen. Jeder der das einmal versucht hat wird wissen, dass sie einem wie Sand zwischen den Fingern zerrinnt. Da ist sie unbarmherzig und was gibt es da besseres als einfach noch mal auszuspannen?&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnfvbscnwI/AAAAAAAAAEw/X1FnmgWe9MA/s1600-h/Tanjun+karang.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnfvbscnwI/AAAAAAAAAEw/X1FnmgWe9MA/s320/Tanjun+karang.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024292865289527042" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vier Tage später habe ich Haie, Wasserschildkröten, Rochen und Feuerfische gesehen und bin offizieller Open Water Diver. Danach geht es ab nach Hause. Der Rückweg mit meinem neuen Motorrad und dem Tauchschein im Gepäck ist ein wahres Gedicht. Aber die Ernüchterung kommt schnell. Thomas, unser Regenwaldtischler liegt seit zwei Tagen im Krankenhaus. Ich fahre direkt hin und bleibe auch über Nacht. Er hat Fieber und Kopfschmerzen, obwohl er mit Schmerz und Fiebermitteln voll gepumpt ist. Wir wissen nicht was wir tun sollen. Er hängt am Tropf und wir kühlen ihm abwechselnd die Stirn und bewachen seinen Schlaf. Aber das schlimmste ist sein Phantasieren. Er weiß nicht wo er ist und stellt auch immer wieder dieselben Fragen. Geht es ihm schlecht, stöhnt er vor Kopfschmerzen, als würde ihm der Schädel platzen. Wenn es ihm besser geht, meist nach einem kurzen Schlaf, will er am liebsten aus dem Krankenhaus, von dem er gar nicht weiß dass er sich darin befindet, heraus. Es kann auch passieren, dass er mit seiner Infusion rumspielt oder sie rauszieht. Es ist gespenstig und die Ärzte wissen nicht was er hat. Nach einer schier endlosen Zeit kommt die Labordiagnose seines Blutes. Er hat vermutlich eine Infektion.&lt;br /&gt;Na toll, damit hätte ich nun überhaupt nicht gerechnet. Und welche? Kann man uns nicht sagen. Wir behandeln ihn schon gegen Malaria, aber insgeheim stehen Dengefieber, oder, wegen der geistigen Verwirrung, auch Japanische Enzephalitis hoch im Kurs. &lt;br /&gt;Wir wollen ihn hier rausschaffen, nach Jakarta, in ein besseres Krankenhaus. Was soll er hier auch bei Ärzten, welche die Medikamentation vor der Diagnose festlegen? Erleichtert, aber mit voller Sorge packten wir ihn samt zwei Begleitern heute Morgen in ein Flugzeug. Auf die Genehmigung der hiesigen Ärzte wollten wir nicht mehr warten. Heute Morgen war sein physischer Zustand relativ gut. Er hat sogar gegessen und getrunken. Aber seine Verwirrung macht mir Angst. Ich hoffe er wird in Jakarta schnell gesund. &lt;br /&gt;Hoffentlich bleibt da nix zurück!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-607418491170622039?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/607418491170622039/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=607418491170622039&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/607418491170622039'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/607418491170622039'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/11/die-ruhe-vor-dem-sturm.html' title='Die Ruhe vor dem Sturm'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnfvbscnwI/AAAAAAAAAEw/X1FnmgWe9MA/s72-c/Tanjun+karang.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-6981065632029495861</id><published>2006-11-20T00:30:00.000+01:00</published><updated>2007-01-26T12:14:48.665+01:00</updated><title type='text'>Waldfest – Pesta huttan</title><content type='html'>Genau genommen, war ich im Auftrag meines Projektes STORMA unterwegs. Nach einer Stunde Fahrt durch die Flussebene, wo sich Dorf um Dorf an der Straße entlang hangeln, öffnen sich die Berge in das Kulawital. Viele Male bin ich diesen Weg schon gefahren, doch jedes Mal begrüße ich die sich windende Bergstraße mit Freude. Nach einer langen geradlinigen Fahrt an nimmer endenden Häuserketten vorbei, schnauft sich mein Motorrad nun den schmalen Weg durch den Regenwald, das Tal nach oben. Dieser Weg, nein eigentlich ist es sogar eine asphaltierte Straße bedeutet für die oben liegenden Dörfer die Nabelschnur der Zivilisation. Nur ihr ist es zu verdanken, dass es zeitweilig Strom gibt. Die Straßen bringen auch die Bedürfnisse der Zivilisation, so findet man bei den besser Situierten Familien immer einen Fernseher im Haus. Auch noch am Ende der Straße gibt es welche, notfalls eben mit einem Generator betrieben. &lt;br /&gt;Ich war auf dem Weg zu der STORMA-Hütte mitten im Primärregenwald. Hier gibt es keinen Fernseher. Die Hütte dient den Forschern, welche auf dem nicht weit entfernten Hochplateau teure Installationen zur Erforschung des El Nino Effektes aufgebaut haben, als Unterkunft. Es sind nur zwei Hütten mit acht Schlafplätzen und einem Ess- und Kochraum. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnhFbscnyI/AAAAAAAAAFI/k46DD7fTAXY/s1600-h/Ponoh%C3%BCtte.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnhFbscnyI/AAAAAAAAAFI/k46DD7fTAXY/s320/Ponoh%C3%BCtte.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024294342758276898" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich wollte erstens ein paar Proben nehmen und diese am nächsten Tag im Labor bearbeiten und zweitens war an jenem Tag, nicht unangenehmer Weise, die Einweihungsfeier der gerade fertig gestellten Hütte angesetzt. Also warum nicht das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden?&lt;br /&gt;Während der Stunde Fahrt die Berge hinauf, zeigte der Regenwald seine wahre, seine Regenseite. Ich fahre also vorsichtig, denn die Straße ist nass und das Visier ist vertropft. Aber der kühle Bergwind und die nassen kalten Klamotten sind einfach herrlich, eine willkommene Abwechslung zur Alltagshitze.&lt;br /&gt;Auf der Straße ist, wie eigentlich immer, viel los. Schlafende Hunde, spielende Kinder, grasende Kühe (eigentlich müsste es heißen müllende Kühe) und jede Menge Moppets und natürlich auch Autos. Bei jedem LKW merke ich wie ich unwillkürlich zusammen zucke. Die Schulter heilt zwar und schmerzt nur noch selten, aber da sind noch die Erinnerungen. Besonders heftig reagiert mein Unterbewusstsein bei gelben LKW. Leider ist das hier die häufigste Farbe. Aber das gute an der Sache ist: ich fahre eben vorsichtig. &lt;br /&gt;Wir treffen uns alle in dem STORMA-Haus im Dorf Toro. Angenehm durchgefroren steige ich vom Motorrad und frage Rajab (unser Koch) erstmal nach einem großen Pot Tropenkaffee, den ich auch bekomme. Nach einer kurzen Pause teilen wir das Gepäck auf. Nahrungsvorräte, Getränke und so dieses und jenes, was alles so noch in die Hütte gebracht werden muss. Da mein Privatgepäck, durch den Eintagesaufenthalt, sehr klein ist muss ich kräftig zulegen, aber das macht nix. Da es schnell dunkel wird brechen wir bald auf. Wir wollen noch im Tageslicht ankommen. Die Wanderung ist, wenn man sie nicht jeden Tag machen muss wie einige Kollegen, sehr schön. Der Weg führt an Reisfeldern und Kakaoplantagen vorbei direkt in den Regenwald. Dort erklimmt man von Urwaldriesen umgeben einen Kamm. In dessen Sattel machen wir erst einmal eine Verschnaufpause. Hier trifft man fast immer Dorfbewohner. Also hält man ein kleines Schwätzchen und wer schon wieder fit ist, raucht eine Nelkenzigarette. Wir brauchen einige Zeit um Abzudampfen. Die Kleidung klebt an der Haut aber von hier an geht es nur noch bergab. Das tröstet die Gemüter etwas. &lt;br /&gt;Wieder im Tal angekommen wandern wir dieses hinauf. Und wieder gibt es auf allen einigermaßen ebenen Flächen Reisfelder oder Kakaoplantagen. Drei Mal müssen wir den Bach überqueren, dann sind wir da. Wohl dem der Gummistiefel oder Flipflops an hat. An der Hütte angekommen treffen wir Bernhard und Gerald samt Assistenten Eddie beim Holz hacken. Erst einmal alle Sachen von sich werfen und in den angrenzenden Bach gehen um sich zu waschen. Das Wasser ist kalt und einfach herrlich. &lt;br /&gt;Nach Einbrechen der Finsternis treffen auch die Nachzügler noch bei der Hütte ein. Trotz der warmen Tropentemperaturen haben wir, der Lagerromantik wegen ein Feuer angezündet; aus Tropenholz natürlich. &lt;br /&gt;Alle beisammen beginnen wir mit den Vorbereitungen des Kulturschockabends für Eddie. Erstmal wird gegessen, es gibt Spagetti mit Tomatensoße. Wertvolle passierte Tomaten in Büchse der Firma del Monte wurden für dieses Fest geopfert. Diese Kostbarkeiten sind nur manchmal in einem bestimmten Markt erhältlich und werden sofort in allen STORMA-Haushalten gebunkert und wie Augäpfel gehütet.&lt;br /&gt;Eddie ist tapfer mit. Aber wir lassen ihm immer noch die Alternative zu einem mitgebrachten Reispaket zu greifen. Ob er es getan hat weiß ich nicht. Gut möglich, das er es tat, als wir seinen Vorschlag die Tomatensoße noch mit Sambal zu verfeinern entschieden ablehnten. &lt;br /&gt;Nach dem Essen gibt es leckere Schokolade und echten 12 Jahre alten Schottischen Whisky (ein Mitbringsel aus dem Dutyfreeshop von Neuankömmlingen) als Nachtisch. Auch unser muslimischer Freund Eddie trinkt mit.&lt;br /&gt;Wieder am Lagerfeuer werden Micha und Daniele mitgebrachte Präsente überreicht. Heue ist ihr Geburtstag. Für Micha ist es ein Sarung (Männerrock) und für Daniele ein schönes Parang (Haumesser). &lt;br /&gt;Musik schallt durch die kleinen Aktivboxen aus der Hütte in den mittlerweile stockfinsteren Wald. Manchmal sieht man hohe Baumkronen sich gegen den klaren Sternenhimmel abzeichnen. Die allgemeine Stimmung ist gut. Mittlerweile sind wir bei dem schlechten indonesischen Bourbone angekommen den wir mit Cola runter spülen. Eddie hat sich bereits schlafen gelegt. Kommunikationsprobleme! Wir reden deutsch oder englisch, da Oliver Kanadier und Daniele Italiener ist. Später am Abend als Daniele sich schlafen legen will, räume ich noch einige Matratzen aus seiner Kammer und verteile sie auf die anderen Betten im Haupthaus. Als ich die Tür zu Eddies Kamme öffne muss ich lachen. Er liegt im blanken Bettkasten und schläft als läge er in einem Sarg. Leise schließe ich die Tür wieder und gehe zu Gerald. Es soll seinen Assistenten wecken um ihm die Matratze zu geben. Allgemeines Gelächter folgt. So sind unsere Assistenten knüppelharte Kerle aber zu schüchtern um nach einer Matratze zu fragen. &lt;br /&gt;Aber Eddies Schlaf währt nicht lange bald ist er wieder draußen zu sehen. Wir waren zu laut. Aber das Fest näherte sich seinem Höhepunkt und es wird auf den Tischen getanzt. Genau genommen ist es nur ein Tisch. Thomas unser Tischler hielt ihn mit den Worten: „Er war doch aber nur zum Essen gedacht“ fest. Die sechs tanzenden Leute versetzen ihn in eine gefährliche Instabilität. &lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnhbbscnzI/AAAAAAAAAFQ/P0LvyJ2wMrA/s1600-h/Party.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnhbbscnzI/AAAAAAAAAFQ/P0LvyJ2wMrA/s320/Party.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024294720715398962" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen wachte ich als erster auf. Meine linke Schulter schmerzte auf der harten Matratze und ich konnte nicht gut schlafen. Aber ich wollte sowieso wieder ins Labor und Blätter die ich gestern gesammelt hatte analysieren. Schnell packte ich meine Plünde zusammen und warf noch einmal einen Blick auf die leere Feuerstelle und die Hütte voller Schlafsackmumien. Entschlossen zog ich meinen Hut tief ins Gesicht. Ich musste lächeln bei dem Gedanken an gestern Nacht und freute mich darauf allein im Morgengrauen durch den Regenwald zurück zu laufen.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbniTrscn1I/AAAAAAAAAFg/l3pJtYkqSzM/s1600-h/R%C3%BCckweg.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbniTrscn1I/AAAAAAAAAFg/l3pJtYkqSzM/s320/R%C3%BCckweg.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024295687083040594" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-6981065632029495861?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/6981065632029495861/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=6981065632029495861&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6981065632029495861'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6981065632029495861'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/11/waldfest-pesta-huttan.html' title='Waldfest – Pesta huttan'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnhFbscnyI/AAAAAAAAAFI/k46DD7fTAXY/s72-c/Ponoh%C3%BCtte.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-2716661549895512211</id><published>2006-11-07T15:37:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T01:21:17.077+01:00</updated><title type='text'>Temperaturbetrachtungen</title><content type='html'>Da es in Deutschland gerade Winter wird und kalter Wind den Schnee durch alle Fensterritzen treibt, sehnen sich viele Menschen nach wohliger Wärme. Früher saß man noch in der Familie mit dem Rücken an einen bollernden Kachelofen und spielte oder unterhielt sich miteinander. Der Kachelofen mit seiner angenehmen natürlichen Wärme war das schlagende Herz des Hauses. Heute im Zeitalter von Fernwärme und Ölbetriebenen Fußbodenheizungen kommt dieses Familiäre Gefühl nicht mehr auf. Man braucht es auch gar nicht, denn man hat es substituiert. Wer es sich leisten kann fährt in den Süden, wo es warm ist.&lt;br /&gt;Also ist es kein Wunder, dass ich in letzter Zeit von meinen Freunden immer wieder um die hiesigen Temperaturen beneidet werde. Natürlich kann ich es auch irgendwo verstehen. 35°C klingen verlockend, wenn man daheim bei Minusgraden sie die Hand abfriert weil man den Autoschlüssel wieder nicht ins zugefrorene Schloss bekommt. Man setzt sich einfach in ein Flugzeug und entflieht für ein oder zwei Wochen der Kälte. Da sind 35°C gerade nicht zu wenig. Und nach zwei Wochen ist man betrübt, wenn man wieder nach Hause zurück muss und hofft insgeheim, dass es inzwischen schon wieder etwas wärmer geworden ist.&lt;br /&gt;Aber all dies ist ein riesiger Irrtum. Ich habe mir von erfahrenen Tropenreisenden sagen lassen, die Wärme ist gar nicht so toll. &lt;br /&gt;Sicher klingt es angenehm, wenn man die ganze Zeit nur in Sandalen, kurzen Hosen und kurzärmeligen Hemden herumlaufen kann. Aber nach den ersten großflächigen Sonnenbränden und Moskitoüberfällen stellt man allmählich fest, wie unpraktisch diese Bekleidungsvorstellung ist. Also träg man lange Sachen. Nun ist es aber warm und feucht, da steckt man nun in einem Dilemma. Man schwitzt. Nicht nur beim Ausladen eines LKW oder beim Einstellen des persönlichen Rekords im Marathonlaufen, nein, man schwitzt bei der kleinsten Anstrengung. Ob man nun Kocht, Geschirr abwäscht, fegt oder sich nur die Schuhe zu binden möchte. Sofort sammeln sich Schweißperlen auf der Stirn und im Nachen die sich wenige Augenblicke später in Sturzbächen über das Gesicht und Rücken ergießen. Von richtiger Arbeit oder gar jener abstrusen Idee von sportlicher Aktivität wollen wir lieber gar nicht reden. &lt;br /&gt;Und was kann man nun dagegen machen? Ich weiß es noch nicht. Und wenn ich es, entgegen aller Erwartungen, noch herausfinden sollte, werde ich es euch nicht verraten, sondern ein Tropenreiseinstitut eröffnen und reich werden. Aber soweit ist es wie gesagt noch nicht. Also hilft nur eines: Schwitzen. Und was kann man jetzt für das Schwitzen tun? Diese Antwort ist einfach und deshalb bekommt ihr sie gratis. Man kann trinken. Unmengen von lauwarmem Wasser. Um den Rest muss man sich dann nicht kümmern, der geschieht allein. &lt;br /&gt;Man muss sich also mit seinen Körperausscheidungen arrangieren. Wie macht man das? In meinem Haus stehen immer Vorder- und Hintertür offen, das freut natürlich allen erwarteten, leider auch unerwarteten Besucher. Aber er ermöglicht den beiden Ventilatoren einen stetigen Luftzug durch die Räume zu bringen. Sollte ich dennoch schwitzen und das kommt oft genug vor, da hilft nur der Gang ins Mandi (Bad). Bisweilen dusche ich mich viermal am Tag und vor dem Schlafen gehen noch einmal. Dann hat es der Deckenventilator leichter mir Kühle zu verschaffen. &lt;br /&gt;Einfacher hat es da schon mein Mitbewohner Heiner. Er ist etwas älteren Baujahres und hat sich daher eine Klimaanlage gewünscht und bekommen. Also kühlt er sein Zimmer nun auf 26°C und kann nun nachts in eine Decke eingekuschelt schlafen, während wir anderen nur alle viere von uns strecken können. Bisweilen kommt es aber auch vor, dass wir um mit Heiner zu reden seine Kühlkammer betreten. Dann werden wir jedes Mal schockgefrostet. In binnen von Sekunden wird einem der sonst alltägliche Schweißfilm auf der Haut zur Qual und ich beginne automatisch abwechselnd die Füße zu heben, da mir der Fußboden ohne Schuhwerk zu kalt ist. &lt;br /&gt;Die Krönung erlebte ich aber in einem großen Kaufhaus, in welchem ich wartender Weise an der Kasse stand und plötzlich gab es einen der regelmäßig auftretenden Stromausfälle (Mati Lampu). Nix ging mehr nur eine Kasse lies sich noch bedienen. Schweißperlen begannen sich auf der Stirn zu bilden und ich deutete dies als sicheres Zeichen für den nahenden Schweißanfall. Trotz aller Anstrengungen, beim Wedeln mit einem Pappschild lies sich dieser nicht verhindern. Und auch die Dame an der Kasse lies sich nicht aus der Zentralsulawesischen Ruhe, verschrobene Charaktere nennen es auch Faulheit, bringen. Nur nicht zu schnell bewegen war anscheinend auch ihre Devise. Peinlich berührt schaute ich mich um, als sich um meine Füße eine Pfütze zu bilden begann. Und da sah ich ihn. Neben mir stand ein älterer Indonesier, die Hände in den Taschen seiner Jacke. Seiner Jacke….&lt;br /&gt;Als er bemerkte wie ich ihn ungläubig anstarrte, drehte er sich weg, nahm eine Hand aus der Tasche und zog mit einer abweisende Bewegung den Reisverschluss bis oben zu……das war zuviel für mich. Ich drehte mich auf dem Absatz um und ging ins freie, wo mich die Warme Nachtluft umfing.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-2716661549895512211?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/2716661549895512211/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=2716661549895512211&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2716661549895512211'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2716661549895512211'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/11/temperaturbetrachtungen.html' title='Temperaturbetrachtungen'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-4771858790258339837</id><published>2006-11-03T15:52:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T01:20:24.386+01:00</updated><title type='text'>Wasserträger</title><content type='html'>Wie fast alle Städte in Indonesien wird mein Domizil Palu in Zentralsulawesi von einem Fluss durchquert. Und wie auch alle Flüsse in den Städten Indonesiens, ist die Wasserqualität unterhalb der Stadt so, dass man ihn nicht mehr ohne Schutzkleidung durchqueren will. Aber Palu hat da noch Glück in den Großstädten ist die Flussverschmutzung so groß, dass sich sogar die Konsistenz von Wasser ändert. In Palu geht das noch, hier werden noch Kinder und Ochsen gewaschen, in Bogor nur noch Kleidung, was niemanden daran hindert nicht in der Jauche zu fischen. &lt;br /&gt;Wie dem auch sei. In Indonesien ist es daher Gang und gebe, dass man nicht aus den Bach und Flussläufen trinkt, denn man weiß nie wer weiter oben schon seinen Hintern zu scheißen ins Wasser gehalten hat. Demzufolge ist die Gesamtwasserqualität eher gering und die staatlichen Wasserwerke schaffen es kaum Palu mit Wasser zu versorgen. Meist hat man nur für 2 Stunden am Tag Wasser. Da braucht man schon ein großes Mandi (Wasserbecken) oder einen Tank im Garten.&lt;br /&gt;Glücklicherweise bin von diesem Problem entbunden. Mein Haus hat eine eigene Pumpe. Aber auch dieses Wasser kann man nicht trinken. Die Grundwasserqualität schwankt in den Stadtteilen gewaltig. Freunde von mir beispielsweise, haben beim Mieten einer Unterkunft zwar auf ihr schönes Haus, aber nicht auf die örtliche Wasserqualität geachtet. Jetzt müssen sie ihr Wasser jedes Mal lange im Mandi abstehen lassen damit es Ausgasen kann. Dadurch riecht es im Haus auch etwas nach faulen Eiern. Ich bin froh dieses Problem nicht zu haben. Auf manche Dinge kann man eben verzichten. &lt;br /&gt;Aber dennoch stellt sich auch mir das Problem der Trinkwasserversorgung. Dafür kauft man sich am Besten einen Dispenser. Dieser produziert dann auf Knopfdruck heißes oder kaltes Wasser und man muss nur noch eine Tasse darunter stellen. Und ab und an, wenn der Dispenser seinen Dienst verweigert, geht man los und kauft eine neue 19-Litergallone Wasser. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war einmal wieder so weit. In der Garage reihten sich fünf leere Wassergallonen und der Dispenser weigerte sich beharrlich mir heißen Kaffe zu machen. Mist. Der Tag fing ja schon mal gut an. Schlecht gelaunt und ohne Morgenkaffe dafür mit einer leeren Wassergallone unter dem Arm trabten mein italienischer Mitbewohner und ich zum nahe gelegenen Supermarkt. Hier hatten wir bisher unser Wasser der Marke AQUA (Danone) gekauft. Und damit begann unser Problem, denn AQUA war aus. Also beschlossen wir schweren Herzens auf die Marke BIAS umzusteigen. Dies war aber anscheinend nicht möglich, da wir zwei AQUA-Gallonen dabei hatten. Ich fing an zu diskutieren, schließlich ist es kein Problem. Ich kaufe zwei Gallonen und gebe zwei Andere ab. Es klappte und ich ging erst einmal zur Kasse bezahlen. &lt;br /&gt;Als ich wiederkam hatten sie angefangen von einer Bias-Gallone das BIAS-Wasser in eine AQUA-Gallone zu füllen. Ich rief: „Stopp!“. Warum zum Geier machten sie das? Das Wasser wurde durch das Umfüllen in eine Markengallone nicht besser, nein eher schlechter. Die Gallone war nicht ausgespült. Ich fing an zu Diskutieren, schließlich hatten wir das AQUA hier gekauft und wollten es hier wieder abgeben. Anschließend nachdem wir das Geld dafür bekommen haben würden, würden wir BIAS kaufen. Die Verkäufer sagten es geht nicht. Hinter dem Verkäufer grinsten mich leere AQUA-Gallonen höhnisch an. Ich diskutierte, lamentierte und wurde sauer. Wollten sie mich einfach nicht verstehen? &lt;br /&gt;Eine ältere Bu (kurz für Ibu – Frau (respektvoll)) mischte sich ein. Sie sprach ein wenig englisch und erklärte mir, dass ich immer nur Gallonen abgeben kann die ich auch kaufe und dass eben jene gerade aus wären. Ich antwortete, es ist dumm…saudumm. Was wenn ich umziehe oder sterbe muss ich die Gallonen bis mein Lebensende behalten? Ich will sie doch nur abgeben… Die alte Frau erzählte, es gab da ein Gerücht, dass es wohl möglich sei, die Flaschen direkt bei der Firma abzugeben. Wo diese sei konnte mir keiner sagen, wahrscheinlich war es sowieso zu weit um zu Fuß zu gehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frustriert packten Daniele und ich unsere beiden Gallonen und gingen in den nächsten Supermarkt. Wenigstens hatte die Bu erreicht, dass wir unser Geld und unsere Gallonen wiederbekommen haben. Nach dem Aufstand den wir gemacht haben, wollten sie alles tun um uns wieder zu besänftigen. Nur das von uns gewünschte Wasser wollten sie uns nicht geben.&lt;br /&gt;Im nächsten Supermarkt angekommen, stellten wir fest: Aqua ist alle. Riesenoberdoppelmist. Vorsichtig fragten wir nach ob man nicht eventuell ausnahmsweise zwei andere Gallonen…nein? Daniele zog mich schnell weiter, bevor ich wieder ärger machen konnte.&lt;br /&gt;Also gingen wir notgedrungen einen straffen Fußmarsch weiter bis zum größten Einkaufszentrum Ramayana. Kurz davor fanden wir eine neue Wassertankstation. Es war natürlich nicht AQUA, sondern eine No-Name-Firma. Vom diskutieren müde sahen wir uns an und beschlossen im Angesicht der Gefahr, dass AQUA auch im Ramayana ausverkauft ist auf unser Ansprüche zu verzichten. &lt;br /&gt;Zuerst wurde unsere Gallone professionell ausgespült und ausgebürstet, anschließend hinter Nigelnagelneuen Auffüllzapfstationen hinter Glas per Knopfdruck aufgefüllt. Das stellte unsere Hygieneansprüche zufrieden. Im Endeffekt wurde nix angefasst und wir bezahlten nur umgerechnet 40 Cent per Gallone. &lt;br /&gt;Jetzt kam das Schlimmste. Wir waren so weit gelaufen und hatten gar nicht daran gedacht, dass die Gallonen auf dem Rückweg um 19 Kg schwerer sein würden. &lt;br /&gt;Es war wirklich Mühsam, aber mein Stolz verhinderte ein Taxi zu nehmen. Daniele hatte es noch besser als ich, er konnte beim Tragen die Schultern wechseln. Mir blieb dank meinem kleinen Intermezzo mit dem LKW nur die rechte Schulter zum Tragen übrig. Wir schwitzten Blut und Wasser als wir zu Hause ankamen. Für die Indonesier muss es ein lustiges Bild gewesen sein. Zwei (reiche) Weiße mit Wasser auf dem Buckel und dann gehen sie auch noch zu Fuß…aber das Wasser schmeckte herrlich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-4771858790258339837?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/4771858790258339837/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=4771858790258339837&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/4771858790258339837'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/4771858790258339837'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/11/wassertrger.html' title='Wasserträger'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-636850259506137442</id><published>2006-10-27T16:57:00.001+01:00</published><updated>2007-01-26T12:00:04.302+01:00</updated><title type='text'>Baukultur</title><content type='html'>Da ich mich jetzt schon seit mehr als 3 Monaten in Indonesien befinde, konnte ich mich mit vielen Eigenheiten und Traditionen der hier lebenden Menschen vertraut machen. Fast denkt man, man kennt schon alles. Doch wenn man genau hinsieht gibt es immer neues zu Endecken. So konnte ich einmal zufällig als ich eine Straße passierte an einem Hausbau Teilwohnen. Dieser war völlig andersartig als in Deutschland. Hierbei meine ich nicht nur die Arbeitsgeschwindigkeit, sondern auch die vielen kleinen Details. &lt;br /&gt;Beispielsweise wurde zuerst ein Drahtgeflecht aus vier relativ dünnen Stahlstreben gebaut. In einer Erdbebengefährdeten Zone wie dieser, sehr löblich finde ich. Der Stahl wurde jedoch nicht verschweißt, sondern nur ineinander verklemmt. Nachdem der Beton ausgegossen war schauten die Enden überall heraus und wurden umgebogen. &lt;br /&gt;Soweit so gut. Alles noch kein Problem. Es werden also 4 Ecksäulen gegossen zwischen die später die Außenmauern gebaut werden. Die daraus resultierende Stabilität ist überwältigend. Bei einem Feldversuch schaffte ich es einige Mauern zum wanken zu bringen. Gut es war in den Dörfern, wo Zement wie überall anders auch teuer ist und gespart wird wo es nur geht. Also kann man von Tür- oder Fensterstürzen nur träumen. Ein Tischler zimmert einfach ein Rechteck aus Planken zurecht, welches in die Mauer eingesetzt wir. Voila, fertig ist die Tür. Für das Dach werden einfach ein paar Balken, oder bei reicheren Leuten ein paar Betonsäulen quer über die tragenden Säulen gelegt. Darauf wird dann je nach Bedarf und Ressourcen ein dementsprechend angepasstes Dach installiert. In den Dörfern findet man noch viele Rattandacher. Die aus den Blättern von ebnen jener Pflanze Rattan hergestellt werden. Diese nässen jedoch alsbald durch und müssen jährlich erneuert werden. Deshalb sind die meisten reichen Dorfbewohner stolze Besitzer von Wellblechdächern. Der Lärm des auf dem Dach trommelnden Regens ist kein Problem für sie. Auch dafür hat man eine Lösung gefunden. Der ratternde Generator schluckt mit Sicherheit fast alle anderen und wird seinerseits nur vom Fernseher übertönt. Kein Problem.&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnfCLscnvI/AAAAAAAAAEk/xCceXaI1WjQ/s1600-h/Baukultur.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnfCLscnvI/AAAAAAAAAEk/xCceXaI1WjQ/s200/Baukultur.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024292087900446450" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In den Städten gibt es aber auch schon Ziegeldächer und neue gut aussehende Häuser. Ich habe so eines gemietet. Die Baukultur ist aber gleich geblieben. Der Fließenmörtel wird auf dem Estrich Fließe für Fließe zusammengerührt und am Schluß liebevoll mir einer Priese Zement veredelt, bevor man die Fließe vorsichtig in die vorgesehene Stelle drückt. Danach mischt man neu. &lt;br /&gt;Auch mein Haus besitzt keinerlei Fensterstürze, aber meine Wände habe ich aus Rücksicht auf meine Mitbewohner noch nicht versucht umzuwerfen. Letztendlich bleibt nur die Erkenntnis, im Falle eines Erdbebens lieber keine Sicherheit im Türrahmen zu suchen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-636850259506137442?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/636850259506137442/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=636850259506137442&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/636850259506137442'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/636850259506137442'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/10/baukultur.html' title='Baukultur'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnfCLscnvI/AAAAAAAAAEk/xCceXaI1WjQ/s72-c/Baukultur.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-6373998208824450354</id><published>2006-10-27T16:57:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T01:18:22.483+01:00</updated><title type='text'>Religion</title><content type='html'>Da wir uns noch immer in Ramadhan befinden und uns stark auf dessen Ende, Idulfitri zu bewegen, geht es heute mal um die Religion. Diese ist durch ihre Verankerung im Grundgesetz Indonesiens immer ein wichtiges Thema. Jeder Mensch braucht eine Religion. Welche ist der Regierung, nicht aber den religiösen Institutionen egal. Wer keiner Religion angehört ist Kommunist. Ganz frei nach Marx: “Religion ist Gift.“ Und was man mit Kommunisten macht, wollte ich gar nicht erst fragen. &lt;br /&gt;Aber schon stehe ich vor einem Dilemma. Wie soll ich ihnen erklären, dass ich keine Religion habe. Am besten gar nicht! Ich muss schon jedes Mal, wenn sich jemand dunkel daran erinnert, mit den Armen rudernd erklären, dass die Menschen im Osten Deutschlandes auf die Straße gegangen sind und die kommunistische Regierung aus dem Land geworfen haben. Dies bringt mich vor ein weiteres Dilemma. Dieses. Welche Religion wählt man, wenn man gerade eine braucht und die freie Auswahl hat. Da braucht man viel Zeit zum Nachdenken. Die hatte ich nicht. Die Frage stellte sich mir beim Ausfüllen eines Bankformulars. Wo macht man da sein Kreuz? Hindu, Moslems, Christen, Katholiken, Buddha oder andere. Ja, richtig gelesen. In diesem Land gehören die Katholiken nicht zu den Christen. Aber das hilft mir nicht weiter. Kurzfristig spiele ich mit dem Gedanken eine Fantasyreligion hinzuschreiben. Wie Beispielsweise Vraccas dem großen Schmied, dem göttlichen Geschwisterpaar Baral und Tsiral, oder gar Mammon. Gerade bei letzterem könnte ich in nomine mammonis mir hier genügend Freunde machen. Und es passt doch auch zu einer Bank…&lt;br /&gt;Ich entscheide mich anders und mache ein Kreuz bei Buddha. Schließlich ist mir diese Religion spätestens seit meinem Nepalaufenthalt ans Herz gewachsen. Sie ist tolerant, versucht niemanden zu überzeugen und vor allem hat sie unglaublich viele Strömungen.&lt;br /&gt;Meine Entscheidung stellt sich als gut heraus. Bald habe ich, immer wenn ich gefragt werde das Überraschungsmoment auf meiner Seite. Mit einem Buddhisten rechnet niemand bei den Weißen. Die sind meist Christen oder Katholiken. Aber einem Buddhisten stellen sie sich aufgeschlossen gegenüber. Schließlich sind die hier eine Minderheit. &lt;br /&gt;Nur einmal hätte ich mich fast um Kopf und Kragen geredet. Ich erzählte im Beisein von Ekkih (meinem Assistenten), dass ich Weihnachten weil ich nicht zu Hause sein kann eine traditionelle Gans braten möchte. „Aber du feierst doch gar nicht Weihnachten, du bist doch Buddhist“ warf er kritisch ein. „Weihnachten ist in Deutschland doch ein Familienfest!“ bekam ich gerade noch die Kurve. Familie ist wichtig das verstehen die Indonesier. „Und außerdem habt ihr doch auch alle Feiertage aller 5 Religionen hier!“ setzte ich noch einen drauf. Richtig nicht nur die Christen haben Weihnachten Feiertag auch die Moslems und umgedreht die Christen bei Idulfitri. Und dann kommen noch die Hinduistischen und Buddhistischen Feiertage hinzu. &lt;br /&gt;Das war knapp. Ein zweites Mal kam ich ins Rudern, als mich Indonesier Chinesischer Abstammung nach dem sie mein Glaubensbekenntnis hörten fragten welche Robe ich trage. Scheiße, der Buddhismus hier hat Thailändische Wurzeln. Und damit kenne ich mich gar nicht aus. Ich redete mich damit heraus, dass es in Deutschland nur wenige Tempel gibt und der Buddhismus etwas anders ist als hier. So wie eben der Tibetische und der Japanische sich auch unterscheiden. Ich wurde trotzdem zur buddhistischen Gemeinde zum Meditieren eingeladen. Da muss ich jetzt wohl durch, wenn ich mein Religionsbekenntnis aufrechterhalten will. &lt;br /&gt;Seit meiner Wiedergeburt zünde ich auch täglich Räucherkerzen als kleine Opfergaben an. Schließlich lässt sich das Glück nach meinem Unfall eindeutig durch gutes Karma herleiten. &lt;br /&gt;Nur einmal im Krankenhaus wäre ich am liebsten Christ gewesen. Da kam doch dieser Pfarrer an und wollte mit mir zusammen ein Gebet für mich sprechen. Ich sagte: „Aber Vater ich bin doch Buddhist.“ Er sagte das macht nichts. Aber ich wollte nicht. Darauf fing er an. „Aber du hast doch nur dies eine Leben.“ „Momentan habe ich gerade ein neues glaube ich.“ „Nein, es gibt keine Wiedergeburt.“ „Aber Vater genau daran glaube ich. Ein gutes Leben ist der einzige Weg ins Nirvana zu kommen.“ Darauf hin kam er erst richtig in Fahrt und fing an mit mir über das Paradies zu diskutieren. Und „Gott liebt dich mein Sohn, egal ob du dich bisher darum gekümmert hast, du kannst immer noch ins Paradies, du musst nur…..“ Damit hatte er bei mir den Wunden Punkt getroffen. Ich fing an ihm immer freundlich bleibend Bibelpassagen an den Kopf zu werfen und seine Argumente zu entkräften. Vier Jahre eine Eins im Religionsunterricht müssen sich schließlich irgendwann einmal auszahlen. Ich hätte es nicht tun sollen. Letztendlich ging er geknickt weiter, nicht jedoch ohne mir ein paar der schlechtesten Christentummissionierungsgedichte die ich je gelesen habe dazulassen, sie hätten den Werbeoffizieren der amerikanischen Armee alle Ehre gemacht. Vielleicht erkenne ich doch noch das Licht?&lt;br /&gt;Religion ist in Indonesien jedenfalls keine Privatsache.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-6373998208824450354?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/6373998208824450354/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=6373998208824450354&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6373998208824450354'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6373998208824450354'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/10/religion.html' title='Religion'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-6617965835337003243</id><published>2006-10-14T22:31:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T01:17:10.707+01:00</updated><title type='text'>Rumah sakit – Im Krankenhaus</title><content type='html'>Sanfte Träume umspülen meine Gedanken. Fangen sich im Silbernetz bekannter Gesichter und spiegeln sich darin. In der Ferne tauchen Stimmen auf. Lärm. Metallisch klingender Schall der immer näher kommt. Ich schlage die Augen auf.&lt;br /&gt;Wo bin ich? Ich liege auf dem Rücken in einem grünen Zimmer mit einem Ventilator an der Decke. Mehrere Frauen stehen in der Nähe. Eine in Militäruniform. Lustigerweise sind alle seltsam braun. Sie fragen mich etwas. Und ich? Ich antworte.&lt;br /&gt;Aber was ist das für eine Sprache? Langsam ganz hinten in meinem Bewusstsein, taucht eine Erinnerung auf. Indonesien. Du bist in Indonesien. Also müssen das hier Indonesier sein. Sie sind klein sie gehen dir im Liegen nur bis zur Brust. Nein! Ich liege auf einem Tisch. Verdammt der linke Arm ist irgendwie taub und ich kann ihn nicht bewegen. Das linke Bein ebenso. Was ist passiert? Da taucht Wolfram unser deutscher Koordinator vor Ort in meinem Blickfeld auf. „Wie geht es dir?“ „Gut. Ich bin in Indonesien oder?“ Er nickt betroffen. Ich versuche mich zu erinnern. Verdammt was für ein Tag ist heute? „Die anderen (Kollegen) sind heute aus Jogjakarta (von ihrem Sprachkurs) wieder gekommen?“ Wolfram antwortet zögerlich. „Ja…. du weißt nicht mehr was passiert ist?“ Ich krame in den Schubläden meines Hirns. Wollten Heiner und ich nicht heute den Vertrag für das Haus unterschreiben? Und da muss noch etwas sein. „Ich hatte einen Unfall, oder?“ „ Ja, kann man so sagen. Erinnerst du dich an den hier?“ Er hält mir sein Handy vor die Nase. Auf dem Bild ist ein Gelber Laster zu sehen von dem Diesel herunter läuft auf ein Motorrad. Mein Motorrad. Die Bilder kommen wieder. Ich war auf dem Heimweg vom Campus. Mitten auf dem Highway. Die zweispurige Straße unter mir. Die Hand am Gashebel. Ich flog. Durch den Kreisverkehr in Schräglage. Den Hügel danach kämpft sich das Moppet immer mühsam hinauf. Kurz danach eine Baustellenausfahrt. Ein gelber LKW fährt mitten auf die Straße. Blockiert sie völlig. (Er wollte wohl verbotener Weise nach rechts abbiegen) SCHEIßE. Ich bin zu schnell. Panik. Ich Bremse was das Zeug hält. Der Laster kommt immer näher. Es reicht nicht. Das war’s wohl. Bums……….und aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bip….Bibip…..Ein Herzschlag. Wilde Träume kreisen. Stimmen. Sie werden zu Gesichtern um den Himmel herum. An den Gesichtern hängen Menschen. Sie greifen mich und ziehen. Von Gelbe Laster läuft in Strömen Diesel auf ein Motorrad. Sie ziehen mich davon weg und stellen mich auf meine Beine. Ich kann nicht stehen. Ich falle dem nächst Besten um den Hals und bedanke mich (auf Indonesisch). Ich verstehe nicht was sie sagen, diskutieren und lamentieren. Ich merke es mir bleibt nicht viel Zeit. Umständlich nestle ich meinen Ausweis heraus. Ich schaffe es nicht allein, jemand hilft mir. Ich gebe jemanden, egal wem, meine Visitenkarte und sage ich bin vom Projekt Storma und sie sollen im Büro anrufen (auch auf Indonesisch). Sie drängen mich in eine Richtung. Ich wehre mich nicht. Nicht das ich es könnte. Eine kleine ältere Ibu (Achtungsvoll für Frau) öffnet mir die hintere Tür eines Autos. Ich steige ein. Neben mir starrt mich ein kleiner Junge mit aufgerissenen Augen an. Ich sage ich will ins Krankenhaus (wiederum auf Indonesisch). Das war das letzte was ich sagte... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich unterhalte mich mit Wolfram. Ich habe Glück gehabt. Keine Verletzung am Kopf, Helm sei dank. Und der Torso ist auch heile geblieben. Die geflecktarnte Ärztin näht meine Wunden. Der richtige Arzt kommt erst später. Dann soll ich in den OP. Anrufe gehen ein. Freunde die sich sorgen. Einige schauen sogar vorbei. Kein Problem. Ich bin Zuversichtlich. Sogar mein Laptop funktioniert noch. Ich hatte ihn in einer Tasche auf dem Rücken. Der Arzt kommt und ich soll in den OP. Nein. Ich weigere mich. Ich will keine Vollnarkose. Da bleiben immer noch jährlich Patienten auf de Tisch liegen. Und dann das Risiko hier in Indonesien? Nein. &lt;br /&gt;Und ich behalte Recht. Sie spritzen mir Schmerzmittel und betäuben mich lokal. Ich merke keine Schmerzen als der Doktor meine Wunden aufschneidet und sie mit Jod gründlich auswäscht. Auch bei der Tiefen Hüftwunde nicht. Statt dessen plaudere ich mit dem Doktor er heißt Raymond und war wohl auch schon öfters in Deutschland. Dort hat er in Namenhaften Kliniken als Volontär gearbeitet. Ich bin zufrieden mit ihm. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag will ich zum Röntgen. Ein Tagesprogramm. Sie rufen einen Krankenwagen und machen einen Termin. Auf einer harten Liege deren Einschiebefunktion (in den Wagen) hakt rattere ich durch die Gänge. Ich zähle jeden dieser Schläge in mein Kreuz. Das Röntgengerät entspricht genau meinen Bedürfnissen. Es ist von Siemens, wohl aus den 50er Jahren und das einzige das es in Palu gibt. Bleischürzen sind derzeit aus, bis es neue gibt will ich nicht warten. Dafür geht die Klimaanlage super und ich friere mir nackt wie ich bin den Arsch ab. Aber manchmal hilft eben nur eines. Warten. Sie ziehen mir meine Infusion heraus. Später bereue ich es. So ein Mist. Es ging mir nur durch die Schmerzmittel so gut. Am frühen Abend krümme ich mich vor Schmerzen. Henry und Ayen sind gekommen. Ein Dozentenehepar von der Uni und neue Freunde von mir. Sie bringen mir wie alle meine Besucher viele kleine Nützlichkeiten. Über sie erfährt der Prorektor von meinem Unfall. Fünf Minuten später ist er samt Frau vor Ort. Als er sieht wie dreckig es mir geht und die Röntgenbildergebnisse immer noch nicht da sind, greift er zum Telefon. Wenig später trifft der Dienst habende und gut getarnte Arzt und legt eine neue Infusion. Die Schmerzmittel wirken. Die Röntgenbilder sind immer aber noch nicht da. Henry und Ayen fahren los. Sie besuchen den zuständigen Arzt zu Hause. Spät in der Nacht stehen sie nochmals bei mir auf der Matte. Nix gebrochen. Nur in der Schulter ist ein Gelenk gedehnt und ein Spalt entstanden. Der wächst aber wieder zusammen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nächsten Tage verbringe ich im Krankenhaus viele Freunde besuchen mich und ich weiß gar nicht wie ich soviel Freundschaft erwidern kann. Bald fange ich wieder an zu laufen und schleppe mich durch die Gegend. Am Donnerstag fliege ich nach Jakarta. Lieber noch mal alles in einem großen Krankenhaus mit internationalem durchchecken. Sicher ist sicher. Ich fliege die 4 Stunden und werde am Flughafen abgeholt. Als ich im Krankenhaus ankomme, fallen mir die Augen raus. Ich kann es nicht fassen. Das ist ein Hotel und kein Krankenhaus. Das Standartzimmer ist schon super ausgestattet, das VIP Zimmer hat Holzverträfelungen. Ich wohne Standart und bin selig. Dann kommt das Essen. Ich esse endlich mal wieder Europäisch. Es ist unglaublich lecker. Ich überlege kurzfristig nächstes Mal statt ein Hotel zu buchen mir irgendeine Krankheit zu zulegen. Nicht gleich Malaria. Irgendetwas Leichtes mit dem man leben kann.&lt;br /&gt;Wenig später erleidet meine Hochstimmung ein jähes Tief. Die neuen Röntgenbilder haben keine Besserung ergeben. Meine Schulter muss operiert werden. Der Arzt, Leiter der Chirugie, spricht fließend Englisch. Er hat in den USA studiert und ist als Sportarzt in mehreren internationalen orthopädischen Organisationen tätig das überzeugt. Seine Behandlung eher weniger. Er will es aufschneiden und mit Draht festtüdeln. Irgendwie kommen mir die vielen von Draht und Kaugummi zusammengehaltenen Motorräder in den Sinn. Aber was solls. Wenn es sein muss. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Zimmernachbar ist, wer hätte das gedacht Indonesier. Leider ist er auch Moslem. Ich bin nicht Glaubensfeindlich. Im Gegenteil. Ich bin eigentlich dahingehend sehr tolerant. Ich verbinde mittlerweile sehr viele angenehme Erlebnisse mit Moslems. Hier allerdings bringt es einige Probleme mit sich. Folgende: Wen der Patriarch im Krankenhaus ist muss sich die Familie um ihn kümmern. Erst recht zum Ramadan. Das bedeutet, dass die ganze Familie mit ihm im Krankenhaus ist. Die Frau schläft mit im Bett und die Kinder auf einer Matratze auf dem Boden. &lt;br /&gt;Vielleicht bin ich ja doch gestorben, denke ich mir. Es ist nämlich die Hölle. Ständig Tohuwabohu. Die Kinder lärmen. Im Fernseher läuft ununterbrochen mit Gehirnwäsche- TV (Islamische- Lehrsender…nein Leersender). Ich muss auf die Fastenden Rücksicht nehmen. Das Bad ist ständig besetzt. Und komme ich dann doch mal hinein, will ich gleich wieder hinaus. Noch vor der OP bitte ich um ein anderes Zimmer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag werde ich operiert. Der Arzt fragt mich wo ich herkomme. Nachdem ich Deutschland antworte, konzentriert er sich kurz und fragt mich auf Deutsch woher aus Deutschland. Ich fasse es nicht er hat sogar einen deutschen Akzent. Leider kann ich ihn nicht einordnen. Er hat in Deutschland studiert und promoviert. Bevor ich ihn fragen kann wo, raubt mir die Narkose das Bewusstsein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-6617965835337003243?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/6617965835337003243/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=6617965835337003243&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6617965835337003243'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6617965835337003243'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/10/rumah-sakit-im-krankenhaus.html' title='Rumah sakit – Im Krankenhaus'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-8604371771806405173</id><published>2006-09-25T17:26:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T01:16:22.090+01:00</updated><title type='text'>Ferngesehen</title><content type='html'>Seit ich mich in Indonesien aufhalte komme ich nur selten in den Genuss des Fernsehens. Doch ab und zu wenn ich zu Gast in den Dörfern war und die abendliche Kommunikation dem Erliegen nahte, wurde stolz der Generator angeworfen und die Flimmerkiste präsentiert. Was macht man da? Ablehnen ist unhöflich! Das Beste am indonesischen Fernsehen ist die Werbung. Deshalb gibt es auch so viel davon. Man könnte meinen, die anderen Programme unterbrechen viel zu oft die Werbeblöcke. Da gibt es Werbung für alles was man so braucht und was der Fortschritt so mit sich bringt. Nur Hinterwäldler (Orang gunung – Bergleute) trinken noch frisch gepresste Säfte. Der Indonesier von Welt trinkt Sirup. Da ist wenn man der Werbung glauben kann alles Wichtige drin. Von Vitaminen bis Farbstoffen. Auch sehr witzig ist die Motorrollerwerbung. Da gibt es alte Leute die als Durchschnittsbürger die Vorteile der neuen Motorroller darstellen. Die Konkurrenz wirbt die Jugend mit dem Funfaktor. Selbiger Motorroller ist schnell, spritzig und sparsam im Verbrauch. Weiterhin wird geworben für Instantessen, Hautbleiche, Waschmittel, Seife oder für die Vogelgrippe. Aufklärung ist wichtig. Weniger unterhaltsam ist das weitere Fernsehprogramm. Da gibt es beispielsweise die Soaps. Die wichtigste Eigenschaft für den weiblichen Soapstar ist: dekorativ auszusehen und genügend Tränenvorrat für das tägliche Heulkonzert zu haben. Der männliche Counterpart qualifiziert sich damit, wenn die Frau dann herzzerreißend weint, keine Miene zu verziehen und immer noch eine perfekte Bügelfalte im Anzug zu haben, wenn Liebesszenen (üblicherweise ohne Körperkontakt) gespielt werden. Großes Kino. Doch aus all dem täglichen Leid bietet das Fernsehen auch einen Ausweg. Schließlich soll Fernsehen, und in diesem Gedanken ist die Fernsehindustrie in Indonesien fortschrittlicher als in Deutschland, bilden. Der hiesige Ausweg ist beten. Eigentlich egal zu welchem Gott, hier gibt es nur unterschiede von Präferenzen des jeweilige Senders. Beten hilft, dann geschehen Wunder. Dann können Menschen übers Wasser gehen, stehen Hauptdarsteller von ihren Totenbetten auf, kehrt der Geliebte zurück oder hilft einem Gott sein Problem instant zu lösen. Ich habe es versucht. Der Instanterfolg blieb leider aus. Ein weiterer Bildungsfaktor sind die Nachrichten. Da werden Schauprozesse bis aufs kleinste Detailliert wiedergegeben. Niemand soll so etwas wieder tun. Zumindest nicht öffentlich. Oder die Demonstration von Studenten wird aktionfilmreif niedergeknüppelt. Was fällt den Studenten auch ein zu demonstrieren. Wenn das zur Tagesordnung wird, könnte ja jeder auf die Straße gehen. Ja Fernsehen bildet. Wenn man einmal bei einer Fernsehrazzia live dabei war wird man sich hüten in eine echte zu geraten. Und die Polizei gibt sich extra Mühe und schlägt fester zu als normal. Die neuste Mode, die Dokosoap, erhält ihren Bildungsanspruch durch einen Gottesmann (oder Frau), welcher (oder welche) nach jeder Szene das Verhalten interpretiert und dann das richtige Verhalten (entsprechend der bevorzugten Religion des Senders) wiedergibt. Das spendet den Menschen Trost und bildet sie religiös. Das Wort zum Jedentag. Alles in allem ähnelt das Programm doch dem Deutschen zumindest darin, dass die einzige wirkliche Lebensqualitätsverbesserung nur in einem liegt: einfach Abschalten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-8604371771806405173?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/8604371771806405173/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=8604371771806405173&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8604371771806405173'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8604371771806405173'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/09/ferngesehen.html' title='Ferngesehen'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-6186207685832641552</id><published>2006-09-19T20:01:00.000+01:00</published><updated>2007-01-26T11:52:01.787+01:00</updated><title type='text'>Musim Hujan – Regenzeit</title><content type='html'>Kaum sind zwei Tage der Erholung in Palu, meinem derzeitigen Wohnsitz in Zentralsulawesi vergangen finde ich mich auf meinem voll beladenem Moppet wieder. Zusammen mit Ekih meinem geborgten Assistenten fahre ich zurück in die Berge. &lt;br /&gt;Die Arbeit ist die gleiche wie jene welche wir auch schon im Nachbartal tätigten. Wir müssen die Untersuchungsflächen für ein Experiment des deutsch-indonesischen STORMA-Projektes einmessen. Das heißt in die Plantagen von Kakaobauern fahren und darin potentielle Untersuchungsgebiete abstecken und kartieren. Arbeit die getan werden muss. Doch irgendwie will uns die Arbeit hier nicht so recht von der Hand gehen. &lt;br /&gt;Viele der Bauern waren nicht zu unseren Informationsveranstaltungen erschienen. Also müssen wir noch mal ran. Reden, überzeugen, verhandeln und lachen. Das frisst Zeit. Zeit die wir nicht haben. Uns sitzt der Koordinator mit dem Termin für den Vertragsabschluss im Nacken. &lt;br /&gt;Heute Morgen sind wir aufgestanden und haben uns mit Pak (Bapak = Herr) Yasman getroffen. Seine beiden Gärten liegen hoch in den Bergen, mitten im Nationalpark. Verboten eigentlich. Doch wer war zuerst da? Die meisten Kakaobäume hier sind älter als der Nationalpark selbst. &lt;br /&gt;Es hat geregnet gestern. Regenzeit. Deswegen können wir nicht vorgesehen mit den Moppets in die Plantage fahren, sondern müssen laufen. Pak Yasman geht voran. Er ist ein dürrer kleiner Mann im mittleren Alter, doch er legt ein Tempo vor, dass mir schwindlig wird. Es fallt mir schwer mitzuhalten. Am Ende des Maisfeldes fällt Ekih hinter mir zurück. Als wir den Wald betreten ist von ihm schon nichts mehr zu sehen. Ich schwitze aus allen Poren, mein Schritt wird langsamer, der Rucksack drückt im Genick. Doch klein beigeben will ich nicht. Nein. Ich lasse mich von diesem Hanswurst nicht abhängen. Ich zwinge mich, ich quäle mich. Was ist die wichtigste Fähigkeit eines Extrembergsteigers? Leidensfähigkeit. Ich sage mir das immer wieder und wieder. Irgendwann kommen wir oben an. Von Ekih ist nichts zu sehen. Und ich? Ich bin fertig! Pak Yasman lächelt milde. Er läuft die Strecke hier jeden Tag sagt er. Sein Hemd zeigt nicht die leiseste Spur von Schweiß. Er lacht. Ich bin von oben bis unten durchgeschwitzt und bekomme keine Antwort heraus. Ich lächele gequält und schaue in die Landschaft. Am Rande des Weges haben sich kleine Plantagen in den Wald gefressen. Hier und da sieht man eine neue Hütte, oder der Weg führt über eine Brücke. Beides ist aus frischem Holz gemacht. Man muss es hier nicht kaufen. Es wächst vor Ort. Es liegt förmlich in riesigen Baumstämmen am Wegesrand. Tropenholz. Am anderen Ende der Welt zahlen Leute das ein oder andere Vermögen für Tische und Möbel aus diesem Holz. Und hier? Hier werden grobe Planken für Brücken daraus gesäbelt, Hütten aus Brettern zusammengeschustert. Genau soviel wie man eben braucht. Die angeschnittenen Bäume sind Zeugen. Man lässt sie einfach liegen. Und am nächsten Bach. Oh Wunder, steht wieder ein Baum. Und eine neue Brücke ist schnell gemacht. Als Ekih endlich zu uns stößt können wir weitergehen. Im Hintergrund des Tales springen Kettensägen an und spielen ihr Lied vom Tod.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz vor Zwölf sind wir zurück im Tal. Wir beschließen eine Pause zu machen und unser Nasi Bunkus zu essen. Wir halten an einem lauschigen Bach, uns auf einem Stein und baumeln mit den Füßen im Wasser. Es gibt Reis mit Fisch und Tempe. Die Portionen sind riesig. Das erste mal das ich alles schaffe. Ich bin stolz auf mich. &lt;br /&gt;Während wir so essen. Geschieht etwas Merkwürdiges. Zwei Bauern muss wohl ein dringendes Bedürfnis überkommen sein und sie suchen den nächsten Bach auf. So schlussfolgere ich, denn sie tauchen auf verschiedenen Seiten einer Bachwindung auf und halten ihren Hintern ins Wasser. Na super denke ich mir. Doch die Bauern sind rücksichtsvoll. Als sie sehen, dass wir essen beschließen sie nicht in unsere Richtung zu schauen. &lt;br /&gt;Und wenn ihr jetzt denkt ich wäre arm dran gewesen, dann fragt mal die Kinder und Leute die zwei Windungen weiter Bachabwärts gebadet haben. Ich habe sie gesehen, sie aber nicht die scheißenden Bauern. &lt;br /&gt;Ekih nickt mir zu. Ich verstehe. Wir müssen los, weiterarbeiten bevor der Regen kommt. Als wir wieder auf unseren Motorrädern sitzen ist er da. Wir retten uns gerade noch so in eine Hütte und warten. Etwas später, der Regen hat sich entschlossen etwas nachzulassen, wagen wir uns in spezielle Regenschutzausrüstung wieder hinaus und auf die Straße. Mindestes zwei Gärten müssen wir heute noch schaffen, sonst erfüllen wir unser Tagessoll nicht. Wir haben die beiden Bauern gestern besucht und mit ihnen geredet. Es sind Menschen wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Pak Djufri ist ein seliger Mann. Er besitzt einen Hof, eine Familie und einen gepflegten Kakaogarten. Er lacht gern. Gestern haben wir versucht ihn zu überzeugen mit uns zusammenzuarbeiten. Es blieb bei einem Versuch. Er sagte sofort zu. Er strahlte über das ganze Gesicht. Die Brust reckte sich voller Stolz, dass wir gerade seinen Garten ausgesucht hatten um darin zu forschen. Er hat sich gefreut und viel gelacht. Und wir? Wir haben mit ihm gelacht. Über Geld wurde kaum geredet. &lt;br /&gt;Ganz anders bei Pak Armanius. Auch ihn haben wir besucht und wollten einen Teil seines Gartens für zwei Jahre mieten. Er schien mir recht skeptisch zu sein. Heute hatte er hin und her gerechnet und einen Weg gefunden um uns zu zeigen, dass sein Garten mit unserem Deal zu wenig Geld abwirft. Mehr als 30 Bauern haben ihn schon unterschrieben und für gut befunden. Und bald werden es 44 sein. Und in diesem, ausgerechnet in diesem Falle, ist es nicht gut. &lt;br /&gt;Es ist nicht zu wenig. Wir diskutieren. Meistens redet Ekih. Doch wenn ihm die Ideen ausgehen springe ich in die Bresche. Ich sehe die Verzweiflung in Ekihs Gesicht. Ich gebe mein Bestes. Doch anscheinend nicht gut genug. Ich halte den Kopf in beiden Händen. Ich gebe auf, will Ekih sagen er soll ihm Übersetzen, dass wir uns einen anderen Garten suchen. In diesem Moment sagt Pak Armanius zu. &lt;br /&gt;Er ist nicht böse. Er hilft uns sogar beim Einzäunen des Gebietes. Aber er achtet eben auf das Geld, sagt Ekih. Pak Djufri hingegen lacht nur und gibt mir noch einige der Kindskopfgroßen Orangen mit um deren Baum ich herumschleiche. Eine esse ich gleich. Und er freut sich zu sehen wie sie mir schmeckt.  &lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbnc_7scntI/AAAAAAAAAEM/AVapv1712uQ/s1600-h/Kinder+in+Toro.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbnc_7scntI/AAAAAAAAAEM/AVapv1712uQ/s200/Kinder+in+Toro.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024289850222485202" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wir kommen gerade in unserer Unterkunft an als es wieder zu regnen beginnt. Regenzeit. Alles ist feucht und klamm. In der schwülen Luft trocknen die Sachen nur langsam. Ich freue mich auf heute Nacht. Durch den Regen kühlt es ab und ich kann vielleicht endlich mal gut schlafen. Nach einem Mandi (Bad) mit viel zu kaltem Bachwasser betet Ekih. Ich habe also genügend Zeit um mich im Bad darüber zu ärgern, kein Klopapier mitgenommen zu haben. Seit Tagen schon benutze ich notgedrungen die sich einzig bietende Alternative. Wasser. Spaß macht das nicht. Aber die Menschen in Asien machen es schon seit tausenden Jahren so. Sie haben bis heute überlebt. Trotzdem wirkt dieser Gedanke für mich als zivilisierten Westeuropäer eher ernüchternd. Vielleicht sollte ich vorübergehend weniger Essen? Oder mir einen medikamentativen Darmverschluss verordnen sollte? Zumindest so lange bis ich wieder in Palu bin. Wichtig ist jetzt nur eine Regel. Beim Essen bloß nicht die linke Hand benutzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Essen in unseren Gastfamilien wird im Übrigen nach einer strengen Reinfolge gegessen. Als erstes essen wir, die Gäste. Von dem was übrig bleibt isst der Hausherr. Danach erst essen Frau und Kinder auf dem Fußboden in der Mitte des Hauses. Der Tisch bleibt den Gästen  und dem Hausherrn vorbehalten. Nach dem Essen, oder schon dabei wird die Hauskaraoke angeworfen. Die Teenies wie die Erwachsenen lieben diese Art von Unterhaltung und singen lauthals mit. Laut und auf Indonesisch wird bis in die Nacht hinein gesungen. Schlafende legen sich einfach hin und nehmen verständnisvoll Rücksicht auf die singenden Familienmitglieder. The music must go on. &lt;br /&gt;Gedanken schießen mir durch den Kopf. Im Nebenraum plärrt die Stereoanlage, Moskitos schwirren mir um den Kopf und wie immer ist mir viel zu warm. Aber durch den Regen wird die Nacht abkühlen. Ich strecke alle viere von mir und versuche einzuschlafen. Neben mir im Bett liegt Ekih in seinen Schlafsack eingerollt. Er bibbert vor Kälte. Ich lache trocken und beschließe ihn etwas zu quälen. Ich erzähle ihm Geschichten aus Deutschland vom Winter. Bis tief in die Nacht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-6186207685832641552?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/6186207685832641552/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=6186207685832641552&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6186207685832641552'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6186207685832641552'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/09/musim-hujan-regenzeit.html' title='Musim Hujan – Regenzeit'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbnc_7scntI/AAAAAAAAAEM/AVapv1712uQ/s72-c/Kinder+in+Toro.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-2494626279320492051</id><published>2006-09-10T19:58:00.000+01:00</published><updated>2007-01-26T11:47:05.782+01:00</updated><title type='text'>Di Mana? (Wo?)</title><content type='html'>Ich gebe mich dem Schlaf der Gerechten hin, in der Nacht, wo das Gute schläft und das Böse wacht. Kräkiräkä (Kickerikie auf Indonesisch), unsanft werde ich aus meinen Träumen gerissen. Was war das? Scheiße, wo bin ich? &lt;br /&gt;Fragen über Fragen. Ach ja ich bin in dem Dorf Toro in den Bergen Sulawesis. Versuchsflächen soll ich abstecken und kartieren. Alles für meine und andere Doktorarbeiten. Scheiße ist es noch dunkel. Viel zu früh um aufzustehen. Aber jetzt bin ich wach. Und die harte Matratze erinnert mich daran wie schwer es war einzuschlafen. Aber bald ist es ja hell. Genügend zeit um aus diesem Dreckshahn einen Wendehals zu machen. Ja! Denke ich mir und male mir aus, wie ich bei Rajab (Radschab) unserem Koch jeden Tag frisches Hähnchenfleisch bestelle, bis endlich Ruhe im Dorf einkehrt. &lt;br /&gt;Hundegebell!!! Flip und Flop sind aufgewacht. Nein, Flop ist schon gestorben. Egal, ich beschließe mich neben bei auch gleich an Hundefleisch zu gewöhnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlaftrunken wühle ich mich aus dem Moskitonetz. Als ich aus dem Zimmer stolpere, ich kann noch gar nicht gerade aus schauen, wirft mir Rajab schon die erste Frage entgegen. „Pagi, Mau minum Kopi?“ Ich habe noch nicht ja gesagt, und kann immer noch nicht gerade aus schauen, als er mir den versprochenen Kaffee samt Kuchen auf den Tisch stellt.&lt;br /&gt;Rajab ist schon eine gute Seele denke ich, während ich im Mandi (Bad) mir das eiskalte Bachwasser über den Kopf kippe. Er ist die Dorfschwuchtel. Doch solange man sich dazu bekennt und es übertrieben darstellt, ich würde sagen den Kasper macht, hat man seinen festen akzeptierten Platz in der Gesellschaft. Rajab ist Moslem und pflegt das STORMA-Haus und uns. Und er ist darin gut. Ehrlich gesagt esse ich hier besser als in Palu. Sogar Flip und der Nichtflop bekommen zu fressen von ihm. Obwohl Moslems das gar nicht gerne sehen. Hunde sind unrein. Die zumeist christliche Dorfbevölkerung hat ihn dezent darauf hingewiesen. Seit dem füttert er die Hunde heimlich hinterm Haus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Bad bin ich wieder Mensch geworden und sitze auf der Terrasse. Eigentlich verdient sie diese Bezeichnung nicht, aber sie ist vor dem Haus. Ich trinke Kaffee und winke den vorübergehenden Dorfbewohnern, die freundlich einen guten Morgen wünschen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ekih holt mich. „Makan Phagi?“ Er ist der Assistent eines Kollegen. Für die Kartierung ist er aber an mich ausgeborgt worden. Auch er ist Moslem und wir verstehen uns prächtig. Frühstück ist fertig. Es gibt Reis, Fisch und Gemüse. Wir halten Small-talk während wir essen. Manchmal muss mir Ekih noch ins Englische übersetzen, aber meistens klappt das Indonesische ganz gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück mache ich mir einen neuen Verband um mein rechtes Bein. Ich habe es mir am Scheißauspuff verbrannt als meine Karre auf dem Weg in die Kakaoplantagen in einem Reisfeld im Schlamm stecken geblieben ist. Die Wunde ist nur oberflächlich und wird sich wahrscheinlich nicht entzünden denke ich. Sie schmerzt aber höllisch bei jedem Schritt und ich laufe viel am Tag. Gleich wenn ich in Palu bin gehe ich zum Arzt.&lt;br /&gt;Vorher sehe ich noch nach Arno. Er ist Praktikant und liegt gerade mit Fieber im Bett. Eine Beinwunde hat sich entzündet. Ich habe ihn auf Paracetamol und ein Antibiotikum gesetzt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ekih und ich packen unsere Sachen und schwingen uns auf unsere Motorräder. Es ist immer noch früher Vormittag, Hahn sei dank und wir wollen was schaffen, bevor die Mittagshitze anbricht. Ich nehme mir vor jeden Meter der nur geht zu fahren. Das heißt Motorcross. Ja, ich weiß. Aber sonst muss ich laufen. *gummel*&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbna0LscnrI/AAAAAAAAAD0/9UdXiXhSQlE/s1600-h/Torofelder.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbna0LscnrI/AAAAAAAAAD0/9UdXiXhSQlE/s200/Torofelder.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024287449335766706" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Ablauf ist eigentlich immer der Selbe. Wir holen einen Kakaobauern ab, der mit uns zusammenarbeiten will und fahren zu dessen Garten. Meist kommen lustige Sprüche über mein Parang (machetenähnliches Haumesser). Nicht das ich eines habe ist das Problem. Jeder trägt eines wenn er nur aus dem Dorf hinausgeht. Von Kleinkindern bis hin zu alten Greisen. Aber meines hat einen geschnitzten Tigerkopf. Und die gibt es nur auf Sumatra und Java. Und die Klinge glänzt zu allem Überfluss wie eine Bordelltür. &lt;br /&gt;Aber das bin ich mittlerweile gewohnt. Routiniert lassen wir uns die Grenzen des Gartens zeigen und stecken das Untersuchungsgebiet ab, zählen die Bäume und fertigen Karten an. Und jeder Schritt dabei schmerzt. Verdammt. Wenigstens fahre ich übermorgen zurück nach Palu. Nein dann ist Sonntag. Also kann ich erst Montag zum Arzt gehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittags machen wir eine lange Pause. Es ist Freitag und Ekih will in die Mosche zu beten. Er wäscht sich und zieht gute Kleidung an. Dazu trägt er einen Männerrock und Sandalen. Ich nutze die Zeit um im Schatten das Mittagessen aus Reis mit Gemüse und Ei (Nasi Bunkus -&gt; von Rajab in Bananenblättern zum mitnehmen eingepackt) zu verdauen. &lt;br /&gt;Nach fünf eingemessenen Gärten fahren wir völlig fertig zurück nach Toro. Der Schweiß lässt uns die Klamotten am Körper kleben. Wir sind die Gärten in Hanglage rauf und runter gerannt. Jetzt bin ich am Ende und kann kaum noch stehen. Mein Bein hat inzwischen aufgehört zu schmerzen. Wahrscheinlich hat mein Körper beschlossen sich die Energie dafür zu sparen. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnbTLscnsI/AAAAAAAAAD8/8rrKD_vbblY/s1600-h/vorm+Storma+Haus.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbnbTLscnsI/AAAAAAAAAD8/8rrKD_vbblY/s320/vorm+Storma+Haus.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024287981911711426" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zu Hause angekommen (im STORMA-Haus) stelle ich das Motorrad im Schatten ab und lasse mich in einen der Bambusstühle auf der Terrasse fallen. Rajab kommt, als hätte er hinter dem Fenster gewartet aus der Tür. „Mau minum Kopi?“ Noch bevor ich ja sagen kann, steht er samt Kuchen vor mir. Flip samt Nichtflop kommen an, um sich in meine Nähe zu setzen. Vielleicht fällt ja was vom Kuchen ab. &lt;br /&gt;Ich sitze in der Nachmittagssonne zwischen den Hunden. Vor mir steht dampfender Kaffee und die Welt könnte nicht schöner sein. Langsam versuche ich mich an den Gedanken des eiskalten Mandis (baden) zu gewöhnen. &lt;br /&gt;Nach dem vollendeten Bad desinfiziere ich mein Bein und lasse es trocken. Mittlerweile ist es 18 Uhr und es gibt Strom in Toro. Woher ich das weiß? Überall dudelt lautstark indonesische Musik in einer Endlosschleife. Nein die Indonesier bestehen darauf, es sind verschiedene Lieder, weil die Texte anders sind. Auch wenn die Melodie immer die Selbe ist.&lt;br /&gt;Arno und ich starten mittels MP3-Player und Aktivboxen auf der Terrasse das Gegenprogramm. &lt;br /&gt;Nach dem Abendessen bestehend aus Reis, Gemüse, Tempe (Sojagebäck) und Hünchen quatschen wir noch eine Weile in den Abend hinein. Heute Nacht ist das monatliche Dorffest, oder sagen wir Dorfdisko. Riesige Boxen sind aufgebaut und der Platz wird mit einer Melodie in Endlosschleife beschallt. Eine Sängerin singt dazu herzzerreißend und ununterbrochen traditionelle Texte. Ich habe sie gefragt. Sie schört es sind verschieden Lieder. Einmal ist es mit sogar fast gelungen das Ende des Einen und den Anfang des Andern zu erkennen. &lt;br /&gt;Es wird getanzt. Traditionell natürlich. Alle fassen sich im Kreis an den Händen und wippen mit diesen einen nichtvorhandenen Takt, während die Füße in einem relativ einfachen Schritt im Kreis tanzen. Nach einem Bier mache ich mit. &lt;br /&gt;Ich tanze bis mir das Bein weh tut. Scheiße. Aber es ist eh schon spät in der Nacht und das Gute schl…..naja ich sollte halt ins Bett, wenn ich zu den Guten gehören will. &lt;br /&gt;Also verabschiede ich mich und schleppe mich nach Hause in freudiger Erwartung müde genug zu sein um die harte Matratze beim Einschlafen nicht zu bemerken. Bis zum ersten Hahnenschrei.&lt;br /&gt;Die Mana? – Toro!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und morgen geht es nach Hause.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-2494626279320492051?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/2494626279320492051/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=2494626279320492051&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2494626279320492051'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2494626279320492051'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/09/di-mana-wo.html' title='Di Mana? (Wo?)'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbna0LscnrI/AAAAAAAAAD0/9UdXiXhSQlE/s72-c/Torofelder.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-1850270238797322634</id><published>2006-08-30T19:40:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T01:25:54.264+01:00</updated><title type='text'>Exzesse</title><content type='html'>Zahlreiche Karaokeschuppen zieren das Stadtbild der typischen indonesischen Stadt. Sie sind Oasen der Entspannung. Hier findet man Musik, manchmal sogar in ländlichen Gegenden Bier, schöne und leichte Frauen, die so genannten „Schmetterlinge der Nacht“. Und oder vor allem kann man hier singen. Man findet ein aufmerksames Publikum, welches gekonnte Stimmen gerne mit Applaus bedenkt und die anderen, weniger gekonnten Stimmen, bis auf die Eigene bewusst zu ignorieren weiß. Im Grunde genommen interessiert es keine Sau ob du schlecht oder gut singst. Keiner ist zum zuhören hier. Hauptsache du singst! Dann gehörst du dazu. Auch ich habe gesungen. Laut und wahrscheinlich falsch. Es hat niemand applaudiert. Aber ich habe gesungen. Drei große Bier (fast 2 Liter) waren notwendig, um zu erkennen: Meine Freunde sind so schlecht, da werde ich den Durchschnitt nicht weiter drücken. Also sang ich. Englische Lieder gibt es nur wenig. Und die meisten davon sind widerliche Schnulzen, die mit ihrem theatralischen Herzschmerz jede Oma erfreuen würden. Das ganze gipfelte in dem deutschen Liedgut „Du“ von Peter Mafae. Wie dieses Lied bis hierher gefunden hat und wie es sich hier halten konnte ist mir unbegreiflich. Weitere westliche Musik gab es kaum. Daher bleibt nur der Ausweg zu den nächsten Bierflaschen und der Chinesischen oder Indonesischen Musik. Die Texte sind keines Weges besser, aber wenigstens versteht man da nicht was man eigentlich singt. Sonst kommt man aus dem Lachen gar nicht mehr hinaus. Und die Indonesier sitzen ohne eine Miene zu verziehen dabei. Zuhören tut sowieso niemand. Mehrere Bier und das ganze Repertoire de Beatles später, meinten dann die Besitzer es wäre Zeit zu gehen. Also stiegen wir auf unsere Motorräder und fuhren noch zum Hafen um da beste warme Bier der Stadt mit den Füßen auf der Kaimauer zu genießen. Der Sichelförmige Mond lächelte sanft auf uns herunter als wir in der Nacht um 3 beschlossen, für den Rest der Nacht heim zu fahren. Dort angekommen stellte ich fest, dass auch hier die Türen des Nachts abgeschlossen werden. Mist. Da stand ich nun, stockbesoffen ohne Haustürschlüssel vor meiner Unterkunft. Der Vermieter war wohl schon im Bett. Ich konnte versuchen mein Zimmer vom Dach aus über den Innenhof zu erreichen. Betrunken kommen einem solche Ideen. Also kletterte auf das Garagendach und arbeitet mich zum Giebeldach vor, welches leider aus Wellblech bestand. Nach dem lieblichen Donnergrollen unter meinen Füßen, (Glücklicherweise ist Regenzeit) setzte zumindest so viel Selbsterhaltungstrieb ein, um umzukehren bevor ich als potentieller Einbrecher erschossen werde. Darauf hin verbrachte ich die Nacht auf dem Dach der Garage. Den Helm im Nacken. Für die Mosquitos war das Essen gerichtet. Glücklicherweise sind Indonesier wahre Frühaufsteher. Punkt halb sechs öffnete mein Vermieter die Tür und bekam prompt einen Herzinfarkt als im die seltsame Langnase aus dem Himmel vor die Füße sprang. Ich murmelte etwas von: war spät gestern und ich muss ins Bett, drängelte mich an den staunenden Augen des Vermieters vorbei und machte, dass ich in mein Bett kam. Am nächsten Morgen (ähm Mittag) begegnete man mir mit viel Gelächter und ich musste die Geschichte der ganzen Gemeinschaft erzählen. Nächstes Mal mache ich gleich einen Aushang. Aber nächstes Mal wird anders. Jetzt habe ich die Handynummer der Vermieterin. Da soll ich anrufen, wenn ich in der Nacht noch mal spät komme. Sie macht mir dann auf. Ihr Mann hat mir die Nummer gegeben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-1850270238797322634?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/1850270238797322634/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=1850270238797322634&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/1850270238797322634'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/1850270238797322634'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/08/mescalitos-reiseberichte-xii.html' title='Exzesse'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-5456858419431820143</id><published>2006-08-30T04:53:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T01:12:10.069+01:00</updated><title type='text'>Bilder II</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.lindencon.de/upload/carsten/Bildersendung3.pdf" target="_blank"&gt;HIER&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.lindencon.de/upload/carsten/Bildersendung4.pdf" target="_blank"&gt;HIER&lt;/a&gt;. (wieder als .pdf)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-5456858419431820143?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/5456858419431820143/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=5456858419431820143&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/5456858419431820143'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/5456858419431820143'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/08/bilder-ii.html' title='Bilder II'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-4665382522840637936</id><published>2006-08-25T05:16:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T01:10:33.727+01:00</updated><title type='text'>Bilder I</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.lindencon.de/upload/carsten/Bildersendung1.pdf" target="_blank"&gt;HIER&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.lindencon.de/upload/carsten/Bildersendung2.pdf" target="_blank"&gt;HIER&lt;/a&gt;. (als .pdf)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Bilder kommen sobald die Rechner hier die wieder mal hochladen können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-4665382522840637936?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/4665382522840637936/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=4665382522840637936&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/4665382522840637936'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/4665382522840637936'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/01/bilder.html' title='Bilder I'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-8401154082208215712</id><published>2006-08-23T19:41:00.000+01:00</published><updated>2007-01-26T12:06:05.710+01:00</updated><title type='text'>Heute war es endlich soweit.</title><content type='html'>Jetzt verstehe auch ich, warum der Indonesier nie irgendwohin zu Fuß geht. Wer kann muss sich nicht selbst bewegen. Er bewegt sich mit einem automatisierten Vehikel oder er lässt bewegen. Einen Indonesier zu einem Spaziergang einzuladen ist in etwa das gleiche von ihm zu verlangen sich von einem Hochhaus zu stürzen. Wo er nur kann fährt er. Mit dem Auto und mit dem Motorroller. Auch ich bin seit heute motorisiert und im Besitz einer Fahrerlaubnis. Diese macht mich zwar auch zu einem Einheimischen. Aber viel mehr bedeutet sie Freiheit. Einfach fahren wohin man will. Nie mehr laufen oder auf teuere Taxis warten. Hier gilt die einfache Regel haste was - biste was und haste nix – biste nix. Welche Frau würde sich schon von einem Mann einladen lassen, der sie mit dem Fahrrad abholt? Keine seht ihr? So einfach ist das. Und der Führerschein ist ein Statussymbol. Er schwer zu erstehen. Er ist teuer. Der Aufwand das notwendige Geld zuverdienen nimmt dabei mehr Zeit in Anspruch, als die Prozedur des Führerscheinerwerbs. Dahinter steckt eine einfache Logik. Wer es schaff so viel Geld für ein Mofa (neu ca. 1000€) und das dazu notwendige Befugnis gebende Dokument zu erstehen, der lernt die paar Verkehrsregeln in der Praxis schnell und allein. &lt;br /&gt;Als erstes brauchte ich ein ärztliches Gesundheitsattest. Dieses kostete erstens die junge praktizierende Ärztin einen Augenschlag meinen Gesundheitlichen Zustand festzustellen, sowie geschlagene 30 Sekunden das Dokument auszufüllen, und zweitens mich ca. einen Euro. Weiterhin notwendig war die Polizeiliche Wohnsitzmeldung. Darauf habe ich die letzten Tage gewartet. Unser Koordinator war anderweitig beschäftigt, also dauerte es. Aber ich bin sicher Indonesier haben hier weniger Probleme, die wohnen ja sowieso schon hier. Dann ging ich auf die Polizei. Ein beflissentlich arbeitender Zivilpolizist füllte meinen Antrag aus, wobei er wie eigentlich alle Indonesier Probleme mit meinem Namen hat (Carsten Schmidt – und das c wird in Indonesien wie eine Dsch gesprochen). Danach kassiert er noch schnell 20.000 Rupia (ca. 20 €) und setzt mich in einen überfüllten und viel zu warmen Warteraum. Ich hatte es gewusst. Dies war die schwerste Prüfung. Ich hasse es herumzusitzen und die wertvolle Zeit zu vertrödeln. Aber in Indonesien lernt man das Warten. Gut dann musste es eben sein. Aber diese unerträgliche Hitze. Mein sehnsüchtiger Blick zu der defekten Klimaanlage blieb der Einzige. Die meisten starrten auf den in einer Minizelle eingesperrten Fernseher. Was der wohl verbrochen hat? Es muss wohl das Programm gewesen sein. Irgendwann wurde ich aufgerufen. Selbstverständlich erkannte ich meinen Namen nicht. Erst als sich beim dritten Mal alle nach mir umdrehten wusste ich, dass ich jetzt wohl an der Reihe bin. Ich zog mir vor dem Büro die Schuhe aus und trat ein. Nein sie waren nicht dreckig und Fußabdrücke wurden auch nicht genommen. Zumindest noch nicht. Dies ist ein Islamisches Land und da zieht man die Schuhe aus wenn man ein Haus betritt. Jedenfalls waren fünf Personen notwendig um dieses Wunderwerk der Technik, welches nun folgte zu bedienen. Ich gab eine Unterschrift ab. Diese wurde eingescannt. Einmal dort hinsetzen. Klick, Foto gemacht. Einmal da Daumen drauf, dssst Fingerabdruck gescannt. Bitte wieder raus und warten. Nach 2 Minuten hielt ich meinen Führerschein, als Zeugnis meiner Freiheit in den Händen. &lt;br /&gt;Was macht man damit? Man kauft sich einen Helm (Integralhelm…wahrscheinlich der Einzige auf Sulawesi), nimmt sich sein dienstliches Motorrad und erkundet die Gegend. Ich bin erst einmal nach Dongala zum Strand gefahren. Ich habe den Geschmack der Freiheit voll ausgekostet. Die Küstenstraße bin ich mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit gefahren. Also was die Kiste hergab. Das war zwar nicht viel aber genug. Der salzige Meerwind, der Wald, die Mangroven, die Wellen, die unzuverlässigen Bretterbrücken an denen gerade irgendwie gebaut wird und die ganzen anderen Motorroller die hinter mir zurückblieben. An meinem Lieblingsstrand, hier verbrachte ich einige entspannte Tage nach meinem Sprachkurs, trank ich ein Bier und verbrachte eine Stunde. Dann ging es zurück. Glücklicherweise funktionierte bei meinem Motorrad das Licht. Bei vielen mir entgegenkommenden war das nicht so. Und auch von Abblenden haben die meisten Autofahrer noch nichts gelesen. Wie auch? Es steht ja auch nirgendwo. Die Verkehrsregeln sind in einem beständigen Fluss. Meistens hat der stärkere Vorfahrt. Manchmal aber auch die größere Masse. Ich habe dies noch nicht vollständig entschlüsselt. Es ist durchaus in Ordnung links zu Überholen (man beachte Linksverkehr), wenn da genügend Platz dafür ist. Hupen dabei wäre nett und erhöht die Sicherheit. Ich habe auch immer gern gehupt. Bei Ziegen und Kühen auf der Straße, genau so wie bei Kindern und Erwachsenen. Ich bin halt ein netter Mensch und das Hupen gehört irgendwie dazu. Jedenfalls gestaltete sich so der Heimflug durchaus spannend. Kühe haben nämlich kein Licht und Ziegen auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbngc7scnxI/AAAAAAAAAE8/FWnAxfQRJq4/s1600-h/Blog+-Mein+Bike.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbngc7scnxI/AAAAAAAAAE8/FWnAxfQRJq4/s320/Blog+-Mein+Bike.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024293646973574930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-8401154082208215712?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/8401154082208215712/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=8401154082208215712&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8401154082208215712'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8401154082208215712'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/08/heute-war-es-endlich-soweit.html' title='Heute war es endlich soweit.'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp2.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbngc7scnxI/AAAAAAAAAE8/FWnAxfQRJq4/s72-c/Blog+-Mein+Bike.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-6428752987266596742</id><published>2006-08-23T19:36:00.000+01:00</published><updated>2007-01-26T09:04:25.996+01:00</updated><title type='text'>Zwischenspiel</title><content type='html'>Heute Abend war ich unterwegs entlang der Silberstraße in Jogja. Dort wo sich sonst das Kunsthandwerk zentriert wo im früher die reichsten und kunstfertigsten Stadtteile lagen. Dort glitten langsam und anhaltend eine Trümmerlandschaft an der getönten Fensterscheibe, des Mietwagens vorbei. Klimatisiert natürlich, für 30 € den ganzen Tag inklusive Fahrer. Einst lag hier der Reichtum von Jogja. Silberschmiede, doch jetzt stehen hier windschiefe Häuser mit fehlenden Fassaden. Ein Menschenauflauf versammelt sich vor einem Baum. Es ist ein heiliger Baum eine Würgefeige um genau zu sein. Es stehen Blütenschalen und brennende Aromatisch duftende Harze davor. Es ist der Nationalfeiertag der Unabhängigkeit Indonesiens.&lt;br /&gt;Heute vor ca. 55 Jahren haben sie die Fesseln der Koloniealherren abgeschüttelt. Bis in die 50er Jahre hinein wurde Indonesien aus den Niederlanden regiert. Und die Menschen litten unter den Besatzern.&lt;br /&gt;Ich habe sie gefragt es sind Moslems die an dem Baum die Opfergaben vorgebracht haben. Heute leiden die Menschen unter den Folgen des Erdbebens und diese sind überall zu sehnen. Und man besinnt sich hier in dieser leidenden Region auf die Ursprünge. Plötzlich erinnert man sich wieder, dass die Moschee früher ein traditionelles Versammlungshaus war. Man sieht wieder die Verzierungen in den Mauern, die zur Abwehr der Geiser hinter dem Eingangstor errichtet wurde, weil böse Geister ja bekanntlich nicht um die Ecke gehen können. Die Mauer stand immer dort. Man hat sie nur übersehen, vielleicht war sie zu alltäglich geworden. Aber jetzt wo sie einige Risse aufweist, ja das hinduistische Tor gar von Oberarmdicken Bambusrohren abgestützt werden muss, jetzt dringen die Ursprünglichen Traditionen wieder aus den Ritzen hervor in denen sie über Jahre hinweg geschlummert haben. Blumenopfer werden den alten Göttern gebracht.&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbm1hbscnqI/AAAAAAAAADc/XrSjZzMD8aA/s1600-h/Erdbebentor.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbm1hbscnqI/AAAAAAAAADc/XrSjZzMD8aA/s200/Erdbebentor.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024246445282991778" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und auch in der nimmer versiegenden Quelle, wo sich die heiligen weißen Welse tümmeln schwimmen Blütenblätter. Sie waren nie ganz Tod. Nur verborgen in den Quellen des Lebens die die weißen Flossen umspülen. Wo die Menschen alles verlieren was sie haben und die Hilfe zu spät kommt, wenn sie überhaupt kommt gibt der Glauben halt. Er scheint tief in den Javanesen verwurzelt zu sein.&lt;br /&gt;Rein weltlich gesehen ist Religion gesetzlich verordnet. Wer keine Religion hat ist Kommunist. Und Kommunist zu sein ist nicht gut. Also sind die Leute Moslems. Das ist recht praktisch, damit gehören sie zu keiner Minderheit. Und wenn die Gebete aus dem Laussprecher dröhnen, geht man in die Moschee. Und ab und an isst man in dem Gemeindehaus auch einmal Fisch. Weißen Fisch natürlich. Der ist besonders schmackhaft.&lt;br /&gt;Doch die Straße führt noch weiter, vorbei an frisch errichteten Bretterhütten und Notzelten. Die Landschaft hat die Idylle einer Nachkriegsgegend. Ausgebombt. Häuserreste reihen sich aneinander wie Dominosteine. Ein gutes Geschäft für die Holzhändler die auch geflochtne Rattanwände verkaufen. Dieses sind die ersten Hütten. Ab und an stellt der Staat auch große Armeezelte auf und die Unicef eine Filteranlage damit man das Flusswasser wenigstens überlebt. Schmecken tut es immer noch nicht. Steineklopfer suchen Ziegelsteine aus den Trümmern und stapeln sie auf. Hier und da versucht man Häuser abzustützen oder zu reparieren. Es geht Verhältnismäßig schnell voran. Da wo die Hilfe des Staates ewig nicht kommt, hilft warten nicht, hier hilft nur arbeiten. Es macht keinen Spaß in einem Zelt mit hundert anderen oder allein in einer Ruine zu leben. Anders ist es dort, wo die schnellen Einsatztruppen der europäischen Hilfsorganisationen vorbildliche Erstversorgung leisten. Es gibt Geld. Geld für den Wiederaufbau, Geld für Hilfsprojekte, Geld für Behinderte einfach Geld für alles. Bandaache ist so ein Beispiel. Es gibt soviel Geld, dass die Organisationen gar nicht wissen wie es verteilt werden soll, und die teuer bezahlten deutschen Koordinatoren mit den teuren Hotels lange die Menschen suchen müssen, die für ihr Geld auch noch arbeiten wollen. Wozu auch es gibt es doch schließlich auch umsonst. Man kann von der Not zur Not gut leben. Und die Koordinatoren bleiben einfach länger. Das Geld wird schon alle. Notfalls hilft man eben den armen Hotelangestellten, die so dumm sind um noch zu arbeiten. Nein, das war überspitzt. Es ist nicht so. Zumindest hoffe ich das. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmzlbscnoI/AAAAAAAAADM/GJWbPcjcxBk/s1600-h/ERdbeben.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmzlbscnoI/AAAAAAAAADM/GJWbPcjcxBk/s200/ERdbeben.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024244314979212930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach einer langen Fahrt durch die schöne Berglandschaft und einem Kameradschaftlichen Besuch bei den Radschagräbern erreichen wir das Meer. Wir kehrten bei der Königin des Südens ein.&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbm1H7scnpI/AAAAAAAAADU/kDvHIACM9wc/s1600-h/Am+Radschagrab.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbm1H7scnpI/AAAAAAAAADU/kDvHIACM9wc/s200/Am+Radschagrab.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024246007196327570" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Einst hatte hier der Radscha ein Verhältnis mit der schönen Königin und pflegte daher diesen Ort für Sommerliche Besuche zu nutzen. Steilküste, lange Sandstrände und sich aufschäumende Wellen verleihen diesem ort eine magische Anziehungskraft. Kühler salziger Wind drückt sanft in unser Gesicht. Wir stehen an einer weißen Mauer am Rande des Abgrundes. Zu unseren Füßen wirft der Sand Wellen. Dort wo sich tagsüber Liebespaare und Freiheit suchende Jugendliche tummeln. Der Strand ist ihr Woodstock. Hier können sie dem Alltag der gesellschaftlichen Zwänge entkommen. Das Hotel in dem wir sind, ist das Herz eines Touristenzentrums. Keine Ausländer kommen hier her. Die gehen nach Bali. Hier treffen sich Indonesier und die Jugend der Umgebung. Hier ist erlaubt was sonst verboten ist. Frauen treffen sich mit Männern und mieten ein Nahe gelegenen Strandbungalow. Man liegt leicht bekleidet im Sand und genießt das Meer. Verträumte Marihuanawolken ziehen über den Strand. Baden geht niemand, oder höchstens bis zu den Knien. Die Strömung ist hier so stark, dass sie einen mitreißt und in den Ozean wirft. Und der ist immer Hungrig. Es ist eine Art Paradies. Ausgedehnte Hotelanlagen, Swimmingpool und nahe gelegene hinduistische Meditationshöhlen. Alles was das Herz braucht. Die Höhlen haben eine tief mit der Kultur der Indonesier verwurzelte Bedeutung. Sie erfuhren nach dem Fund einer goldenen uralten Statuette in den 70er Jahren ein steiles Comeback.&lt;br /&gt;Als es dunkel ist gehen wir. Wir verlassen den leeren Strand und das dunkle Hotel. Wir müssen vorsichtig sein. Die Hälfte der Mauer ist eingestürzt. Seit dem Erbeben vor 2 Monaten bleiben die Kunden aus, und der Pool hat ein Leck. Es ist ein Ort der Hoffnung. Man hofft, dass die Menschen nächste Saison wiederkommen. Für diese ist es zu spät. Wir fahren zurück nach Jogja in der Dunkelheit. Die Lichter der Stadt umarmen uns bald…..&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-6428752987266596742?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/6428752987266596742/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=6428752987266596742&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6428752987266596742'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6428752987266596742'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/08/zwischenspiel.html' title='Zwischenspiel'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbm1hbscnqI/AAAAAAAAADc/XrSjZzMD8aA/s72-c/Erdbebentor.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-3953361304387687043</id><published>2006-08-12T19:03:00.000+01:00</published><updated>2007-01-26T11:57:17.375+01:00</updated><title type='text'>Mescalitos Reiseberichte VIII</title><content type='html'>Der normale Indonesier kann nicht kochen. Eigentlich kein Beinbruch, wer in Deutschland kann schon kochen? Aber zumindest reicht es immer noch für einmal Spagetti mit Tomatensoße. Hier bin ich mir da nicht so sicher. Zumal der typische Indonesier wohl kaum auf sein Nasi Goreng (gebratener Reis) verzichten würde. Schon zum Frühstück isst er ihn mit einer Getreidepampe, des Mittags mit gebratenem Ei und abends meist mit Hühnchen (Nasi Goreng Ayam).Wie kommt der hiesige Durchschnittsbürger denn nun zu seinem wohl verdienten Reis? Ganz einfach er geht auf die Straße und setzt sich in eine der vielen Straßenimbisse (Warungs). Die sind billig und gut. Wo des Tagsüber noch der Verkehr braust, morgens Markt oder ein Geschäft ist, steht zur Essenszeit wie durch Zauberhand ein Imbiß. Man könnte meinen eine Taverne springt von Ort zu Ort. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbneYLscnuI/AAAAAAAAAEY/vNRF5EHtduM/s1600-h/Warungschild.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbneYLscnuI/AAAAAAAAAEY/vNRF5EHtduM/s320/Warungschild.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024291366345940706" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ein Karren, eine Achse, irgendwo ein Paar Räder, zwei Trinkflaschen mit Sprit für das Moped, eine Plane und ein paar Hocker ist schon fast alles, was man braucht um ein Warung zu eröffnen. Irgendwelche Fähigkeiten? Eigentlich nicht, es muss den Kunden nur schmecken. Irgendwelche Lizenzen? Auch nicht. Ein Führerschein für das Moped genügt. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmwRLscnlI/AAAAAAAAACs/BVHMA8HYodo/s1600-h/Warung.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmwRLscnlI/AAAAAAAAACs/BVHMA8HYodo/s200/Warung.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024240668551978578" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bei der ganzen heutigen Fastfoodgesellschaft wird das Essen hier noch von Hand gemacht. Jeder Verarbeitungsschritt ist dem Kosumenten ersichtlich. Die mehr oder weniger kürzlich auf dem Markt erstanden Nahrungsmittel werden direkt bis zum Endprodukt verarbeitet. So gesehen besinnt man sich wieder auf die Ursprünge der Esskultur und schätzt die bewährten Rezepte, sowie das bewährte acht Jahre alte Frittieröl. Auch das anschließende Essen enthält verschiedene Aspekte der klassischen Mutprobe. Aber wie auch in unserer Gesellschaft setzt sich Tradition in Verbindung mit ökonomisch günstigen Preisen durch.&lt;br /&gt;So gesehen ist ein Warung typisch für die Arbeitsgesellschaft in Indonesien. Eine Ausbildung an einer höheren Schule muss man teuer bezahlen und man wird seltens in selbigen Fachgebiet arbeiten. Vielmehr verdingt man sich einfach irgendwo. So beobachtete ich zum Beispiel Mechaniker, die mit Hammer und Schraubenschlüssel an einem Motorroller herumrütteln und die Kiste irgendwie wieder zum Laufen bringen. Sie wissen bestimmt nicht was sie tun, wie ein Motor funktioniert oder wieso dieser eben jetzt wieder anspringt. Sie bauen einfach auf einen alten Erfahrungsschatz, der ihnen sagt: Jetzt hier eine Schraube festziehen, hier mal mit dem Hammer drauf hauen und schon läuft das Ding wieder. &lt;br /&gt;Diese Berufauffassung ist hier überall verbreitet. Niemand lernt wirklich ein Beruf alles ist Erfahrung. Das Nasi Goreng, das Moped, der Ritscha-fahrer oder der Mopedparkplatzwächter der genau weiß wie man sich den vielversprechenden Kunden aussucht, ihn rückwärts in den laufenden rauszieht, genau darauf Achtend, selbst nicht unter die Räder zu kommen. Die ständig zwitschernde Pfeife hilft dabei.&lt;br /&gt;Selbiges trifft übrigens auch auf meine Sprachlehrer und Innen zu. Zwei mögen vielleicht deutsche Literatur studiert haben. Aber sie haben keine Ahnung von Didaktik oder Sprachstruktur. Nein. Keine Ahnung ist falsch. Vielmehr begründet sich ihr Wissen auf die Erfahrung zahlreicher unterrichteter Schüler. Ist das jetzt gut oder schlecht? Ich weiß es nicht. Misst man den Erfolg an Reichtum, so muss ich sagen, dass einige dank ihrer Erfahrung riesiger Reichtümer anhäufen. Sie habe es geschafft. Den Absprung. Sie sind mit ihren Unternehmen in der ganzen Welt erfolgreich. Ihre Jachten liegen in Europa, ihre Frauen tragen teuere Kleider, tragen Brilliantuhren und fahren teure Cabrios. Sie gehören zum Jetset.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-3953361304387687043?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/3953361304387687043/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=3953361304387687043&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/3953361304387687043'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/3953361304387687043'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/08/mescalitos-reiseberichte-viii.html' title='Mescalitos Reiseberichte VIII'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbneYLscnuI/AAAAAAAAAEY/vNRF5EHtduM/s72-c/Warungschild.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-2555622343237171051</id><published>2006-08-05T21:30:00.000+01:00</published><updated>2007-01-26T08:35:06.690+01:00</updated><title type='text'>Mescalitos Reiseberichte VII</title><content type='html'>Heute schreibe ich aus Jogjakarta. Die Leute hier nennen ihre Stadt aber nur Jogja. Grund dafür ist, dass sie so wie so ziemlich jeder Landstrich in Indonesien ein eigenes Königreich gewesen ist. Nur das es hier einen Sultan gab. Den Palast werde ich mir übrigens fest anschauen. Das habe ich mir vorgenommen. Diese Sammelstaatsache brachte das mit der gemeinsamen Sprache mit sich. Und da die Javanesen das Y so aussprachen als das J wurde aus Yogya Jogja. Heute findet man aber nicht nur diese beiden Schreibarten sondern auch noch die Mischformen Jogya und Yogja. Und ich sitze hier nach meinen ersten 6 Stunden Unterricht für 6,5 € die Stunde und versuche mir rund 200 Vokabeln dieser Sprache einzuprägen. Vielleicht versteht ihr jetzt das Dilemma in dem ich mich befinde. Die Worte klingen alle gleich, die letzte Schulbank die ich gedrückt habe ist ewig her, mein Kopf raucht und überhaupt waren Sprachen noch nie mein Talent.&lt;br /&gt;Bis vor ein paar Stunden dachte ich noch Bahasa Indonesia wäre aufgrund der geringen Grammatik einfach. Aber um ein Wortstamm ins aktiv zu setzen gibt es mindestens 6 verschieden Vorsilben, die von den Anfangsbuchstaben des Wortstammes abhängig sind. Wenigstens sind die Indonesier so faul, dass sie in der Umgangssprache nur den Wortstamm für als Aktiv verwenden. Da bleibt immer noch der Passiv. Und den kann man nicht weglassen. &lt;br /&gt;Aber wenigstens lernt man in dem anstrengenden Unterricht auch grundlegendes über die Indonesier. Zum Beispiel antworten sie dir auf eine Frage niemals mit tidak-nein sondern immer nach dem IBM-Prinzip (Inyallah – So Gott will; Belum – noch nicht; Mungkin – Vielleicht). Also sollte man auf die Frage ob man eine Freundin hat nie mit nein antworten. Sonst erhält man bald Angebote von netten Herren.&lt;br /&gt;In Palu habe ich mittlerweile ein paar Häuser besichtigt. Ich beabsichtige nämlich schon wieder umzuziehen. Es geht eben nichts über die eigenen vier Wände. Mein Traumhaus steht in einem großen Garten. Es hat eine Garage und eine Veranda. Im inneren bieten 2 große Wohnzimmer ausreichend Platz um sich in antiken Möbeln nach harter Arbeit zu entspannen. Im Ganzen sind vier Schlafzimmer vorhanden und 2 Bäder. Ach ja und die Küche hat auch noch ein kleines Zimmer für die Bediensteten. Leider hat nur ein Zimmer (nämlich meins) eine Klimaanlage. Die anderen müssen sich mit Deckenventilatoren begnügen. Das sollte aber nicht das Problem sein. In meiner Luxusvilla im Kolonialstiel herrschen annehmbare Temperaturen. Leider muss ich die Miete für das ganze nächste Jahr vorstrecken, aber irgendwie kratze ich die 1500€ aber schon zusammen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Und schon Lust bekommen mit einzuziehen? Nein? Das ist aber schade. &lt;br /&gt;Sobald ich meinen Sprachkurs beendet habe und in der Lage bin das Kleingedruckte zu lesen werde ich den Vertrag unterschreiben. Bis dahin liegt er auf Eis. Aber da wäre noch das Schulheft, was mich von der Seite aus anlacht und gelernt werden will. Ich mag jetzt aber keine Vokabeln lernen. Morgen machen wir glücklicherweise eine Exkursion. Wir gehen zum buddhistischen Tempel.&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbmt4rscniI/AAAAAAAAACI/etk0-5xBIiA/s1600-h/Borobudur1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbmt4rscniI/AAAAAAAAACI/etk0-5xBIiA/s320/Borobudur1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024238048621927970" /&gt;&lt;/a&gt; Und vielleicht fahren wir noch zum rauchenden Vulkan hier nebenan. Über diesem hing gestern, beim Überflug eine schöne Rauchfahne. Mal sehen! Vielleicht fange ich doch lieber an zu lernen. Ich wohne hier im Haus von Ibu Erma, der Schuldirektorin. Da beginnt die Vokabelabfrage schon mit dem Frühstück. Und ihr wisst ja sicherlich wie Schuldirektorinnen sind. Ibu Erma ist Mutter von 5 Kindern, Direktorin einer Sprachschule, streng Katholisch und äußerst Korrekt. Da handle ich mir lieber keinen Ärger ein. Sonst lässt die mich bis in die Nacht nachsitzen……&lt;br /&gt;Also bis später. Ich muss pauken……&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmvArscnkI/AAAAAAAAACY/OUwR6x9SA14/s1600-h/Borobudor.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmvArscnkI/AAAAAAAAACY/OUwR6x9SA14/s200/Borobudor.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024239285572509250" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-2555622343237171051?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/2555622343237171051/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=2555622343237171051&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2555622343237171051'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/2555622343237171051'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/08/mescalitos-reiseberichte-vii.html' title='Mescalitos Reiseberichte VII'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/Rbmt4rscniI/AAAAAAAAACI/etk0-5xBIiA/s72-c/Borobudur1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-636180419170050307</id><published>2006-08-02T20:14:00.000+01:00</published><updated>2007-01-26T08:04:47.289+01:00</updated><title type='text'>So heute geht es mal um den Verkehr.</title><content type='html'>Prinzipiell, nein eher aus Trotz fahren die Indonesier auf der falschen Seite. Was zur Folge hat, will man nicht, dass einem tausend Geisterfahrer entgegenkommen, dass man selber zu so einem werden muss. Aber auch als an sich unbeteiligter Passant bekommt man dieses Problem mit ganzer Härte zu spüren. So betritt man als gelehriger Westeuropäer die Straße schaut erst nach links und dann nach rechts…das ist meist der Moment wo man von der von rechts heranrollenden Verkehrsmeute überrollt wird. Wenn sie freundlich sind, hupen sie vorher noch, für den besonderen Kick, wenn sie die Panik in den Augen ihres Gegenüber sehen wollen. &lt;br /&gt;Gehupt wird überall gern. Nicht nur die wenigen Autofahrer benutzen dieses simple Kommunikationsgerät, um zu sagen, „Hallo hier bin ich!“ – „Schau mal meine echt endgeile Karre an.“ – „Pass auf du Sack! Ich kann dich auch dreispurig überholen.“ – „Vergiß es! Mein Auto ist härter als du.“&lt;br /&gt;Aber auch die Unmengen von Mopedfahrern scheuen sich nicht zu antworten. „Iss mir wurscht.“ - „Dann fahr ich eben links vorbei.“ – „Ich bin zwar nicht schneller, dafür schöner!“ – „Vorsicht, ich bin mit Frau und zwei Kindern unterwegs!“ – „Bedräng mich nich oder mir fällt der Kleiderschrank aus der Hand.“ - „Tod allen Fußgängern!“&lt;br /&gt;Alles schon erlebt. Verkehrsregeln gibt es praktisch keine. Selbst Ampeln haben eher empfehlenden Charakter, solange nicht ein Polizist daneben steht. Und selbst der nimmt einen Maximal den Führerschein weg oder Kassiert ein „Be….bußgeld“. Ist der Führerschein weg, geht man zur Polizei und holt sich einfach einen neuen. Dazu muss man nur eine Heimatadresse haben, sprich polizeilich gemeldet sein und 18€ auf den Tisch legen. Prüfungen oder Unterricht gibt es praktisch gar nicht. Man kauft seine Fahrgenehmigung. Und hat man diese dann erstanden, kann man sich auch gleich in das Getümmel stürzen. Und ihr ratet richtig, das Getümmel ist eines in allen Belangen. Wir vom TÜV verwöhnten und den TÜV verhöhnenden Deutschen werden hier schnell eines besseren Belehrt. Man sieht die hiesigen öffentlichen Verkehrsmittel, eine Art Kleinbus der für ca. 20 Cent überall hinfährt wo der Fahrer gerade will mit Breitreifen, Ferrarisportlenkrad und blau leuchtenden Dioden noch und nöcher. In der Frontscheibe sind meist Folien angebracht, die durch die immer blendende Sonne auch angebracht erscheinen mag. Aber nirgends in Deutschland würde der TÜV zulassen, dass jemand die Scheibe bis auf 5 cm Sehschlitz zuklebt. Das Land der unbegrenzten Tune-barkeiten also. Seit kurzen wurde jedoch eine Gurtpflicht eingeführt, doch nur wenige schnallen sich an. Ich selber scheitere immer öfter daran, dass es zwar ein Gurt gibt, aber die dazugehörige Schnalle fehlt. Und auf den Rückbänken der Minibusse kann man sich bestenfalls in den riesigen Boxen auf denen man sitzt verkrallen oder sich gleich in der sowieso immer offenen Tür verkeilen. Besser konnte man da die Helmpflicht durchsetzen. Fast jeder Motorradfahrer trägt einen Helm. Gut hier und da muss man Abstriche machen, so werden die meisten Helme eher modischen Aspekten gerecht in dem sie eher einem Basecap ähneln als einem Helm. Aber vor dem Gesetz sind nun mal alle Helme gleich.&lt;br /&gt;Habe ich schon erwähnt, dass auch hier die Ölkonzerne ihre Macht spüren lassen. Und ich dachte die Opec würde mit Islamischen Ländern humaner umgehen als mit der westlichen Welt. Auch hier hat sich der Benzinpreis in den letzten Monaten verdoppelt. Er liegt jetzt bei ungefähr 40 Cent pro Liter. Das ist bei dem Verdienst der Einheimischen echt viel. So habe ich letztlich für eine Stunde Taxifahrt zum Strand nur 7 € bezahlen müssen. Gut ich gebe ja zu, ich war geizig, wir haben uns zu viert reingeteilt. Aber auch das ist viel, wenn man bedenkt, dass ein Essen hier zwischen ein und zwei Euro kostet. Und selbst KFC und MCDonalds liegen da nicht drüber. Ach so…..falls ich noch mal nach Borgor kommen sollte muss ich unbedingt Sushi essen gehen……. „All you can eat“ für 10 €. So schell ergibt sich die Gelegenheit nicht wieder.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmntLscncI/AAAAAAAAABA/07dt-UcVhOI/s1600-h/Verkehr.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmntLscncI/AAAAAAAAABA/07dt-UcVhOI/s320/Verkehr.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024231253983665602" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-636180419170050307?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/636180419170050307/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=636180419170050307&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/636180419170050307'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/636180419170050307'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/08/mescalitos-reiseberichte-vi.html' title='So heute geht es mal um den Verkehr.'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmntLscncI/AAAAAAAAABA/07dt-UcVhOI/s72-c/Verkehr.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-8054670026665606128</id><published>2006-08-02T20:12:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T01:25:12.608+01:00</updated><title type='text'>Alles nur des Geldes wegens.</title><content type='html'>Heute bin ich aus meinem Luxeriösen Hotel ausgezogen. Es wurde mir schlicht und einfach zu teuer. Sauberes Zimmer nach westlichen Standard hin oder her. Man muss es einfach bezahlen können. Und kann man es nicht, sucht man sich eben einen anderen neuen Standard. Meiner Beispielsweise war, ein sauberes Bett, in dem man nicht vor Angst um seine Gesundheit wegen um den Schlaf gebracht wird. Klimaanlage hin oder her, meistens reicht auch ein laufender Ventilator um einem eine Erkältung einzuhandeln. Und auch beim Bad kann ich abstriche machen. Wer braucht schon einen Spiegel, der einem sagt, dass man trotz des warmen Wetters immer dicker wird und ein Frühstück, welches nicht schmeckt, man aus Geiz aber dennoch ißt in der Hoffnung, dass das Mittagessen besser wird. Auch aufs Duschen kann man verzichten. Da bekommt man nur zu dünne Haut von habe ich gehört. Und auch der beißende Schweißgeruch bekommt einen Nutzten, drängen sich dann doch nicht mehr so viele Mädels um einen herum. Dafür aber die Mosquitos, aber irgendwas ist doch immer.&lt;br /&gt;Denn wer Wind sät wird die Windhose ernten. Einen der ersten Sätze die Mba Sunny (meine Freundin Sunny) mir beigebracht hat war: Saya belum Menikah dan saya belum punja pacar. Dies scheint in Verbindung mit weißer Haut hier der Schlüssel zum Erfolg bei Frauen zu sein. Man sollte sich einmal vorstellen, was geschehen würde, wenn ich in eine deutsche Disco gehen würde und „Ich bin noch nicht verheiratet und ich habe noch keine Freundin“ sagen würde. Die Reaktion wäre in etwa „Schön für dich!“ dann dreht sie sich um und geht weg.&lt;br /&gt;Hier erntet man so die uneingeschränkte Aufmerksamkeit aller Frauen. Denn man ist weiß, spricht etwas Bahasa und die Konditionen stimmen. Da fällt mir ein; neulich wollte ich mir hier Sonnenkreme besorgen. Natürlich fand ich sie nicht. Was will man mit Sonnenkreme, wenn man schon braun ist? Dafür fand ich jede Menge Bleichungskremen. Vielleicht hilft die ja auch gegen den Sonnenbrand, den ich jetzt habe. Die Aftersun-kreme fand ich nämlich ebenfalls nicht.&lt;br /&gt;Zurück zu den Mädels. Gestern waren Jan, Sunny, Sofian (ein Indonesier aus Kalimantan der etwas Englisch sprach und den wir irgendwo aufgelesen haben) und ich zu einer Abschiedparty. Sunny geht in die Berge und Dörfer, anschließend fliegt sie zurück nach Deutschland. Jan ist heute morgen nach Jakarta geflogen und ich fliege am Freitag nach Jobjakarta zum Sprachkurs. Nachdem wir diverse Karaoke-Bars mit Kommentaren, wie zu voll, zu leer abgelehnt hatten, zogen wir glücklicherweise in den einzigen Club in Palu. Nach einer kurzen Waffenkontrolle und 2,5€ Eintritt (inklusive Freigetränk – bei mir Bier) durften wir rein. Hier waren nur gut aussehende Leute. Oder Leute die sich dieses Attribut erkaufen konnten. Ich weiß leider nicht zu welcher Kategorie wir gezählt wurden.&lt;br /&gt;Sunny war glücklich, es war Ladys Night. Sie kam kostenlos rein. Aber sie mahnte uns auch wir sollten vorsichtig sein, hier liefen viele Prostiuierte herum. Ich weiß zwar bis heute nicht warum ich davor Angst haben sollte, aber ich beschloß genau hinzusehen. Sofort nach dem das erste vermeintlich weibliche Wesen an der Bar mir anzügliche Blicke zuwarf, bestätigte sich dass hier entweder ein paar Kerle den Eintritt zu prellen versuchten oder man den Begriff Lady etwas weiter fasste.&lt;br /&gt;Ich versuchte mich also lieber an Mädels mit eindeutigem Geschlecht zu halten. Und das waren die am besten Ausgeleuchteten. So gesehen war die Band gar nicht so schlecht. Gut die vorherige war um Klassen besser. Da der Leadsinger einfach mal singen konnte. Dieser hier war eher der Showman, der einen Leuchtgummieball an sein Lippenpiercing hängte. Dafür hatte er aber gut- nein heißaussehende weibliche Unterstützung. Eine Langhaarige Indonesierin auf Stöckelschuhen (die damit immer noch nicht größer war als ich….hach… es ist toll mal zu den Großen zu zählen *seufz*) die eine unglaublich klare Singstimme hatte. Und eine weitere Sängerin (ebenfalls in Stöckelschuhen und unglaublich kurzem Rock) die mit einer rauchigen Powerstimmer für den RMB – Sound zuständig war. Von der Dritten im Bunde bekam ich nichts mit. Was aber auch daran gelegen haben kann, dass ich mit tanzen beschäftigt war. Denn die Leadsingerinnen sprangen ab und zu von der Bühne und tanzten das Publikum an. Und ihr dürft gerne raten wer im Mittelpunkt stand……..so gesehen in doppelter Hinsicht kein schlechter Tag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-8054670026665606128?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/8054670026665606128/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=8054670026665606128&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8054670026665606128'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/8054670026665606128'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/08/mescalitos-reiseberichte-v.html' title='Alles nur des Geldes wegens.'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-6358275427293670511</id><published>2006-08-01T18:51:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T11:26:46.887+01:00</updated><title type='text'>Sulawesi informatives von Falk</title><content type='html'>Hier mal noch eine Info, wo der Carsten eigentlich ist:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sulawesi (früher Celebes) ist eine indonesische Insel und zwischen Borneo und Neuguinea mit einer Fläche von 189.216 km². Die Einwohner konzentrieren sich im Südwesten um Ujung Pandang - alias Makassar - und im Norden um Manado (einziger internationaler Flughafen), Gorontalo, Poso, Palu und Luwuk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und daher stark gegliedert und von sehr unregelmäßiger Gestalt; ihre Form erinnert an eine Orchidee oder Krake. Von der Celebessee im Norden führt die Straße von Makassar im Westen von Sulawesi in die Javasee. Sie wird im nördlichen Teil vom Äquator geschnitten, was für das zentrale Bergland starke Niederschläge das ganze Jahr über bedeutet. Die Folge ist eine üppige Vegetation mit dichtem Regen- und Hochnebelwald, in dem noch heute vereinzelte Stämme auf der Stufe der Steinzeitkultur leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der nord-östlichen Spitze von Sulawesi befindet sich die Insel Siau mit dem Schichtvulkan Mount Karangetang, der Ende Juli 2006 ausgebrochen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bevölkerung, rund 16 Mio. (Stand 2004), ist ethnographisch stark gegliedert; bekannt sind die Makassaren und Bugis von der Südwesthalbinsel, beides einst gefürchtete Piraten, die Toraja im zentralen Hochland, deren Bestattungsbräuche touristisches Interesse gefunden haben sowie, die Minahasa um Manado, die, anders als sonst im muslimischen Indonesien, Christen sind und daher eine kulturelle Brücke zu den Philippinen bilden. Muslime stellen mit 80 % die Mehrheit, 18 % sind Christen. Daneben gibt es, wie überall in Indonesien, auch in Sulawesi Minderheiten von Hindus, Buddhisten und Animisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sulawesi wurde erst um 1630 islamisiert, etwa zur gleichen Zeit kamen auch christliche Missionare nach Sulawesi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach fast 50jähriger Bauzeit zieht sich nun der Trans-Sulawesi-Highway fast 2000 km von der Inselhauptstadt Ujung Pandang im Süden nach Manado durch die Insel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-6358275427293670511?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/6358275427293670511/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=6358275427293670511&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6358275427293670511'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6358275427293670511'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/08/bemerkung-von-falk.html' title='Sulawesi informatives von Falk'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-7801646686461683348</id><published>2006-07-31T22:27:00.000+01:00</published><updated>2007-01-26T08:25:12.184+01:00</updated><title type='text'>Aufgrund der Beschwerden:</title><content type='html'>Selamat siang – Hallo an alle, Lange ist es her, dass Ihr von mir gehört habt. Und entgegen allen etwaig andersartigen Meldungen bin ich am Leben und es geht mir gut. Viel ist in der Zwischenzeit geschehen. Doch wo war ich stehen geblieben? Ach ja, wir warteten in Borgor auf unsere Professoren. Sie kamen erst irgendwann gegen Abend an, so dass wir vorher genügend Zeit hatten, unser mittlerweile Lieblingskneipe aufzusuchen und uns an ein paar Flaschen Bintang (Füllmenge 620 ml) versuchen. Dort trafen wir einen Kollegen und unseren Praktikanten. Gemeinsam übten wir Bahasa (sattu lagi – noch eins) und stolperten glücklich durch die Nacht und den vor Armut stinkenden Gemüsenachtmarkt zurück ins gut klimatisierte Hotel. Auch ein Besuch des traditionellen Marktes lohnt sich. Zwischen Menschenmengen, stinkenden Rinnsälen, Staub, Lärm, Motorrollern und Eisenbahnschienen kann man hier alles kaufen. Von lebenden Fischen angefangen bis hin zur fertig zubereiteten Ruhr. In einem Stoff- und Bekleidungsmarkt wurden wir zur Attraktion. Der Versuch zweier Orang bule (weißer Mensch) mittels eines Wörterbuches ein Mosquitonetz zu erstehen war wohl zu belustigend. Dauernd kamen Frauen an und sagten die Worte die wir noch zu tausenden hören sollten: Hello Mister! Später trauten sich sogar ein paar ganz mutige die helle Haut der seltsamen Fremden anzufassen. Glücklich trollten sie sich von dannen. &lt;br /&gt;Die offizielle Begrüßung unserer Partneruniversität brachte viel Erfahrungsaustausch und zukünftige Zusammenarbeit mit sich. Mein Counterpart der Universität Borgor (IPB) Dr. Widodo, er hat tatsächlich keinen Nachnamen, was manchmal zu lustigen Begebenheiten führt, ist ein kleiner drahtiger Javanese von 45 kg Lebendgewicht. Dennoch scheint er ein Experte auf seinem Gebiet zu sein. Er hat endophytische Bakterien isolieren können, die den Ertrag von Chili bis zu 25 % steigern können. Aber dann wird das Essen hier ungenießbar. Eine weitere sehr sympathische Eigenschaft an ihm ist, dass er trotz seines Moslemsseins starker Nelkenzigarettenkettenraucher ist und tolerant gegenüber mir als Biertrinker. Das ist hier nicht immer so…. &lt;br /&gt;Nach einem kurzen und turbulenten Islandhopping landeten wir in Palu. Auch hier gab es „the same proscidure as in Borgor“ und wir wurden in gut klimatisierten Räumen ehrfürchtig unseren Counterparts vorgestellt. Hier traf ich es nicht ganz so gut. Umbra ist eine 44 Jährige verkopftuchte strengmuslimische Doktorandin mit Lehrtätigkeit. Neben Ihren fehlenden Englischkenntnissen, kam ein unglaublich Kommunikationsverhinderndes Moralverhalten hinzu. Versucht mal mit jemanden vernünftig zu reden, der dauern die Hand oder ein Blatt vor den Mund hält, damit man die Zähne nicht sieht. Ich brauchte viel Geduld und alle meine Smalltalkkenntnisse um sie endlich weich zu kochen. &lt;br /&gt;Hier in Palu ist vieles anders. Man ist hier nicht mehr so der Mister Mister und die Hotels sind besser. Das hält die Bewohner aber nicht davon ab, eine mißtrauig zu beäugen. Die Mädels sind da schon mutiger. Sie fragen immer gleich nach Fotos, bei denen man sie dann im Arm hält. Das ist so eine Art Volkssport hier. Anschließend wechseln sich Portrait und Fotograph ab. Wenn man Glück hat ist der Film bald voll. Leider sind Digitalkameras hier weit verbreitet. Aber mein Hotelzimmer macht das alles wieder weg. Es ist ungefähr halb so teuer wie in Borgor (immer noch 16 €) dafür ist aber das Bad in einem Zustand, dass ich mich auch ohne Ganzkörperschutz hineingetraut habe. Es ist sogar weitestgehend sauber. Aber die Ameisen sind immer noch da. Genau so wie der Fernseher, die Minibar (ohne Bier) und die gesegnete Klimaanlage. Ich habe übrigens hier ein paar Kneipen und sogar ein Laden aufgetan, wo man Bier tatsächlich kaufen kann. Aber eigentlich ist das öffentliche Trinken von Alkohol verboten. Das stellt uns in der Karaokebar (auch ein echter Volkssport) vor echte Hindernisse. Denn ohne genügend Bier wird man mich nie dort oben sehen. &lt;br /&gt;Die Vergangenen Tage besuchten wir unser Untersuchungsgebiet, weiter oben im Tal. Wenn man sich im Bus den schmalen Weg nach oben in die Berge geschlängelt hat, mitten in den Urwald hinein. Vorbei an Erdrutschen, Straßenabbrüchen, Motorradfahren, ständig auf das Dach peitschenden Ästen, den ein oder anderen Mitgenommen Steinvorsprüngen schraubt sich der Bus voll mit Wissenschaftlern und offenen Türen nach oben. Das ist ein einmaliges Erlebnis, nächstes Mal fahre ich mit einem Motorrad. Das ist hier sicherer. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmqYrscneI/AAAAAAAAABY/fpIBjtKoX7U/s1600-h/Herzlich+willkommen.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmqYrscneI/AAAAAAAAABY/fpIBjtKoX7U/s320/Herzlich+willkommen.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024234200331230690" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Dorf Togo (hier steht unsere Forschungshütte) gab uns ein prächtiges Willkommen. An einem Banner erwarteten uns die Dorfältesten in traditioneller Tracht. Hier hieß es auch für uns: Die alten Säcke vor! Natürlich zierten sie sich. Anschließend tanzten und sangen die Jungen unter wachsamer Anleitung der Alten Traditionsgerecht. Dann führte ein kreischender Krieger, mit einem Schild und Speer bewaffnet uns zu einer offiziellen Hütte (eine Art Dorfgemeinschaftshütte mit offenen Seitenwänden). Hier hieß es: Schuhe aus und eintreten. Die Frauen der Womansassoziation bewarfen uns mit Reis und wir durften rein. Dann folgte eine Ansprache der jeweils wichtigen Personen und ein gemeinsames Betelnusskauen. Bei der anschließenden Vorstellungsrunde erntete Pavel unser Quotenrusse (wie im Klischee ein Bär von einem Mann) Achtung und überraschtes Lachen, als er die Dorfgemeinschaft mit Esalem Aleikum begrüßte. Aber auch ich habe mich mit meiner Begrüßung auf Indonesisch nicht schlecht gemacht, denke ich. Zumindest haben alle applaudiert. Das wäre erst einmal geschafft.&lt;br /&gt;Dann besichtigten wir den Regenwald. Ach ja Regen….Eimerweise. Es war eine Lange Tour von so ca. 7 Stunden. Ich hatte meiner Gastfamilie extra vorher gesagt: Sekarang saya capai sekali. Saya mau didur. Tolong, Saya mau bangun yam enam phagi. (Jetzt bin ich ganz müde. Ich will schlafen gehen. Ich möchte bitte morgen um 6 aufstehen.) Hat natürlich nicht ganz geklappt und sie haben gelacht. Aber davon lass ich mich nicht aufhalten und lerne fleißig weiter. Der Marsch dagegen ging durch den ganzen Urwald, so wie man ihn sich in seinem Kinderträumen vorstellt. Voller riesiger Palmen, Bäume, Epiphyten, Lianen und vor allem bösartig stachelnden Rattan. Nach dem dritten Bach machte es mir auch nichts mehr aus mit vollem Schuhwerk durch den Bach zu stiefeln, der wusch wenigstens die drei Kilo Erde die ich in einer aufwendigen Mischprobe zwischen dem Profil meiner Schuhe gesammelt hatte.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmrN7scnfI/AAAAAAAAABg/NcD8TkUOdpU/s1600-h/carsten+im+Dschungel.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp2.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmrN7scnfI/AAAAAAAAABg/NcD8TkUOdpU/s320/carsten+im+Dschungel.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024235115159264754" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Aber auch die Verpflegung vom Dorf ließ sich sehen. Wir bekamen in Palmenblätter eingewickelten Reis, ein Frittiertes Ei und genügend Chili um das Ganze auch recht schnell hinunter zu bekommen. Und wenn das Brennen nicht wäre so würde der Chili auch super gegen die Hitze helfen, denn Schweiß kühlt ja bekanntlich. Aber an dem kommt man ja sowieso nicht vorbei. Und zweimal Duschen am Tag ist obligatorisch. Ansonsten ist man ein Schwein. Ach ja und duschen, da hat man hier direkt neben dem Klo im Boden ein gefließtes Becken mit Wasser. Und der Brausekopf in Form einer Schöpfkelle ist gleichzeitig die Klospülung und das Klopapier. Dieses ausgeklügelte und bewährte System ermöglicht es die beschriebene Örtlichkeit auch auf kleinstem Raum unterzubringen. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmsYrscnhI/AAAAAAAAABw/iQk2H3VvfP8/s1600-h/Bilig+zuhabenDSC00074.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmsYrscnhI/AAAAAAAAABw/iQk2H3VvfP8/s200/Bilig+zuhabenDSC00074.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024236399354486290" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Als wir am Wochenende endlich wieder in Palu waren, hatten wir doch tatsächlich am Sonntag mal unseren ersten freien Tag. Und promt packte ich die Badehose ein. Um am Strand wie ein Alien auszusehen. Hier badet man bekleidet. Habt ihr mal die Fotos aus den 20er Jahren gesehen? Irgendwie fühlte ich mich daran erinnert. Nichtsdestotrotz habe ich die Tauch und Wissenschaftlerentspannbasis am Strand entdeckt. Sie gehört den Aussiedlern Alex und Gaby aus Bayern und bietet das Paradies. Mietbare Bungalows, Tauchkurse, Bier und Wein und das alles mit einem STORMA Rabatt für Doktoranden. Hier werde ich wohl öfter noch sein. Natürlich nur wegen der wunderschönen Korallen in 5 m Strandnähe zum darüberschnorcheln. Irgendwann wie hier überall fingen ein paar Kids an am Strand zu Kicken. Und Jan und ich fragten ob wir einsteigen dürfen. Es war ein rasantes und lustiges Spiel. Die Orang bule wurden gerecht aufgeteilt….wir waren einfach zu schlecht. Aber es ging nur um den Spaß. Und wenn man zu heiß wurde, sprang man kurz in Wasser. Man musste nur schnell wieder heraus, wenn der Gegner in Ballbesitz war. Leider wurde dieses Vergnügen von einer scharfkantigen Muschel unterbrochen in die ich, sie war in Ballbesitz, hineinkrätschte. Dafür gab es leider Rot und ich musste mit einer zerschnittenen Zehe auf die Bank. Mist. &lt;br /&gt;Auch das hinderte die Mädels nicht sich mit den seltsamen Weißen photographieren zu lassen. Ich glaube sie geben mit ihrer Bildersammlung dann an. Aber morgen drehen Jan und ich den Spieß um. Dann tun wir ganz verrückt schreien und freuen uns und lassen uns mit Einheimischen photographieren…..ich bin ganz sicher. &lt;br /&gt;Machts gut carsten&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-7801646686461683348?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/7801646686461683348/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=7801646686461683348&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7801646686461683348'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7801646686461683348'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/07/mescalitos-reiseberichte-iv.html' title='Aufgrund der Beschwerden:'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmqYrscneI/AAAAAAAAABY/fpIBjtKoX7U/s72-c/Herzlich+willkommen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-6231689204944705443</id><published>2006-07-25T00:38:00.000+01:00</published><updated>2007-01-26T08:10:24.669+01:00</updated><title type='text'>Mescalitos Reiseberichte III</title><content type='html'>Hallo,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Tag ist es her, daß ich gelandet bin, nach einer langen und da meine Klimaanlage nicht funktioniert, viel zu warmen Nacht will ich nun ein paar erste Erlebnisse schreiben.&lt;br /&gt;Nach einer langen und langweiligen ICE Fahrt, erreichte ich den Flughafen Frankfurt rechtzeitig. Verdammt war mein Gepäck schwer.&lt;br /&gt;Kurzfristig und wie ich fünf Minuten später feststellen sollte unüberlegt entschloss ich mich gegen einen Trolli und trug mein Gepäck selbst. Fix und fertig beschloss ich dann wenige hundert Meter weiter mir durch ein Transportband das Leben zu erleichtern, schließlich hatte&lt;br /&gt;ich es eilig.&lt;br /&gt;Als mich dann neben mir die Fußgänger (ja sie hatten einen Trolli) überholten, dachte ich mir das sei nicht der richtige Weg um Zeit zu sparen. Am Check in angekommen wurde ich mit meinem Rucksack die ersten 32 Kg meines Gepäcks los. Glücklicherweise stöhrte das geringe Übergepäck (2kg) nicht weiter. Nun auf zum Boarden. Da verlief alles problemlos.&lt;br /&gt;Wenig später traf ich hier auch meinen Kollegen Jahn.&lt;br /&gt;Leider waren an Board unsere Plätze getrennt. Er saß neben lustigen Australiern und Deutschen und hatte viel Kommunikation. ich dagegen erwischte 2 Serben die nach Australien emmigrierten. Zumindest konnte ich dies nach langen Versuchen aus ihnen herauskitzeln. Weiterhin kann ich vom Flug nur noch sagen, daß das Essen bei Singapur Airlines ausgesprochen gut und reichhaltig ist, die Stewardessen ausgesprochen hübsch und nett sind und das Boardkino eine menge Filme (98 wovon ich mir bestimmt 10 reingezogen habe) bester Qualität hat.&lt;br /&gt;Ergo vertrieb ich mir die Zeit mit Langeweile todschlagen. Endlich in Singapur angekommen hatten wir laut Plan ca. eine Stunde Aufenthalt. Diese entpuppte sich als zu wenig.&lt;br /&gt;Wir wurden versehentlicher weise auf das Terminal 1 verwiesen. gute 10 Minuten entfernt. Dort erfuhren wir, daß unser Weiterflug vom Terminal 2 aus wäre. Also wieder zurück, diesmal im Sprint. Gerade noch rechtzeitig erreichten wir den Flug und unser zweites Frühstück bei der Singapur Airline.&lt;br /&gt;In Jakarta angekommen, fand ich schnell unser Gepäck an. Niemand wollte damit belasten. Schnell enterten wir einen Shuttelbus und 2 Stunden später erreichten wir Bogor.&lt;br /&gt;Dort eroberten wir ein Taxi welches uns auf Umwegen in unser Hotel brachte und uns dafür 4000 Rupien abzockte (40 ct.). Später erreichen wir wieder den Busbahnhof in 2 min zu Fuß.&lt;br /&gt;Wie auch immer direkt vor unserem Hotel erstreckt sich der Botanische Garten von Borgor. Und da dieser berühmt ist haben wir ihn besucht. Lauter tolle Bäume und Pflanzen fanden wir dort. Außerdem begegneten wir vor einem See mit Victoriaseerosen einem Blegier. Wir kamen ins Gespräch und zur nächsten Kneipe mit gutem Bier. Es war sein letzter Tag von 4 Wochen und unser erster. Wir hatten eine lange und warme Nacht.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmpBrscndI/AAAAAAAAABM/Wtpq5McTyxo/s1600-h/Baumgebilde.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmpBrscndI/AAAAAAAAABM/Wtpq5McTyxo/s320/Baumgebilde.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5024232705682611666" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute waren wir auf dem Markt und im wieder im Park. Nebenbei warten wir auf die Nachhut (unsere Professoren und ander Doktoranden. Aber davon ein andermal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Machts gut&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;carsten&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-6231689204944705443?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/6231689204944705443/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=6231689204944705443&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6231689204944705443'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/6231689204944705443'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/07/mescalitos-reiseberichte-ii_24.html' title='Mescalitos Reiseberichte III'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_WTUkqxO_OT0/RbmpBrscndI/AAAAAAAAABM/Wtpq5McTyxo/s72-c/Baumgebilde.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-1808461632326099497</id><published>2006-07-23T15:19:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T00:54:45.667+01:00</updated><title type='text'>Mescalitos Reiseberichte II</title><content type='html'>Soweit nur erst mal eine Meldung. Ich bin da!!! Ja der Flug war lang und anstrengend. Die ganze Zeit essen und den hübschen Stewardessen hinterherstarren die viel ansehnlichere Kleidung tragen als unsere...... Dann kam der Hitzeschlag. Ich wollte sofort zurück ins Klimatisierte Flugzeug. Hier herrscht eine Luftfeuchte, da ist ein Dampfbad nicht weit entfernt. Naja soweit mein Vorbericht. Jetzt erst mal umschauen und den Jetleg bekämpfen. Ausführliche Berichte folgen.....&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-1808461632326099497?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/1808461632326099497/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=1808461632326099497&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/1808461632326099497'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/1808461632326099497'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/07/mescalitos-reiseberichte-ii.html' title='Mescalitos Reiseberichte II'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-7887043764876800067</id><published>2006-07-22T04:10:00.000+01:00</published><updated>2007-01-24T00:53:53.614+01:00</updated><title type='text'>Mescalitos Reiseberichte I</title><content type='html'>So Freunde, nun ist es so weit. Der Absprung naht. Von vielen von euch habe ich mich in den letzten Wochen persönlich verabschiedet. Doch jetzt nach vielen Tagen intensiver und nervenaufreibender Vorbereitungen, geht es los. Neben mir steht ein Rucksack mit 32kg Gepäck. Das muss reichen für das nächste halbe Jahr. Ich hoffe die machen mir wegen der 2 Kg potentiellem Übergewicht keinen Ärger im Flughafen. Dann habe ich ja auch noch ein ordentliches Handgepäck. Wie dem auch sei. Ich werde es morgen um ca. 12 Uhr erfahren. Meine Odyssee startet morgen früh um 7.19 in Leipzig. Am Samstag gegen 8.15 Uhr Ortszeit sollte ich dann in Jakarta (Java) aufschlagen, einen Bus entern und innerhalb von 3 Stunden nach Borgor fahren, wo mein Hotel bereits gebucht ist. Ich hoffe es klappt alles nach Plan und ich erreiche mein Hotel (samt Gepäck) problemlos. Sollte ich dort I-Net haben, werde ich mich dann wieder melden. Machts gut....wir sehn uns im Winter carsten&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-7887043764876800067?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/7887043764876800067/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=7887043764876800067&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7887043764876800067'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/7887043764876800067'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2006/07/mescalitos-reiseberichte-i.html' title='Mescalitos Reiseberichte I'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1847947040480587363.post-1846040473942551364</id><published>2006-07-20T11:29:00.000+01:00</published><updated>2007-01-26T11:57:50.484+01:00</updated><title type='text'>Über mich</title><content type='html'>Carsten Schmidt – Was geschieht wen Kinder lesen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon als Kind hat Carsten gern gelesen. Das übliche eben Robinson Crusoe, Die Söhne der großen Bärin, Karl May, Jules Verne und so weiter. Die wenigsten Eltern denken jedoch daran was geschieht, wenn sie Kindern solche Literatur ans Herz legen. Sie werden mit einer der schlimmsten Krankheiten angesteckt. Abenteuerlust. Dagegen ist Grippe ein Scheiß. Gegen Grippe kann man impfen. Aber was spritzt man gegen Abenteuerlust? &lt;br /&gt;Da hilft kein Mittel. Also fing Carsten neugierig an überall seine Nase hineinzustecken. Und endete in mitten von Elfen, Zwergen und Orks beim Liferollenspiel. Abenteuerromane sind gefährlich. Alsbald will man selber der Held im Buche sein. Und dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Rollenspiel. &lt;br /&gt;Ungewollt bestärkt wurde seine Abenteuerlust von seinen Eltern, die einer alten Kletterdynastie aus Sachsen entstammen. Sie klettern in der dritten Generation und nahmen die vierte Generation einfach mit ins Gebirge. Also krabbelte Carsten schon bevor er laufen konnte zwischen Felsen und im Wald herum. Dies sollte unabsehbare Folgen haben. Eines Tages sollte er seinen Eltern eröffnen, dass er nach Nepal reisen will um dort einen sehr hohen Berg erstzubesteigen. &lt;br /&gt;Sport wurde sein liebstes Hobby. Er turnte, spielte Fußball, Handball, machte Kampfsport versuchte so ziemlich alles einmal aus. Dies ist für die leidgeprüften Eltern eine sehr kostspielige Angelegenheit. Jeder der schon mal im Skiurlaub war weiß wovon ich rede. &lt;br /&gt;Also liebe Eltern, Sport ist Gift. Schützt eure Kinder vor solchen Flausen. Das spart euch eine Menge Geld und Nerven, wenn sie wieder mal als in den Alpen verschollen gelten und die Bergwacht ausgiebig nach ihnen sucht. Ich kann es ihnen nur raten. &lt;br /&gt;Auch im Fernsehen lauern Gefahren. Freuen sie sich, wenn ihr Kind nur Soaps und Talkshows anschaut. Wirklich gefährlich sind die ganzen Dokumentationen. Carsten verschlang als Kind jede Tierdokumentation die er nur sehen konnte. Wenn man ihn, so wie man jedes Kind im Scherz fragt was er werden wollte antwortete er nicht Feuerwehrmann, Zugführer oder Polizist, so wie die andern Kinder. Nein, er wollte Tierfilmer werden und auf Galapagos wohnen. Also wunderte es seine Eltern nicht groß, als er ihnen nach der Schule eröffnete, dass er Biologie studieren wolle. Sie nickten nur und lächelten milde in der Hoffnung, dass er da studiere, was ihn glücklich macht. Wohl wissend wie schwer es werden würde später Arbeit zu finden. Es dauerte in der Tat lange, bis er endlich Arbeit fand. Er lernte sich über Wasser zu halten und sammelte Erfahrungen. Man könnte meinen er verlor seine Art die Dinge auf eine kindliche Art und Weise zu sehen. Vielleicht wurde er in dieser Zeit ein Zyniker, vielleicht nur ein Spötter. Der Ernst des Lebens vermag den Menschen vieles ihrer Kindheit zu nehmen und schnell nehmen sich Menschen gar zu ernst und wichtig. &lt;br /&gt;Carsten jedenfalls verschlug es nach Göttingen. Wo er an der Universität promoviert. Derzeit forscht er in dem Projekt STORMA auf der Insel Sulawesi in Indonesien. &lt;br /&gt;Was soll ich noch weiter sagen. Ich bin jener Carsten von dem hier die rede ist. Lesen sie selbst was ich berichte. Nehmen sie es als Warnung, wohin die Wege führen können. Und ich beschwöre sie, lassen sie die diese Berichte nicht ihre Kinder lesen. Ich wiederhole, weil es der Wiederholung bedarf, diese Berichte gehören nicht in Kinderhände. Oder wollen sie, dass diese genauso enden? Am besten sie geben ihnen etwas Anständiges zu lesen. Die Zeitung zum Beispiel. Nein Moment, nicht die Zeitung, es sollte etwas vernünftiges sein. Lieber ein dickes Gesetzbuch. Vielleicht wird ihr Kind dann ein erfolgreicher Anwalt…….&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1847947040480587363-1846040473942551364?l=zu-papier-gebracht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/feeds/1846040473942551364/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1847947040480587363&amp;postID=1846040473942551364&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/1846040473942551364'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1847947040480587363/posts/default/1846040473942551364'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zu-papier-gebracht.blogspot.com/2007/01/ber-mich.html' title='Über mich'/><author><name>Mescalito</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10691771958976728927</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
